Stu­di­en­ge­bühr für Aus­län­der in NRW

Schwarz-Gelb will Stu­den­ten aus Nicht-EU-Staa­ten zur Kas­se bit­ten.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - VORDERSEITE - VON THO­MAS REI­SE­NER

DÜS­SEL­DORF Ei­ne all­ge­mei­ne Stu­di­en­ge­bühr wird es nach dem Wil­len von CDU und FDP auch künf­tig in NRW nicht ge­ben. Nur Stu­den­ten aus Nicht-EU-Staa­ten sol­len künf­tig 1500 Eu­ro pro Se­mes­ter zah­len müs­sen. Das teil­ten die Ver­hand­lungs­füh­rer Ar­min La­schet (CDU) und Chris­ti­an Lind­ner (FDP) ges­tern als Zwi­schen­er­geb­nis ih­rer Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit.

Nach Ab­zug von Aus­nah­me­re­ge­lun­gen, et­wa für Flücht­lin­ge mit dau­er­haf­ter Auf­ent­halts­er­laub­nis, sei­en rund 30.000 Stu­den­ten in NRW von der neu­en Ge­bühr be­trof­fen. Die Ge­samt­ein­nah­men aus der Aus­län­der-Ge­bühr sol­len mit­tel­fris­tig gut 90 Mil­lio­nen Eu­ro pro Jahr be­tra­gen und sämt­li­chen NRWHoch­schu­len zu­gu­te­kom­men, un- ab­hän­gig da­von, wie vie­le Nich­tEU-Aus­län­der dort je­weils stu­die­ren. Zu­sätz­lich will Schwarz-Gelb den Grun­de­tat für die NRW-Hoch­schu­len in noch nicht ver­ab­re­de­ter Hö­he auf­sto­cken.

Mit die­sem Mo­dell schlie­ßen CDU und FDP sich ei­ner neu­en Re­ge­lung aus dem schwarz-grün re­gier­ten Ba­den-Würt­tem­berg an. Lind­ner geht da­von aus, dass wei­te­re Bun­des­län­der fol­gen wer­den.

Als wei­te­res Ver­hand­lungs­er­geb­nis ei­nig­ten sich CDU und FDP auf die Ein­füh­rung der so­ge­nann­ten Lan­d­arzt-Quo­te. Rund zehn Pro­zent der lan­des­wei­ten Me­di­zin-Stu­di­en­plät­ze sol­len bei ab­ge­senk­ten Zu­gangs­vor­aus­set­zun­gen für Stu­den­ten re­ser­viert blei­ben, die sich ver­pflich­ten, nach dem Stu­di­um in ärzt­lich un­ter­ver­sorg­ten Ge­bie­ten zu prak­ti­zie­ren. Karl-Jo­sef Lau­mann (CDU) sag­te, die Kran­ken­haus-Pla­nung in NRW müs­se neu struk­tu­riert wer­den und sich we­ni­ger als bis­lang an Bet­ten-Ka­pa­zi­tä­ten, son­dern mehr an Qua­li­täts­kri­te­ri­en und Ko­ope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten ori­en­tie­ren.

Über Bun­des­rats­in­itia­ti­ven wol­len CDU und FDP au­ßer­dem ei­ne Fle­xi­bi­li­sie­rung des deut­schen Ar­beits­zeit­ge­set­zes er­rei­chen so­wie Rent­nern und Lang­zeit­ar­beits­lo­sen bes­se­re Hin­zu­ver­dienst­mög­lich­kei­ten ein­räu­men.

Ei­ne Quo­te für Land­ärz­te soll die Ver­sor­gung in der Flä­che ver­bes­sern

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