La Pa­ra­da: Zug­kräf­tig am Bahn­hof

Mallorca geht aus! - - News -

Die Pla­za de España ist ei­ner der wich­tigs­ten Ver­kehrs­kno­ten­punk­te Pal­mas: Wer Bus oder (U-)Bahn fährt, muss häu­fig dort um­stei­gen, wer den „Ro­ten Blitz“nach Sól­ler neh­men möch­te, fährt auch hier ab. Län­ge­re War­te­zeit, klei­ner Hun­ger zwi­schen­durch? „La Pa­ra­da“, die Hal­te­stel­le, heißt seit De­zem­ber 2016 die Ant­wort. Die jun­ge Ma­ri­sa Ruiz hat den al­ten Bahn­hof Pal­mas – der neue be­fin­det sich un­ter der Er­de – in zwei Jah­ren neu her- und ein­ge­rich­tet, um in dem his­to­ri­schen Ge­bäu­de, das be­reits vom Ver­fall be­droht war, ei­ne Pau­sen­sta­ti­on für Rei­sen­de und Pas­san­ten zu schaf­fen. Je­doch: Nur für ei­nen schnel­len Snack ist die Hal­te­stel­le viel zu schick und scha­de. Im vor­de­ren Teil des Re­stau­rants, hin zu den Ave­n­i­das, gibt es zwar Bo­ca­dil­los und an­de­re Klei- nig­kei­ten für die schnel­le Mahl­zeit und auch zum Mit­neh­men. Aber wer nach hin­ten durch­geht, staunt über den gro­ßen, durch ei­ne Wand in zwei Hälf­ten ge­teil­ten Spei­se­saal mit sehr ho­hen De­cken und vie­len ver­schie­de­nen Lam­pen. Die grü­nen Samt­so­fas er­in­nern ein we­nig an Wag­gon-Sitz­bän­ke, be­que­me Bam­bus­stüh­le la­den eben­falls zum sich Nie­der­las­sen ein, und an den Wän­den sind zahl­rei­che Hin­gu­cker-De­tails zu ent­de­cken, wie et­wa gro­ße Spie­gel und klei­ne Kä­fi­ge mit De­ko-Vö­geln da­rin. In der teils of­fe­nen Küche be­rei­tet der jun­ge Koch Na­cho Amo­res, der von kei­ner Ge­rin­ge­ren als Mar­ga Coll (Mice­li und Ar­rels, sie­he News und In­sel­mit­te) emp­foh­len wur­de, ein­fa­che Spei­sen zu, die je­den Tag gut schme­cken. Ne­ben Piz­zas (sie­ben bis 14,50 Eu­ro), Bur­gern (auch ve­ge­ta­risch, 7,90 bis 9,50 Eu­ro), Frit­tier­tem (et­wa Cro­que­tas und Ca­la­ma­res, 3,90 bis 10,50 Eu­ro), Sa­la­ten (mit Qui­noa und Co., 8,50 bis 14,50 Eu­ro) und Eier­spei­sen (wie Rühr­ei mit Fo­ie, 6,50 bis 12,90 Eu­ro) wer­den auch herz­haf­te „Schwei­ne­rei­en“ge­bo­ten: un­ter an­de­rem Schwei­ne­ripp­chen oder Pi­ca­ta vom Black An­gus (15,90 Eu­ro) – so­wie na­tür­lich Früh­stück. La Pa­ra­da ist aber auch ei­ne Ver­mu­te­ria, und wer hier vor oder nach ei­nem Pal­ma-Bum­mel ei­nen Drink neh­men möch­te, ist eben­falls gold­rich­tig. Zur ty­pi­schen Ver­mut-Be­glei­tung gibt’s, wie sich das ge­hört, un­ter an­de­rem Gil­das und Kon­ser­venS­nacks (zwei bis 6,50 Eu­ro) so­wie köst­li­che Oli­ven, die in ei­nem klei­nen Weck­gläs­chen auf den Tisch kom­men (nach Mar­ga Colls Re­zept ein­ge­legt, 2,50 Eu­ro). Un­ser Lieb­lings-Wer­mut ist der mit Pa­lo ge­misch­te: El Mal­lor­quin heißt er, 3,50 Eu­ro kos­tet er. Ein Glas Ca­va Ar­tes­anal ist schon für zwei Eu­ro zu ha­ben. Und das Bes­te: La Pa­ra­da hat täg­lich bei­na­he rund um die Uhr ge­öff­net.

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