Tee

Wohl­tat oder Tra­di­ti­on?

Karibik - - Inhalt - TEXT: DR. MSC. JU­LIO CÉSAR GINARTE SUÁREZ FO­TOS: AR­CHIV EXCELENCIAS

Wohl­tat oder Tra­di­ti­on?

DAS TRIN­KEN VON TEE, AUF VER­SCHIE­DE­NE WEI­SE UND ZU VER­SCHIE­DE­NEN TA­GES­ZEI­TEN, IST SEIT LAN­GER ZEIT ZU EI­NEM BE­STAND­TEIL DER ETIKETTE GE­WOR­DEN. DIE BE­LIEBT­HEIT DES TEES WIRD NUR VOM WAS­SER ÜBER­TROF­FEN. GE­GEN­WÄR­TIG HA­BEN IHN SEI­NE AN­ER­KANN­TEN NA­TÜR­LI­CHEN EI­GEN­SCHAF­TEN IN EIN AL­TER­NA­TI­VES UND SEHR EFFEKTIVES MIT­TEL DER GESUNDERHALTUNG VER­WAN­DELT

Tee ist ei­nes der äl­tes­ten und be­lieb­tes­ten Ge­trän­ke der Welt, so sehr, dass es nur im Was­ser Kon­kur­renz fin­det. Meh­re­re Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass die Hälf­te der Welt­be­völ­ke­rung es in sei­nen ver­schie­de­nen For­men und Va­ri­an­ten beim ge­sel­li­gen Bei­sam­men­sein trinkt, an­de­re be­vor­zu­gen es, weil sie ei­ne be­stimm­te Kul­tur oder Tra­di­ti­on pfle­gen.

Aber vie­len von uns ist trotz der Lie­be zu Tee und all sei­nen Sor­ten und Aro­men nicht voll be­wusst, wel­che na­tür­li­chen Ei­gen­schaf­ten er ge­nau hat, was die­ses Ge­tränk ist und wo­her er stammt.

Das ers­te, was wir über Tee wis­sen soll­ten, be­zieht sich auf sei­nen Na­men selbst. Ob­wohl wir uns mit die­sem Wort nor­ma­ler­wei­se auf al­le Ar­ten von Infu­sa be­zie­hen, ist dies si­cher­lich nicht ganz kor­rekt. Tee ist die Pflan­ze, die wir Ca­me­lia si­nen­sis nen­nen, und nach ihr ist auch das Ge­tränk be­nannt, das wir aus den Blät­tern die­ser Pflan­ze her­stel­len. Al­le an­de­ren Ge­trän­ke, die wir aus Blät­tern von Pflan­zen oder Früch­ten mit hei­ßem Was­ser zu­be­rei­ten, wie Ka­mil­le, Min­ze, Bal­dri­an usw., sind Auf­güs­se.

An­de­rer­seits gibt es in Ab­hän­gig­keit von der Be­hand­lung, der sei­ne Blät­ter un­ter­zo­gen wer­den, ver­schie­de­ne Ar­ten von Tee. In die­sem Sin­ne kön­nen wir grü­nen, ro­ten, schwar­zen, wei­ßen und blau­en Tee un­ter­schei­den. Sie al­le kön­nen heiß oder kalt ge­trun­ken wer­den, aber ih­re ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­le sind durch ih­re na­tür­li­chen Be­stand­tei­le und ih­re Wir­kung auf den mensch­li­chen Or­ga­nis­mus ge­ge­ben. Ho­her Ge­halt an An­ti­oxi­dan­ti­en. - Tee

ent­hält An­ti­oxi­dan­ti­en, die den Al­te­rungs­pro­zess ver­zö­gern so­wie Zel­len re­ge­ne­rie­ren und re­pa­rie­ren kön­nen. Sie hel­fen un­se­rem Kör­per auch, Krebs und Typ-iidia­be­tes vor­zu­beu­gen.

Er stärkt das Im­mun­sys­tem. - Dies ge­schieht auf­grund sei­nes Ge­halts an Fla­vo­no­iden und Vit­amin H, die das ord­nungs­ge­mä­ße Funk­tio­nie­ren der Ab­wehr­kräf­te des Kör­pers steu­ern und Zell­schä­den ver­hin­dern. Dar­über hin­aus hilft er da­bei, die Wir­kung von Me­di­ka­men­ten auf Bak­te­ri­en zu er­hö­hen. Er re­du­ziert das Ri­si­ko von Herz­kreis­lauf-er­kran­kun­gen. - Tee­trin­ken kann die Bil­dung ge­fähr­li­cher Blut­ge­rinn­sel ver­hin­dern, die oft die Ur­sa­che von Schlag­an­fäl­len und Herz­in­fark­ten sind. Wenn Sie ihn je­den Tag trin­ken, hilft dies, das Ri­si­ko von Blut­hoch­druck zu re­du­zie­ren. Be­kämp­fung von Mun­der­kran­kun­gen.

– Auch wenn Sie es nicht glau­ben, re­du­ziert Tee­trin­ken so­gar die bak­te­ri­el­le Plaque, weil sei­ne Ver­bin­dun­gen in der La­ge sind, die Säu­re der Bak­te­ri­en, die Zahn­ka­ri­es im

Mund ver­ur­sa­chen, zu ver­rin­gern. Die ent­hal­te­nen Tan­ni­ne lie­fern na­tür­li­ches Fluo­rid und schüt­zen den Zahn­schmelz so vor den Aus­wir­kun­gen der bak­te­ri­el­len Zahn­be­lä­ge. Der Ge­halt an An­ti­oxi­dan­ti­en ver­hin­dert Mund­ge­ruch, be­son­ders wenn Sie sich für ei­nen Kräu­ter­tee oh­ne Zu­cker ent­schei­den.

Er hilft beim Ab­neh­men. - Wenn Sie auf Ihr Kör­per­ge­wicht ach­ten möch­ten, ist es ide­al, ei­ne Tas­se Tee oh­ne Zu­cker oder Milch zu trin­ken, die hilft, das tem­po­rä­re Fett zu be­sei­ti­gen. Die ins­be­son­de­re im grü­nen Tee vor­han­de­nen An­ti­oxi­dan­ti­en sind na­tür­li­che Fett­blo­ck­er, ins­be­son­de­re von Bauch­fett, und he­ben des­sen Auf­nah­me auf. Auf der Ebe­ne des zen­tra­len

Ner­ven­sys­tems. - Ins­be­son­de­re grü­ner Tee hat ei­ne Art von An­ti­oxi­dan­ti­en, die das ord­nungs­ge­mä­ße Funk­tio­nie­ren des Ge­dächt­nis­ses sti­mu­liert und das Ge­hirn vor der Ent­wick­lung von Ge­hirn­er­kran­kun­gen wie Alz­hei­mer schützt. Dies liegt dar­an, dass es zu­sätz­lich zum Kof­f­e­in L-thea­nin ent­hält, das syn­er­gis­tisch mit Kof­f­e­in wirkt und zum Teil das Ni­veau der phy­si­schen und men­ta­len Span­nung senkt.

Der Ur­sprung des Tees liegt in Chi­na, wo es ein sehr ge­schätz­tes Ge­tränk ist, das tief in sei­ner Kul­tur ver­wur­zelt ist. Auch in In­di­en und Kam­bo­dscha wird es viel ge­trun­ken. Im Fal­le Eu­ro­pas ist En­g­land das Land, wo er am meis­ten eta­bliert ist. Dort hat er so­gar da­zu ge­führt, dass ei­ne Ta­ges­zeit nach ihm be­nannt wur­de: Tee time, die Uhr­zeit für den Tee, was nor­ma­ler­wei­se um sieb­zehn Uhr be­deu­tet.

Ins­be­son­de­re grü­ner Tee ent­hält ei­ne Art An­ti­oxi­dan­ti­en, die die Funk­ti­on des Ge­dächt­nis­ses sti­mu­liert und das Ge­hirn vor Er­kran­kun­gen wie Alz­hei­mer schützt

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