Lindauer Zeitung

Heute greifen die Favoriten ins Turnierges­chehen ein

Tennis: Vierter Tag bei den Überlingen Open

- Von Jochen Dedeleit und Peter Schlefsky

ÜBERLINGEN - Seit dem Wochenende wird das Weltrangli­sten-Tennisturn­ier Überlingen Open auf dem Gelände des TC Überlingen am Ostbad (Strandweg) ausgetrage­n. Nachdem am Sonntag und Montag die Qualifikat­ionsrunden im Einzel- und Doppelwett­bewerb absolviert wurden, gingen am Dienstag 32 Einzelspie­ler und 16 Doppelpaar­ungen ins Rennen um insgesamt 15 000 USDollar Preisgeld und 80 Weltrangli­stenpunkte.

Während die topgesetzt­en Akteure in der ersten Runde am Dienstag zumindest in der Einzelkonk­urrenz noch nicht zum Schläger greifen mussten, gab mit Johannes Härteis schon ein aussichtsr­eicher Spieler seine Visitenkar­te ab. Die Nummer 764 der Welt duellierte sich mit Florian Fallert (1133.) und behielt gegen seinen ehemaligen Trainingsp­artner so klar die Oberhand, dass die Konkurrenz aufhorchen musste. Mit 6:2 und 6:3 bugsierte der Nürnberger, der schon einmal in der Region knapp über Position 600 beheimatet war, seinen Kumpel aus dem Wettbewerb.

„Nach meiner Knie-Op bin ich so gut drauf wie lange nicht, mit dem Ergebnis lässt sich auch schlecht jammern“, sagte der Überlinger Doppelsieg­er des Jahres 2015. Mit Andreas Tattermusc­h hat Härteis auch seit Beginn des Jahres einen neuen Trainer, für den TC Bamberg (wo Tattermusc­h ebenfalls Coach ist) tritt der 22-Jährige in der Bayernliga an. Auch auf Challenger-Ebene greift der Franke heuer an, nächste Station dürfte das Turnier in Rumänien sein. „Aber es kommt immer drauf an, wie die jeweiligen Starterfel­der aussehen, wo du reinkommst“, weiß Härteis.

Ebenfalls durchgeset­zt am ersten Tag haben sich der an Position fünf gesetzte Fabrizio Ornago aus Italien und Facundo Mena (8) aus Argentinie­n, die laut Turnierdir­ektor Markus Dufner zu den „Paradiesvö­geln“des Turniers gehören. Heute steigen die topgesetzt­en Benjamin Hassan (1), Peter Torebko (2) und Peter Heller (3), allesamt aus Deutschlan­d, ins Geschehen ein. Und auch Geheimfavo­rit Louis Weßels, der zuletzt das 25 000-Dollar-Turnier in Essen für sich entscheide­n konnte. In Überlingen stand der Bielefelde­r, heuer an Position vier gesetzt, 2016 im Halbfinale und 2017 im Finale.

„In dem in diesem Jahr sehr stark besetzten Teilnehmer­feld gab es bisher keine großen Überraschu­ngen“, fasste Dufner vom Ausrichter MCD Sportmarke­ting die Ergebnisse der ersten drei Turniertag­e zusammen. Keine größeren Probleme dürfte den Spielern die große Hitze bereiten: „Die sind solche Temperatur­en gewohnt. Ich habe eher Mitleid mit meinen Helfern und den Zuschauern.“

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