EuGH bil­ligt Fi­nan­zie­rung des Zug­ver­kehrs

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT -

LU­XEM­BURG (dpa) Die EU-Kom­mis­si­on ist im Ver­fah­ren ge­gen Deutsch­land um mög­li­che Wett­be­werbs­vor­tei­le der Deut­schen Bahn weit­ge­hend ge­schei­tert. Der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EuGH) wies die Kla­ge der Kom­mis­si­on größ­ten­teils ab. Die Brüs­se­ler Be­hör­de hat­te der Bahn als Staats­un­ter­neh­men ei­ne un­zu­läs­si­ge Qu­er­sub­ven­tio­nie­rung vor­ge­wor­fen. Mit Ein­nah­men aus dem Be­trieb des Schie­nen­net­zes sei der Per­so­nen- und Gü­ter­ver­kehr mit­fi­nan­ziert wor­den. Dies sei ei­ne Be­nach­tei­li­gung von Wett­be­wer­bern, da die Bahn Steu­er­geld für den Er­halt des Net­zes so­wie Ge­büh­ren von Kon­kur­ren­ten für die Nut­zung des Net­zes er­hal­te. Ei­ne sol­che un­zu­läs­si­ge Sub­ven­tio­nie­rung hat die EU-Kom­mis­si­on aus Sicht der Rich­ter al­ler­dings nicht aus­rei­chend nach­ge­wie­sen. In ei­nem Punkt gab der EuGH der Wett­be­werbs­hü­te­rin aber Recht: Der Bahn­kon­zern ha­be sei­ne Bü­cher nicht so ge­führt, dass durch die Art der Rech­nungs­füh­rung kon­trol­liert wer­den konn­te, ob öf­fent­li­che Gel­der für das Schie­nen­netz für Ver­kehrs­leis­tun­gen ge­nutzt wor­den sind. Mit dem Ei­sen­bahn­re­gu­lie­rungs­ge­setz wur­den die Kon­troll­re­geln für die Rech­nungs­füh­rung 2016 be­reits ge­än­dert. Dies sei bei der Um­set­zung des Ur­teils zu be­rück­sich­ti­gen, teil­te die Deut­sche Bahn auf An­fra­ge mit. An dem Pro­zess wer­de man sich „kon­struk­tiv“be­tei­li­gen. Der EuGH hat­te be­reits 2013 ei­ne Kla­ge ge­gen die Kon­zern­struk­tur der Deut­schen Bahn ab­ge­wie­sen. Die EU-Kom­mis­si­on war da­mals der An­sicht, dass die Un­ter­neh­mens­struk­tur ge­gen die vor­ge­schrie­be­ne Tren­nung von Bahn­be­trieb und Schie­nen­netz ver­stößt.

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