SPD hat Stim­men ge­won­nen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Eben­falls da­zu und zur Be­richt­er­stat­tung und Ta­bel­len zur Wahl in Meck­len­burg-Vor­pom­mern: Nein, es war nicht Wins­ton Chur­chill, ein klu­ger Staats­mann, so­gar 1953 Li­te­ra­tur-No­bel­preis­trä­ger!, der einst sag­te: „Ich glau­be nur der Sta­tis­tik, die ich selbst ge­fälscht ha­be.“Trotz­dem ist et­was dran.

Zum Bei­spiel: Die SPD hat jetzt in Meck-Pomm tat­säch­lich 6000 Stim­men mehr be­kom­men als bei der Land­tags­wahl 2011. In Pro­zen­ten je­doch 5 % we­ni­ger als da­mals. So wird aus ei­nem Sieg mit ei­nem Plus an Stim­men ei­ne Nie­der­la­ge in Pro­zen­ten.

Wie das kommt? Nun, es ha­ben 125 000 (= 10 %) mehr Wäh­ler ih­re Stim­me ab­ge­ge­ben als vor fünf Jah­ren. Wenn von de­nen, 6000 weg, 119 000 als bis­he­ri­ge Wahl­ver­wei­ge­rer für die AfD ge­stimmt ha­ben, die ins­ge­samt 167 000 Vo­ten er­hal­ten hat, müs­sen „nur noch“48 000 Wech­sel­wäh­ler bzw. „Wahl­wan­de­rer“iden­ti­fi­ziert wer­den. Wenn ich jetzt noch die Wah­l­er­geb­nis­se der CDU (181 000 – 153 000 = 28 000) und der NPD (39 000 – 24 000 = 15 000) ver­glei­che und ad­die­re, kom­men schon 43 000 zu­sam­men. Dann feh­len nur noch 5000 zur „gan­zen Wahr­heit“. Klingt ein­fach, ist es auch. Ja, sehr ver­ein­facht, aber so sind schnel­le Sta­tis­ti­ken nun ein­mal. Ler­ne: Nur wer hin­ter­fragt, er­fährt mehr. Bernd Wieg­mann, Lau­in­gen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.