Rau­chen bis zum En­de

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Ta­bak­in­dus­trie: Trotz Schock­fo­tos sta­bi­ler Um­satz“(Wirtschaft) vom 17. Sep­tem­ber: Mit de­mons­tra­ti­ver Ge­las­sen­heit ver­sucht die deut­sche Ta­bak­bran­che über die Wirk­sam­keit der Schock­bil­der hin­weg­zu­täu­schen. Dass der Um­satz z. Zt. noch sta­bil ist, liegt dar­an, dass die Rau­cher nicht selbst­be­stimmt ent­schei­den kön­nen, Ta­bak­pro­duk­te zu kau­fen. Weil sie süch­tig sind und des­halb fest am Ha­ken der Ni­kotin­dro­gen­in­dus­trie hän­gen, müs­sen sie täg­lich ih­re Ra­tio­nen kau­fen. Da kön­nen die Schach­teln aus­se­hen, wie sie wol­len. Die treue ab­hän­gi­ge Kund­schaft wird rau­chen bis zum bit­te­ren En­de. Selbst Lun­gen­krebs und Rau­cher­bein schockt sie nicht. Erst die Zu­kunft wird zei­gen, dass es durch Image­ver­lus­te und dank der Bil­der schwie­ri­ger wer­den wird, un­se­re Kin­der in die Ta­bak­to­des­fal­le zu lo­cken. Das wis­sen auch die Ta­bak­bos­se. Ul­rich Kro­ner, Vöh­rin­gen

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