Staat muss nicht je­de Mie­te für Hartz Emp­fän­ger zah­len

Neuburger Rundschau - - Politik -

Die Re­ge­lung, dass der Staat die Über­nah­me der Miet- und Heiz­kos­ten von Hartz-IV-Emp­fän­gern be­gren­zen darf, ist rech­tens. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wies jetzt die Kla­ge ei­ner Hartz-Emp­fän­ge­rin aus Ba­den-Würt­tem­berg ge­gen die­se Pra­xis zu­rück. Das zu­stän­di­ge Job­cen­ter hat­te sich ge­wei­gert, der al­lein­ste­hen­den Frau in vol­ler Hö­he die Kos­ten für ei­ne 77 Qua­drat­me­ter gro­ße Woh­nung zu er­stat­ten. Die Mie­te plus Ne­ben­kos­ten be­trug 706 Eu­ro mo­nat­lich. Laut Ver­fas­sungs­ge­richt be­steht zwar ein An­spruch zur Er­fül­lung ei­nes men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums. Da­mit ha­be der Ge­setz­ge­ber aber sei­ne Pflicht er­füllt, wes­halb die Be­trof­fe­nen in sol­chen Fäl­len ei­ne güns­ti­ge­re Woh­nung su­chen müss­ten. Hier gel­ten in der Wohn­re­gi­on der Frau nach Vor­ga­be des Job­cen­ters 45 Qua­drat­me­ter für ei­ne Per­son und 360 Eu­ro Mie­te im Mo­nat als an­ge­mes­sen.

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