Ein­kom­mens­kluft

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS -

Die In­dus­trie­län­der-Or­ga­ni­sa­ti­on für OECD warnt vor ei­ner zu­neh­men­den Ein­kom­mens­kluft. Der Ab­stand zwi­schen Gut- und Ge­ring­ver­die­nern sei der größ­te seit 50 Jah­ren. Das durch­schnitt­li­che ver­füg­ba­re Ein­kom­men der reichs­ten zehn Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung stieg dem­nach auf über das Neun­fa­che des Ein­kom­mens der ärms­ten zehn Pro­zent. Vor ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert war es nur sie­ben­mal so hoch. Das Wort Kluft stammt vom nicht mehr ge­bräuch­li­chen „klie­ben“= spal­ten und be­deu­tet Riss. Se­man­tisch passt das gut zu der mit ei­ner Ein­kom­mens­kluft ver­bun­de­nen Spal­tung der Ge­sell­schaft. Nicht zu ver­wech­seln mit der Kluft, mit der man sa­lopp auch Klei­dung be­zeich­nen kann. Dar­an aber kann man ei­nen Bes­ser­ver­die­ner heut­zu­ta­ge kaum noch er­ken­nen. bew

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