So­zi­al? Es war ein­mal…

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Vol­le Breit­sei­te ge­gen die SPD“(Po­li­tik) vom 24. Au­gust: Die Äu­ße­run­gen des Wirt­schafts­flü­gels der Uni­on las­sen tief bli­cken. Der Wirt­schaft in Deutsch­land geht es doch bes­tens, je­de Kri­se wur­de weg­ge­steckt, im Ge­gen­teil, fast al­len Spar­ten geht es bes­ser als je zu vor. Nur bei den Be­schäf­tig­ten kom­men die Ge­win­ne nicht an. Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich wird im­mer grö­ßer. Und wenn Po­li­ti­ker – gleich wel­cher Far­be – auch Zwei­fel an TTIP und Ce­ta ha­ben, so ist dies wohl­be­grün­det. Es wol­len eben nicht al­le, dass ame­ri­ka­ni­sche Ver­hält­nis­se nur noch der ein­zi­ge Maß­stab sind und das So­zia­le auf der Stre­cke bleibt. Wir wa­ren ein­mal ei­ne so­zia­le Markt­wirt­schaft. So­zi­al ist al­len­falls nur noch, dass im­mer mehr Men­schen So­zi­al­leis­tun­gen be­nö­ti­gen, da ihr hart ver­dien­tes Geld nicht mehr aus­reicht. Und was die Ener­gie­wen­de an­geht: Da­für hat bis­lang nur der „klei­ne“Mann be­zahlt, die In­dus­trie wur­de ja groß­zü­gig mit Ab­ga­ben­be­frei­ung be­schenkt. Hier hört man dann nicht, dass der Markt dies ei­gent­lich re­geln müss­te, dann ruft man doch gern nach dem Staat. Die Not­wen­dig­keit zur Um­stel­lung auf er­neu­er­ba­re Ener­gi­en ist und bleibt je­doch die Zu­kunfts­auf­ga­be schlecht­hin. Heinz Barth, Augs­burg

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