Bay­ern oder Deut­sche

Als was füh­len sich die Bür­ger? Ei­ne Stu­die prä­sen­tiert Ant­wor­ten

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite -

Nürn­berg Ha­ben Sie sich schon mal ge­fragt, als was Sie sich am meis­ten füh­len? Als Eu­ro­pä­er, Deut­scher, Bay­er, Schwa­be, Ober­bay­er, All­gäu­er? Oder hängt Ihr Herz in die­ser Fra­ge am meis­ten an Ih­rem Ge­burts­o­der Wohn­ort? Oder ist Ih­nen das Gan­ze sch­licht egal? Das For­schungs­in­sti­tut YouGov woll­te es wis­sen und hat über 2000 Bun­des­bür­ger in ganz Deutsch­land be­fragt. Die Bay­ern leg­ten da­bei un­ter al­len Bun­des­län­dern die stärks­te Hei­mat­ver­bun­den­heit an den Tag.

Ein Vier­tel der Er­wach­se­nen im Frei­staat fühlt sich in ers­ter Li­nie als „Bay­er“, nur 17 Pro­zent füh­len sich pri­mär als „Deut­sche“. Vie­le Men­schen in Bay­ern ge­ben aber ih­rer Stadt (16 Pro­zent) oder ih­rer Re­gi­on (14 Pro­zent) den Vor­rang – sie füh­len sich al­so bei­spiels­wei­se pri­mär als „Münch­ner“oder als „All­gäu­er“. Doch nicht we­ni­ge Bay­ern ti­cken kos­mo­po­li­ti­scher: Zehn Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, sie fühl­ten sich in ers­ter Li­nie als „Eu­ro­pä­er“und neun Pro­zent se­hen sich vor al­lem als „Welt­bür­ger“.

Mehr als die Hälf­te der Bay­ern ver­bin­det mit „Deutsch­sein“üb­ri­gens et­was Po­si­ti­ves, knapp ein Vier­tel et­was Neu­tra­les und knapp zehn Pro­zent et­was Ne­ga­ti­ves. Ins­ge­samt sind die Bay­ern da­mit et­was kri­ti­scher ge­gen­über dem Deutsch­sein ein­ge­stellt als der Rest der Re­pu­blik. Doch auch bun­des­weit fühlt sich nur et­wa ein Drit­tel in ers­ter Li­nie als „Deut­scher“, für die Mehr­heit stif­ten Re­gi­on und Bun­des­land mehr Iden­ti­tät. (dpa, AZ)

Fo­to: dpa-Ar­chiv

Die Bay­ern ste­chen mit ih­rer Hei­mat­ver­bun­den­heit her­aus.

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