Vor­erst kei­ne Be­wäh­rung für Hel­ge Achen­bach

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF -

(sg) Der we­gen Be­trugs un­ter an­de­rem am ver­stor­be­nen Al­di-Nord-Er­ben zu sechs Jah­ren Haft ver­ur­teil­te Kunst­be­ra­ter Hel­ge Achen­bach bleibt wei­ter Straf­ge­fan­ge­ner. Wie un­se­re Re­dak­ti­on aus Jus­tiz­krei­sen er­fuhr, hat das Land­ge­richt Kle­ve ei­nen An­trag des 65-Jäh­ri­gen auf Aus­set­zung sei­ner Rest­stra­fe zur Be­wäh­rung ab­ge­lehnt.

Achen­bach war im Ju­ni 2014 ver­haf­tet und im März 2015 vom Es­se­ner Land­ge­richt zu sechs Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Das Ur­teil war vor ei­nem Jahr rechts­kräf­tig ge­wor­den, Haft­ver­scho­nung für den herz­kran­ken Achen­bach hat­te die Straf­kam­mer mehr­fach ab­ge­lehnt. Seit Sep­tem­ber 2016 ver­büßt Achen­bach sei­ne Stra­fe im of­fe­nen Voll­zug, ar­bei­tet tags­über bei der Düs­sel­dor­fer Diakonie in der Flücht­lings­hil­fe.

Die U-Haft mit ein­ge­rech­net, hat Achen­bach jetzt die Hälf­te sei­ner Stra­fe ver­büßt – was die Aus­set­zung der Rest­stra­fe zur Be­wäh­rung mög­lich ma­chen wür­de. Das al­ler­dings hat das Land­ge­richt Kle­ve, das für Achen­bach zu­stän­dig ist, weil des­sen der­zei­ti­ger Wohn­sitz die Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Mo­ers ist, jetzt ab­ge­lehnt.

Die so ge­nann­te Halb­stra­fe wird in NRW nur sel­ten ge­währt. Wahr­schein­li­cher ist ei­ne Aus­set­zung des Straf­rests zur Be­wäh­rung nach zwei Drit­teln der Stra­fe. Die hat der Kunst­be­ra­ter in knapp ei­nem Jahr ver­büßt. Dann könn­te er mit ei­nem er­neu­ten An­trag aber er­folg­reich sein.

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