Feu­er­wehr­ein­satz we­gen Chi­li­scho­ten

Ein Mann ver­such­te, sie in sei­nem Back­ofen zu trock­nen – da­bei ent­stand „schar­fer Rauch“.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KULTUR -

NORD­STADT (ja­si) Zu ei­nem ku­rio­sen Ein­satz wur­de die Neus­ser Feu­er­wehr am Mitt­woch­abend ge­gen 21 Uhr ge­ru­fen. Ei­gent­lich woll­te ein Mann in sei­ner Woh­nung an der Ven­lo­er Stra­ße Chi­li­scho­ten in sei­nem Back­ofen trock­nen. „Er sag­te, es sei­en die schärfs­ten, die er auf­trei­ben konn­te“, sag­te Ein­satz­lei­ter Dirk Brüg­gen auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on.

Der Trock­nungs­ver­such en­de­te je­doch da­mit, dass die Luft in der Kü­che so „scharf“wur­de, dass der Be­woh­ner sie nicht mehr be­tre­ten konn­te. Er rief die Feu­er­wehr zur Hil­fe, die die Kü­che mit Atem­schutz­mas­ken be­trat und die Woh­nung mit ei­nem Hoch­leis­tungs­lüf­ter von dem Rauch be­frei­te. „Der Ge­ruch er­in­ner­te mich stark an Pfef­fer­spray“, sagt Brüg­gen. Der Ein­satz dau­er­te ei­ne gu­te hal­be St­un­de. Sein Feu­er­wehr-Kol­le­ge Frank Lam­pertz fügt hin­zu: „Der Rauch von Chi­li­scho­ten ist durch die äthe­ri­schen Öle sehr scharf und brennt in den Au­gen.“

Ein der­ar­ti­ger Fall ist Brüg­gen in sei­ner Lauf­bahn noch nicht un­ter­ge­kom­men: „Es pas­siert zwar re­la­tiv häu­fig, dass Men­schen ihr Es­sen auf dem Herd ver­ges­sen und es an­brennt – mit an­ge­schmor­ten Chi­li­scho­ten hat­te ich es aber noch nie zu tun.“Der Mie­ter kam mit dem Schre­cken da­von, denn der Scha­den ist ver­hält­nis­mä­ßig ge­ring: „Mit ein­mal kräf­tig durch­lüf­ten war es ge­tan“, sagt Brüg­gen.

NGZ-FO­TO: BO­THE

Ge­gen 21 Uhr wur­de die Feu­er­wehr Neuss we­gen Rauch­ent­wick­lung in ei­ner Woh­nung an der Ven­lo­er Stra­ße alar­miert.

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