Frau Trump wird zum Pro­blem

Ar­bei­te­te sie il­le­gal in den USA?

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik - VON JENS SCHMITZ

Wa­shing­ton Soll­te Do­nald Trump die Prä­si­dent­schafts­wahl ver­lie­ren, ist es gut mög­lich, dass die Plei­ten der ver­gan­ge­nen Wo­che ein­mal als An­fang vom En­de ge­wer­tet wer­den. Nun geht es auch noch sei­ner Frau an den Kra­gen: Me­di­en­re­cher­chen le­gen na­he, dass sie nicht nur frü­her als be­haup­tet in die USA ein­ge­reist ist, son­dern wo­mög­lich auch noch oh­ne Ar­beits­vi­sum ihr Geld ver­dien­te – das ist Gift für die Null-To­le­ranz-Kam­pa­gne ih­res Gat­ten beim The­ma Ein­wan­de­rung.

Me­la­nia Trump be­müht sich um Scha­dens­be­gren­zung. „In den ver­gan­ge­nen Ta­gen gab es ei­ne Men­ge in­ak­ku­ra­ter Be­rich­te und Fehl­in­for­ma­tio­nen über mei­nen Auf­ent­halts­sta­tus im Jahr 1996“, twit­ter­te das Ex-Mo­del am Don­ners­tag. „Las­sen Sie mich klar­stel­len: Ich ha­be zu al­len Zei­ten in voll­stän­di­ger Über­ein­stim­mung mit den Ein­wan­de­rungs­ge­set­zen die­ses Lan­des ge­lebt.“Ex­per­ten sind al­ler­dings nicht so si­cher. Das Bou­le­vard­blatt New York Post hat­te in die­ser Wo­che ero­ti­sche Fo­tos von ihr ver­öf­fent­licht, die 1995 in New York für ein fran­zö­si­sches Ma­ga­zin ent­stan­den wa­ren. Die slo­we­nisch­stäm­mi­ge 46-Jäh­ri­ge hat bis­lang stets be­haup­tet, erst im Jahr 1996 in die Me­tro­po­le ge­kom­men zu sein. Ne­ben den Bil­dern be­stä­tigt ei­ne im Fe­bru­ar er­schie­ne­ne Bio­gra­fie die frü­he­re An­we­sen­heit, Zeu­gen stüt­zen die Darstel­lung. Das Pro­blem: Das Vi­sum, un­ter dem Me­la­nia da­mals ver­mut­lich reis­te, hät­te ihr gar kei­ne ge­werb­li­che Ar­beit er­laubt – die Fo­tos dürf­te es al­so nicht ge­ben.

Das The­ma wür­de we­ni­ger In­ter­es­se er­re­gen, wenn Me­la­ni­as Ehe­mann sich nicht ge­ra­de beim The­ma Ein­wan­de­rung als 100-pro­zen­ti­ger Law-and-Or­der-Mann prä­sen­tie­ren wür­de. Do­nald Trump hat ver­spro­chen, al­le il­le­gal ins Land ge­lang­ten Men­schen zu de­por­tie­ren – be­trifft das wo­mög­lich nun die ei­ge­ne Frau?

Es ist nicht das ers­te Mal, dass sei­ne Frau Trump in Schwie­rig­kei­ten bringt. Bei ih­rem Auf­tritt auf dem re­pu­bli­ka­ni­schen No­mi­nie­rungs­par­tei­tag hielt sie ei­ne Re­de, de­ren bes­te Pas­sa­gen sich als ge­klaut er­wie­sen – aus­ge­rech­net von Prä­si­den­ten­gat­tin Mi­chel­le Oba­ma. Au­ßer­dem ent­hüll­ten Jour­na­lis­ten, dass Me­la­nia nach ei­ner Stu­di­en­dau­er von ei­nem Jahr von der slo­we­ni­schen Hoch­schu­le ab­ge­gan­gen war, von der sie auf ih­rer Web­site be­haup­te­te, sie ha­be dort ei­nen Ab­schluss er­wor­ben. Die Home­page ist in­zwi­schen ab­ge­schal­tet.

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