FC Bay­ern ma­kel­los

Die Hoff­nun­gen der Kon­kur­renz auf ei­ne Fin­dungs­pha­se un­ter dem neu­en Trai­ner An­ce­lot­ti ha­ben sich nicht er­füllt. Am Di­ens­tag kommt Ros­tow zum Cham­pi­ons-Le­ague-Start

Mittelschwaebische Nachrichten - - Sport -

Gelsenkirchen Eu­ro­pa, wir kom­men! Vor dem Start in die Cham­pi­ons Le­ague strotzt der FC Bay­ern Mün­chen vor Selbst­ver­trau­en. Be­flü­gelt durch den ma­kel­lo­sen Sai­son­start mit vier Sie­gen in vier Pflicht­spie­len und 15:0 To­ren sieht der Bran­chen­pri­mus des neu­en Trai­ners Car­lo An­ce­lot­ti dem Grup­pen­auf­takt am Di­ens­tag (20.45 Uhr) ge­gen FK Ros­tow zu­ver­sicht­lich ent­ge­gen. Das schwer er­kämpf­te 2:0 (0:0) über den FC Schal­ke 04 am Frei­tag deu­te­te Ka­pi­tän Phil­ipp Lahm als Mut­ma­cher. „Das wa­ren ganz wich­ti­ge drei Punk­te. Ein Zei­chen, dass wir nicht nach­las­sen.“

Die Hoff­nun­gen der Li­ga-Kon­kur­renz, dass die Münch­ner nach dem Trai­ner­wech­sel von Pep Guar­dio­la auf An­ce­lot­ti ei­ne län­ge­re Fin­dungs­pha­se be­nö­ti­gen, ha­ben sich nicht er­füllt. Nach vier Sie­gen in den ers­ten vier Pflicht­spie­len im Su­per­cup, DFB-Po­kal und in der Bun­des­li­ga scheint es, als kön­ne der FC Bay­ern die Do­mi­nanz der ver­gan­ge­nen Jah­re wei­ter ze­men­tie­ren.

Im Du­ell da­heim ge­gen die Rus­sen soll der po­si­ti­ve Trend an­hal­ten. Dass der Geg­ner als gro­ßer Au­ßen­sei­ter ein­ge­schätzt wird, ver­lei­tet die Bay­ern nach Ein­schät­zung von Lahm nicht zu Leicht­sinn: „Es kommt ei­ne Mann­schaft auf uns zu, die kei­nem so rich­tig be­kannt ist. Doch da gilt es, so­fort da zu sein und drei Punk­te ein­zu­fah­ren.“Bei ei­nem wei­te­ren Sieg könn­te An­ce­lot­ti der ers­te Bay­ern-Coach seit Ott­mar Hitz­feld sein, der mit fünf Er­fol­gen in das Trai­ner­amt beim Re­kord­meis­ter star­tet. Ob­wohl sein Team auf Schal­ke zwi­schen­zeit­lich ge­hö­rig ins Wan­ken ge­riet, wirk­te der Ita­lie­ner zu­frie­den: „Es war ein schö­nes, in­ten­si­ves Spiel von bei­den Sei­ten. Schal­ke war in der ers­ten Halb­zeit bes­ser, wir in der zwei­ten.“

Ähn­lich wie beim schwie­ri­gen 2:0 im Su­per­cup bei Bo­rus­sia Dort­mund be­wies der Ti­tel­ver­tei­di­ger auch in Gelsenkirchen trotz zwi­schen­zeit­li­cher Pro­ble­me ei­nen lan­gen Atem und schlug im ent­schei­den­den Mo­ment eis­kalt zu. Das be­reits vier­te Bun­des­li­ga­tor von Ro­bert Le­wan­dow­ski in der 81. Mi­nu­te brach die Ge­gen­wehr der kampf­star­ken Schal­ker.

Jos­hua Kim­mich (90.+2) sorg­te mit sei­nem Tref­fer zum 2:0 end­gül­tig für kla­re Ver­hält­nis­se. Der gu­te Lauf von Kim­mich pass­te ins Bild der do­mi­nan­ten Bay­ern. Nur fünf Ta­ge nach sei­nem ers­ten Tor­er­folg für die DFB-Elf in der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on in Nor­we­gen ge­lang dem 21-Jäh­ri­gen auch sein ers­ter Bun­des­li­ga­tref­fer.

Bei al­ler Eu­pho­rie warn­te der erst 20 Mi­nu­ten vor dem Schluss­pfiff für den De­bü­tan­ten Re­na­to San­ches ein­ge­wech­sel­te Jung­star je­doch da­vor, an ei­nen neu­er­li­chen Al­lein­gang der Münch­ner zu glau­ben. Mah­nend ver­wies er auf die en­ge ers­te Halb­zeit ge­gen Schal­ke: „Wir wuss­ten auch schon vor­her, dass wir nicht un­an­tast­bar sind.“Ähn­lich zu­rück­hal­tend be­wer­te­te Lahm den im­po­san­ten Sai­son­auf­takt. „Wir müs­sen uns wei­ter ver­bes­sern, am bes­ten schon am Di­ens­tag.“(dpa) To­re Zu­schau­er

Fo­to: dpa

Die nächs­te Kim­mich-Pre­mie­re: Fünf Ta­ge nach sei­nem ers­ten Tor­er­folg im Tri­kot der Na­tio­nal­mann­schaft traf der Ver­tei­di­ger des FC Bay­ern auch ers­te­mals in der Bun­des­li­ga. Für sein Tor zum 2:0 ge­gen Schal­ke herz­te ihn Kol­le­ge Ra­fin­ha.

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