Schieds­kom­mis­si­on soll bis Herbst re­for­miert wer­den

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU) will bis zum Herbst ei­ne Re­form der so­ge­nann­ten Lim­bach-Kom­mis­si­on auf den Weg brin­gen. Das Gre­mi­um, das in Streit­fäl­len um NS-Raub­kunst ein­ge­schal­tet wer­den kann, soll künf­tig trans­pa­ren­ter ar­bei­ten. Zu­dem ist vor­ge­se­hen, ein oder zwei Per­sön­lich­kei­ten des jü­di­schen Le­bens als Mit­glie­der zu be­ru­fen. Die Re­form geht auf For­de­run­gen von Op­fer­ver­bän­den zu­rück. Ei­ne Grup­pe von An­wäl­ten aus Deutsch­land, Ita­li­en und den USA hat­te in ei­nem of­fe­nen Brief kri­ti­siert, dem bis­he­ri­gen Ver­fah­ren man­ge­le es an Fair­ness, Trans­pa­renz und Ge­rech­tig­keit. Die neu­en Vor­schlä­ge se­hen vor, die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on nicht mehr auf Le­bens­zeit zu wäh­len, son­dern für ei­ne be­stimm­te Amts­zeit. Die Ge­schäfts­und Ar­beits­ord­nung soll im Netz ver­öf­fent­licht wer­den. Zu­dem wird Geld be­reit­ge­stellt, da­mit in Zwei­fels­fäl­len auch ex­ter­ne Gut­ach­ten in Auf­trag ge­ge­ben wer­den kön­nen. (dpa)

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