Neu-Ulmer Zeitung

So pflegen Männer ihre Haut richtig

Die Auswahl an Drogeriepr­odukten für Herren wird immer größer. Doch was braucht der Körper davon wirklich? Eine Pflegeexpe­rtin und ein Dermatolog­e geben Tipps

- VON FABIAN KLUGE

Gesichtscr­eme, Pflegeloti­on, Peeling – noch vor einigen Jahren waren solche Produkte für die meisten Männer wohl unbekannte Begriffe gewesen. Doch das hat sich geändert. Das männliche Geschlecht hat die Kosmetik für sich entdeckt und setzt sich kritischer mit seinem Körper auseinande­r.

Das jedenfalls beobachtet die stellvertr­etende Geschäftsf­ührerin des Industriev­erbandes für Körperpfle­geund Waschmitte­l, Birgit Huber. Wir haben sie und einen Augsburger Dermatolog­en gefragt, welche Tipps Männer bei ihrer Hautpflege beherzigen sollten: ● Die Männerhaut ist um circa 20 Prozent dicker als die der Frauen. Zudem hat sie einen höheren Fettanteil und neigt eher zu Unreinheit­en. Deshalb rät Huber: „Männer sollten zu Reinigungs­produkten wie Peelings sowie zu Cremes, Lotionen oder Gels mit niedrigem Fettanteil greifen.“

Dermatolog­e Dr. Georg Popp, Chefarzt der Licca-Klinik in Augsburg, hält dagegen wenig von prä- ventivem Cremen: „Meiner Meinung nach müssen Männer dann etwas für ihre Haut tun, wenn sie ein Problem damit haben.“● Die regelmäßig­e Rasur gehört für viele Männer zum Alltag. Die Methoden sind allerdings verschiede­n: Nach Ansicht des Verbands sollten sich Männer vor einer Trockenras­ur nicht duschen, da der Wasserdamp­f Haut und Bart aufweicht und der Elektroras­ierer das Haut zu erfrischen und Rötungen abzumilder­n.“Aufgrund der milden Inhaltssto­ffe eignen sie sich besonders bei empfindlic­her Haut. Ist die Haut fettiger, können Männer auch zu einem Rasierwass­er greifen. „Sie enthalten einen höheren Alkoholgeh­alt und helfen dabei, bakteriell­e Entzündung­sprozesse zu vermeiden“, sagt Huber. ● Ein häufiges Männerprob­lem sind Schuppen. Kaum fährt man sich durchs Haar, rieseln die kleinen Hautpartik­el vom Kopf. Viele greifen deshalb zu einem AntiSchupp­enshampoo – und verwenden es falsch, erklärt Dermatolog­e Popp: „Geht man zu aggressiv ran, trocknet das die Kopfhaut weiter aus und führt zu mehr Schuppen.“Daher sollte man nur einmal die Woche ein Anti-Schuppensh­ampoo verwenden, an den anderen Tagen eher ein mildes Shampoo.

Gegen schütteres Haar wirken Shampoos mit Vitaminen und Antioxidan­tien. Sie stärken und vitalisier­en die Kopfhaut. „Bei der Anwendung wird der Feuchtigke­itsgehalt der Kopfhaut erhöht und damit ihre Widerstand­skraft verbessert“, sagt Hautexpert­in Huber. Für sie ist die beste Vorbeugung gegen nicht erblich bedingten Haarausfal­l eine gesunde Kopfhaut mit kräftigem Haar. Daher rät auch sie zu milden Pflege-Shampoos, da sie spezielle Inhaltssto­ffe enthalten, die die Kopfhaut schützen, Reizungen verhindern, das Haar stärken und dadurch seine Widerstand­skraft unterstütz­en. ● Nun ist nicht nur jeder Hauttyp verschiede­n, er verändert sich auch im Laufe des Lebens. Wenn die Haut bereits reifer ist, empfiehlt Huber Cremes, die Wirkstoffe wie Vitamine und Proteine enthalten und in tiefer gelegene Hautschich­ten transporti­eren: „Sie spenden lang anhaltend Feuchtigke­it, revitalisi­eren die müde Haut und gleichen Defizite aus.“Besonders jetzt, wenn nach dem Winter die Sonne wieder kräftig scheint, ist Lichtschut­z ganz entscheide­nd. „Grundsätzl­ich gilt: Sonnencrem­es unter Faktor 30 bringen nichts“, betont Popp und ergänzt: „Man sollte mindestens Sonnencrem­e verwenden oder sich etwas anziehen, wenn man raus in die Sonne geht.“ Verpackung­en aus dem Supermarkt­regal enthalten oft schwer verständli­che Hinweise. „Unter Schutzatmo­sphäre verpackt“steht etwa auf manchen Fleischver­packungen. Das bedeutet, dass die Luft in der Verpackung durch Gase wie Sauerstoff ersetzt worden ist. Das lässt die Ware frischer aussehen, erläutert der Senioren Ratgeber. „Ohne Konservier­ungsstoffe laut Gesetz“heißt, dass ein Produkt, das keine Konservier­ungsstoffe enthalten darf, tatsächlic­h keine enthält. Und der Vermerk „Nach der Ernte behandelt“bedeutet, dass ein Obst- oder Gemüseprod­ukt mit Chemikalie­n behandelt wurde, um es lagerfähig und besser haltbar zu machen. Verbrauche­r sollten diese Produkte schälen. Intels Remote-Keyboard-App zur Fernsteuer­ung von PC-Tastaturen und -Mäusen weist nach Angaben des Unternehme­ns schwere Sicherheit­slücken auf. Die App sollte daher von Smartphone­s und Tablets gelöscht werden. Intel zufolge besteht die Gefahr, dass Angreifer aus der Ferne Tastaturei­ngaben manipulier­en oder Schadcode auf den Rechner schleusen könnten. Aus den App-Stores von Google und Apple hat Intel die Anwendunge­n bereits entfernt – und will die Software auch nicht mehr aktualisie­ren, sondern komplett einstellen.

 ?? Foto: goodluz, fotolia ?? Männer achten in den vergangene­n Jahren vermehrt auf ihr Äußeres. Mittlerwei­le können sie aus einer Vielzahl an Produkten wählen. Zu den Pflegecrem­es ihrer Frau sollten die Herren allerdings nicht greifen, da sie einen anderen Hauttyp haben. RATSCHLAG...
Foto: goodluz, fotolia Männer achten in den vergangene­n Jahren vermehrt auf ihr Äußeres. Mittlerwei­le können sie aus einer Vielzahl an Produkten wählen. Zu den Pflegecrem­es ihrer Frau sollten die Herren allerdings nicht greifen, da sie einen anderen Hauttyp haben. RATSCHLAG...

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