Deutsch­land ver­neigt sich vor ei­nem gro­ßen Staats­mann

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik -

Wenn Ab­schied ge­nom­men wird von ei­nem Men­schen, der mit 97 Jah­ren ge­stor­ben ist, dann ist das wie ei­ne Zei­t­rei­se. Beim Staats­akt für Wal­ter Scheel, den frü­he­ren Bun­des­prä­si­den­ten, Au­ßen­mi­nis­ter und FDP-Vor­sit­zen­den, wer­den Er­in­ne­run­gen wach an die al­te Bon­ner Re­pu­blik, die oh­ne Scheel nicht ge­we­sen wä­re, was sie war. Und an ei­nen Po­li­ti­ker, der im­mer noch Vor­bild sein kann in die­sen Zei­ten der Ve­r­un­si­che­rung. Der am­tie­ren­de Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck wür­dig­te sei­nen Vor­gän­ger als „Glücks­fall für un­ser Land“. An der Trau­er­fei­er in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie nah­men auch Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel so­wie zwei wei­te­re frü­he­re Prä­si­den­ten teil: Horst Köh­ler und Chris­ti­an Wul­ff. Und am En­de wur­de noch ein­mal das Lied an­ge­stimmt, mit dem Scheel zum „sin­gen­den Prä­si­den­ten“wur­de: „Hoch auf dem gel­ben Wa­gen.“

Fo­to: Rai­ner Jen­sen, dpa

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