US-Star aus­ge­raubt

Pis­to­le an der Stirn

Mittelschwaebische Nachrichten - - Olympische Spiele 2016 -

Rio de Janei­ro US-Schwimm­star Ryan Loch­te und drei sei­ner Mann­schafts­kol­le­gen sind in Rio aus­ge­raubt wor­den. Das teil­te das Na­tio­na­le Olym­pi­sche Ko­mi­tee der USA mit. Al­le vier Ath­le­ten sei­en in Si­cher­heit. Loch­te, Gun­nar Bentz, Jack Con­ger und Jim­my Fei­gen hät­ten das Fran­zö­si­sche Haus am frü­hen Sonn­tag­mor­gen (Orts­zeit) ver­las­sen und sich ein Ta­xi Rich­tung Olym­pi­sches Dorf ge­nom­men, hieß es. „Das Ta­xi wur­de von Män­nern, die vor­ga­ben, be­waff­ne­te Po­li­zis­ten zu sein, ge­stoppt. Dann ha­ben sie von den Ath­le­ten Geld und per­sön­li­che Ge­gen­stän­de ver­langt.“

Die Si­cher­heit in Rio bleibt seit Be­ginn der Spie­le die größ­te Her­aus­for­de­rung für die Or­ga­ni­sa­to­ren. Loch­te schil­der­te beim USSen­der NBC den Über­fall so: Die Män­ner hät­ten ei­ne Po­li­zei­mar­ke ge­zeigt. „Und dann hol­ten sie ih­re Waf­fen raus und sag­ten den an­de­ren Schwim­mern, sie sol­len sich auf den Bo­den le­gen“, sag­te Loch­te. „Ich ha­be mich ge­wei­gert, wir hat­ten ja nichts Fal­sches ge­macht. Und dann zog ei­ner sei­ne Waf­fe, spann­te sie, setz­te sie mir an die Stirn und sag­te: „Run­ter.“Loch­te ha­be dann die Hän­de hoch­ge­nom­men. „Er nahm un­ser Geld, mei­ne Brief­ta­sche, er ließ mir mein Mo­bil­te­le­fon und mei­ne Ak­kre­di­tie­rung.“

Loch­te hat­te mit der 4 x 200 Me­ter Frei­stil Staf­fel der US-Män­ner Gold in Rio ge­wonn­nen. (dpa)

Ryan Loch­te

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