Pro­ble­me in der Nacht

Se­bas­ti­an Vet­tel kommt im Trai­ning nicht über Platz elf hin­aus. Sin­ga­pur bleibt vier wei­te­re Jah­re im Renn-Ka­len­der

Neu-Ulmer Zeitung - - Sport -

Se­bas­ti­an Vet­tel darf sich auch in den nächs­ten Jah­ren auf den For­mel-1-Neu­zeit­klas­si­ker in Sin­ga­pur freu­en. Der Ver­trag für das Nach­tren­nen mit spek­ta­ku­lä­ren Bil­dern des er­leuch­te­ten Ma­ri­na Bay Street Cir­cuit und ei­nem Rah­men­pro­gramm mit Stars von Aria­na Gran­de bis Se­al wur­de pas­send zum zehn­jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um um vier Jah­re bis 2021 ver­län­gert. Am Frei­tag noch vor dem ers­ten Frei­en Trai­ning ga­ben der ame­ri­ka­ni­sche For­mel-1-Chef Cha­se Ca­rey und die Stre­cken­ver­ant­wort­li­chen den neu­en Ver­trag be­kannt. „Das ers­te Nach­tren­nen in die­sem Sport ist ei­nes der pa­ckends­ten Events im ge­sam­ten Jahr“, sag­te Ca­rey und lob­te den Grand Prix vor der Hoch­hausKu­lis­se des Stadt­staa­tes als „Tor nach Asi­en“und „iko­ni­sches Ren­nen welt­weit“.

Kein Wun­der, kaum ein Grand Prix dürf­te so nach dem Ge­schmack der neu­en US-Be­sit­zer sein wie der in Sin­ga­pur: ein Renn­wo­chen­en­de mit­ten in der Ci­ty, Mu­sik­stars von Welt­for­mat, Par­ty, gu­te Lau­ne und Ac­tion auf der Stre­cke. Das Ren­nen ha­be ei­nen si­gni­fi­kan­ten Bei­trag zur Wirt­schaft Sin­ga­purs ge­bracht, be­ton­te der Han­dels- und In­dus­trie- mi­nis­ter des Lan­des, S. Is­wa­ran. Seit der Pre­mie­re 2008 sol­len über 450000 Tou­ris­ten zu­sätz­lich nach Sin­ga­pur ge­reist sein und für Ein­nah­men von um­ge­rech­net et­wa 870 Mil­lio­nen Eu­ro ge­sorgt ha­ben. Die Kos­ten für das Ren­nen sol­len sich zu­nächst auf um­ge­rech­net 93 Mil­lio­nen Eu­ro be­lau­fen ha­ben. Laut Is­wa­ran, der die­se Zahl nicht be­stä­tig­te, san­ken die Aus­ga­ben aber je­den­falls um rund 9,3 Mil­lio­nen Eu­ro. 60 Pro­zent über­nimmt die Re­gie­rung, den Rest zah­len die Or­ga­ni­sa­to­ren des Grand Prix.

Mit ei­nem Skan­dal ver­bun­den ist die Pre­mie­re, als Nel­son Pi­quet Ju­ni­or auf Ge­heiß sei­ner Team­lei­tung um Fla­vio Bria­to­re ei­nen Un­fall ver­ur­sach­te. Sein da­ma­li­ger Re­naul­tTeam­kol­le­ge Fer­nan­do Alon­so nutz­te dies und ge­wann den ers­ten Gro­ßen Preis von Sin­ga­pur. Re­kord­sie­ger ist auf dem gut fünf Ki­lo­me­ter lan­gen en­gen Kurs mit 23 Kur­ven aber Vier­fach-Welt­meis­ter Vet­tel. Er ge­wann 2011, 2012 und 2013 im Red Bull so­wie 2015 im Fer­ra­ri an der Ma­ri­na Bay. An die­sem Sonn­tag (Start: 14 Uhr, li­ve in RTL und Sky) geht Vet­tel, als Top­Fa­vo­rit an den Start. Doch ges­tern lief ei­ni­ges schief für den Hep­pen- hei­mer. Ei­ne leich­te Be­rüh­rung mit der Stre­cken­be­gren­zung brems­te den Fer­ra­ri-Pi­lo­ten zu­nächst auf dem Weg zu ei­ner schnel­len Run­de. Letzt­lich kam er im zwei­ten frei­en Trai­ning nicht über den elf­ten Platz hin­aus mit 2,252 Se­kun­den Rück­stand auf Rang eins. Die Ta­ges­best­zeit stell­te Da­ni­el Ric­ci­ar­do vor sei­nem Red-Bull-Team­kol­le­gen Max Ver­stap­pen auf. ● Die Tren­nung des For­mel-1-Teams McLa­ren von Mo­to­ren­lie­fe­rant Hon­da nach die­ser Sai­son ist be­schlos­se­ne Sa­che. Bei­de Sei­ten be­stä­tig­ten das En­de der er­folg­lo­sen Zu­sam­men­ar­beit am Frei­tag, nach­dem Hon­da zur Sai­son 2015 als An­triebs­part­ner zu dem bri­ti­schen Tra­di­ti­ons­team zu­rück­ge­kehrt war. McLa­ren be­zieht sei­ne Mo­to­ren künf­tig von Re­nault. Das Red-Bul­lSchwes­ter­team wird im nächs­ten Jahr von Hon­da mit Trieb­wer­ken aus­ge­stat­tet. ● Der zu­rück­ge­tre­te­ne Welt­meis­ter Ni­co Ros­berg ge­hört künf­tig zum Be­ra­ter-Team des Renn­fah­rers Ro­bert Ku­bi­ca. Es wird spe­ku­liert, dass Ku­bi­ca ein Kan­di­dat für Wil­li­ams sein könn­te. I

Fo­to: Wong, dpa

Der Ritt durch die Nacht an der Ma­ri­na Bay bleibt min­des­tens bis 2021 im For­mel 1 Ka­len­der.

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