Die Kö­nigs­blau­en tref­fen im U Bahn Takt

Der SC Ichen­hau­sen fei­ert ei­nen gran­dio­sen Sieg ge­gen den Auf­stei­ger TV Bad Grö­nen­bach. Die An­fangs­pha­se bie­tet nur brot­lo­se Kunst, doch fünf Tref­fer in­ner­halb von 17 Mi­nu­ten ver­zü­cken die Fans

Mittelschwaebische Nachrichten - - Sport Aus Der Region - VON JAN KU­BI­CA

Ichen­hau­sen In ei­nen re­kord­ver­däch­ti­gen Tor­rausch ma­nö­vriert ha­ben sich ges­tern die Lan­des­li­gaFuß­bal­ler des SC Ichen­hau­sen. Das Heim­spiel ge­gen den ab­so­lut macht­lo­sen Auf­stei­ger TV Bad Grö­nen­bach ge­wan­nen die Kö­nigs­blau­en 6:0 (5:0). In Ver­zü­ckung ver­setz­ten die Gast­ge­ber ih­re Fans un­ter den 250 Au­gen­zeu­gen in der kur­zen Span­ne der Zeit zwi­schen der 27. und 44. Mi­nu­te: Im U-Bahn-Takt lan­de­te die Ku­gel hier im Netz der Gäs­te; fünf blitz­sau­be­re Tref­fer ent­schie­den die Par­tie vor­zei­tig.

Da­bei hat­te die An­fangs­pha­se – wie öf­ter, wenn die Mann­schaft von Trai­ner Oli­ver Schmid auf dem Ra­sen steht – nur brot­lo­se Kunst ge­bo­ten. Zwar ga­ben die Gast­ge­ber vom An­stoß weg Rich­tung und Tem­po der Par­tie vor und er­ar­bei­te­ten sich auch ers­te Ge­le­gen­hei­ten, doch ein Tor woll­te zu­nächst nicht fal­len. Be­reits in der al­ler­ers­ten Spiel­mi­nu­te hät­te Jo­han­nes Wie­de­mann tref­fen kön­nen, doch sein Ver­such aus acht Me­tern ging drü­ber. Dann glänz­te der Grö­nen­ba­cher Schluss­mann Mar­tin Jeck­le zwei­mal: Erst pa­rier­te er ei­nen Kopf­ball von Ste­fan Stroh­ho­fer (6.), dann fisch­te er sich den Ball, nach­dem Daniel De­wein ge­schos­sen hat­te (14.). Kurz da­nach plat­zier­te Stroh­ho­fer den Ball aus spit­zem Win­kel an den Au­ßen­pfos­ten.

Ur­plötz­lich lief’s dann wie am Schnür­chen für die Ichen­hau­ser.

27. Mi­nu­te: Nach ei­nem Kon­ter über Bernd Gün­ther und Ja­nick Reitz mach­te Daniel De­wein mit ei­nem Kopf­ball das 1:0. Mi­nu­te: Der­sel­be Spie­ler er­ziel­te auch das schöns­te Tor die­ses un­ter­halt­sa­men Nach­mit­tags. De­wein star­te­te ei­nen un­wi­der­steh­li31. chen Al­lein­gang, ließ drei Mann ste­hen und voll­ende­te sou­ve­rän.

35. Mi­nu­te: Jetzt war Bernd Gün­ther dran. Buch­stäb­lich mit links traf er aus 16 Me­tern flach ins Eck.

41. Mi­nu­te: Wun­der­bar frei­ge­speilt tauch­te er­neut Gün­ther vor Jeck­le auf und lupf­te das Spiel­ge­rät ge­konnt über den Schluss­mann hin­weg ins Netz.

44. Mi­nu­te: Bei sei­nem ers­ten Ein­satz in der An­fangs­for­ma­ti­on der Kö­nigs­blau­en be­lohn­te sich Ma­xi­mi­li­an Ocker für sei­ne über­zeu­gen­de Vor­stel­lung mit dem Kopf­ball­Tref­fer zum Halb­zeit­stand.

Na­tür­lich nah­men die Ein­hei­mi­schen mit Be­ginn der zwei­ten Halb­zeit gleich ei­ni­ge Gän­ge raus. Trotz­dem be­sa­ßen sie wei­ter­hin Spiel­kon­trol­le – und sie hät­ten durch­aus auch noch mehr To­re er­zie­len kön­nen als das 6:0, das Wie­de­mann glück­te, weil er im Du­ell mit Jeck­le schnel­ler an den Ball kam und ihn über die Li­nie spit­zel­te (61.). Chris­toph Schil­ler zum Bei­spiel tes­te­te wuch­tig den Qu­er­bal­ken (80.).

Auf der an­de­ren Sei­te des Spiel­fel­des ver­hin­der­te Alu­mi­ni­um den Eh­ren­tref­fer der Bad Grö­nen­ba­cher: De­nis Was­ser­mann knall­te die Ku­gel mit al­lem an­ge­stau­ten Frust ans Lat­ten­kreuz (81.). SC Ichen­hau­sen

Foto: Ernst May­er

Ei­ne Sze­ne, die fürs gan­ze Spiel steht: Der Ichen­hau­ser Jo­han­nes Wie­de­mann will den Ball un­be­dingt ha­ben – und be­kommt ihn im Du­ell mit dem zu Bo­den ge­hen­den Bad Grö­nen­ba­cher Da­vid Flack auch.

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