Mann und Frau ver­bren­nen in Au­to­wrack

Hor­ror-Un­fall bei Mindelheim schockt die Ret­ter. Op­fer noch nicht iden­ti­fi­ziert

Mittelschwaebische Nachrichten - - Bayern - VON JO­HANN STOLL

Mindelheim Ein Hor­ror-Un­fall hat sich ges­tern bei Mindelheim auf der Au­to­bahn er­eig­net. Zwei Men­schen sind bei dem schwe­ren Ver­kehrs­un­fall am Mor­gen in ih­rem Fahr­zeug ver­brannt. Ge­gen 6.15 Uhr war ein 37-Jäh­ri­ger mit sei­nem Wa­gen auf der A96 kurz nach der An­schluss­stel­le Mindelheim in Rich­tung Lin­dau in das lang­sa­mer fah­ren­de Au­to hin­ein­ge­rast, das auf der rech­ten Spur un­ter­wegs war. Da­durch ge­rie­ten bei­de Fahr­zeu­ge ins Schleu­dern. Das vor­aus­fah­ren­de Au­to fing so­fort Feu­er.

Bei­de Au­tos dreh­ten sich und ka­men auf der Über­hol­spur zum Ste­hen. Erst­hel­fer ver­such­ten zwar noch, die Flam­men zu lö­schen. Für die bei­den In­sas­sen – ei­ne Frau und ein Mann – kam je­de Hil­fe zu spät. Der Fah­rer des nach­fol­gen­den Wa­gens er­litt leich­te­re Ver­let­zun­gen und wur­de ins Kreis­kli­ni­kum Mindelheim ge­bracht. Der Mann stammt aus dem Land­kreis Un­ter­all­gäu. Nä­he­re An­ga­ben mach­te die Po­li­zei nicht.

Die Feu­er­wehr Mindelheim und um­lie­gen­de Weh­ren wa­ren mit meh­re­ren Fahr­zeu­gen vor Ort. Sie lösch­ten den bren­nen­den Pkw, der völ­lig de­mo­liert war. Wer die bei­den Op­fer sind, konn­te die Po­li­zei ges­tern nicht mehr ab­schlie­ßend klä­ren. Ein Spre­cher des Po­li­zei­prä­si­di­ums Schwa­ben Süd/West in Kemp­ten sag­te, die Iden­ti­fi­zie­rung ge­stal­te sich sehr schwie­rig. Das Au­to war im Land­kreis Un­ter­all­gäu zu­ge­las­sen und trug ein Min­del­hei­mer Kenn­zei­chen.

„Wir ha­ben das Kenn­zei­chen und wir ha­ben ei­ne Ver­mu­tung, wer die Op­fer sind“, sag­te der Spre­cher. Die Au­to­bahn muss­te über St­un­den ge­sperrt wer­den. Zu­nächst hieß es, die Sper­re kön­ne um 11 Uhr auf­ge­ho­ben wer­den. We­gen der kom­pli­zier­ten Ber­gung und der Un­ter­su­chung des Un­fall­her­gangs konn­te der Ver­kehr erst wie­der nach 12.30 Uhr un­ge­stört über die Au­to­bahn rol­len. Die Über­hol­spur blieb auch da­nach noch ge­sperrt. Durch den Brand des Wa­gens war der As­phalt in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wor­den. Des­halb muss­te die Fahr­bahn an der Un­fall­stel­le ab­ge­fräst wer­den.

Der ge­sam­te Ver­kehr in Rich­tung Lin­dau mit tau­sen­den von Last­wa­gen quäl­te sich über St­un­den durch die Kreis­stadt Mindelheim hin­auf über die Min­del­burg wie zu Zei­ten, als es die Au­to­bahn noch nicht gab.

Die Po­li­zei zog ei­nen Gut­ach­ter hin­zu, um den ge­nau­en Un­fall­her­gang zu re­kon­stru­ie­ren. Un­klar ist, ob der vor­aus­fah­ren­de Wa­gen erst an der An­schluss­stel­le Mindelheim auf die Au­to­bahn ein­ge­fah­ren war oder ob er schon län­ge­re Zeit auf der Au­to­bahn un­ter­wegs war.

Der leicht ver­letz­te 37-Jäh­ri­ge konn­te ges­tern noch nicht von der Po­li­zei ver­nom­men wer­den, sag­te der Spre­cher. Mit wel­cher Ge­schwin­dig­keit der Mann un­ter­wegs und wie schnell das vor­aus­fah­ren­de Au­to war, soll der Gut­ach­ter klä­ren.

Foto: Pöp­pel

Je­de Hil­fe kam für die zwei In­sas­sen die­ses Au­tos zu spät. Der Wa­gen war ges­tern bei ei­nem Auf­fahr­un­fall auf der A96 bei Mindelheim aus­ge­brannt.

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