In­ves­tor kauft Bü­ro­haus Hel­lers­berg­stra­ße

Haupt­nut­zer Cre­dit­re­form schließt Miet­ver­trag für Neu­bau in Neuss. Grund­stücks­ver­kauf zu­ge­stimmt.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - PANORAMA - VON CHRIS­TOPH KLEINAU

NEUSS Die Bü­ro­ge­bäu­de an der Hel­lers­berg­stra­ße, in de­nen seit 1983 der Ver­band der Ver­ei­ne Cre­dit­re­form an­säs­sig ist, sind of­fen­bar ein ge­schätz­tes An­la­ge­ob­jekt. Auch we­gen des sol­ven­ten Mie­ters. Nach­dem be­reits das Haus Hel­lers­berg­stra­ße 12 ver­kauft wur­de, hat sich nun auch für die 2002 ge­bau­te Num­mer 11 ein Kun­de ge­fun­den.

Die Im­mo­bi­li­en-Zei­tung nennt als neu­en Ei­gen­tü­mer die Leip­zi­ger „Pu­bli­ty AG“, ei­nen seit 17 Jah­ren am Markt agie­ren­den Fi­nanz­in­ves­tor. Das bör­sen­no­tier­te Un­ter­neh­men be­stä­tig­te den Kauf am Di­ens­tag auf sei­ner In­ter­net­sei­te. Das sechs­stö­cki­ge Bü­ro­ge­bäu­de mit 8171 Qua­drat­me­tern Miet­flä­che ist dem­nach das 592. Ob­jekt im Be­stand des auf Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en spe­zia­li­sier­ten An­le­gers. Neuss sei für die Pu­bli­ty AG ein at­trak­ti­ver Stand­ort, be­tont Vor­stands­vor­sit­zen­der Tho­mas Olek. „An­gren­zend an die Me­tro­po­le Düsseldorf ent­wi­ckelt sich der Bü­ro­stand­ort Neuss zu­neh­mend po­si­tiv. Das stimmt uns zu­ver­sicht­lich, in Neuss gu­te Ren­di­ten er­zie­len zu kön­nen“, sagt er.

Wenn ihm da nur die Cre­dit­re­form kei­nen Strich durch die Rech­nung macht. Denn das Un­ter­neh­men, das an der Hel­lers­berg­stra­ße die Bü­ro­häu­ser mit den Num­mern 11, 12 und 14 nutzt, zieht En­de 2020 aus al­len drei Ob­jek­ten aus. Neu­er Stand­ort wird ein Neu­bau an der Ecke St­re­se­mann­al­lee und Hamm­feld­damm sein, wo bis zu die­sem Zeit­punkt der „Cre­dit­re­form-Cam­pus“ent­steht.

Der Neu­bau mit ins­ge­samt 14.000 Qua­drat­me­tern Ge­schoss­flä­che soll die neue Zen­tra­le des seit 70 Jah­ren in Neuss an­säs­si­gen Ver­ban­des und Ar­beits­ort für min­des­tens 650 Mit­ar­bei­ter der Cre­dit­re­form sein. Bau­herr ist der Ham­bur­ger Pro­jekt­ent­wick­ler „Quan­tum“, mit dem das Un­ter­neh­men jetzt ei­nen lang­fris­ti­gen Miet­ver­trag ge­schlos­sen hat.

Der Ent­schei­dung war ein In­ves­to­ren­wett­be­werb vor­aus­ge­gan­gen, bei dem sich die Quan­tum Im­mo­bi­li­en AG mit ih­rem Vor­schlag so­wohl ge­gen­über den Wett­be­wer­bern als auch ge­gen­über ei­ner op­tio­nal ge­prüf­ten Ver­län­ge­rung des Ver­tra­ges an der Hel­lers­berg­stra­ße be­zie­hungs­wei­se ei­ner Neu­an­mie­tung in Be­stands­lie­gen­schaf­ten durch­set­zen konn­te. Das Ver­fah­ren wur­de für Cre­dit­re­form vom Düs­sel­dor­fer Im­mo­bi­li­en­be­ra­tungs­un­ter­neh­men „An­te­on“be­trie­ben.

Die Neus­ser Po­li­tik hat­te An­fang des Mo­nats mit dem Be­schluss zur Än­de­rung des Be­bau­ungs­pla­nes die Vor­aus­set­zung für den „Cre­fo-Cam­pus“ge­schaf­fen. Am Di­ens­tag bil­lig­te der Lie­gen­schafts­aus­schuss ein­stim­mig und oh­ne Aus­spra­che den Ver­kauf des Grund­stücks an die Quan­tum AG. „Wenn der Rat sie am 7. Ju­li be­stä­tigt, ist der Weg für den Bau frei­ge­ge­ben“, sagt Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breu­er. Er be­grüßt die maß­stäb­li­che städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung auf dem Grund­stück im Hamm­feld, wo vor Jah­ren ein 160 Me­ter ho­her Bü­ro­turm ent­ste­hen soll­te. „Die Ent­schei­dung von Cre­dit­re­form ist ein wich­ti­ges Si­gnal für den Wirt­schafts- und Ar­beits­platz­stand­ort Neuss“, sag­te Breu­er.

ANIMATION: AN­TE­ON

Die Quan­tum AG hat die Plä­ne für den „Cre­dit­re­form-Cam­pus“über­ar­bei­tet. Im Lie­gen­schafts­aus­schuss wur­de der Ver­kauf der Flä­che ge­bil­ligt.

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