10 Be­grif­fe, die Tour-Fans ken­nen soll­ten

Die Tour de Fran­ce hat, seit­dem sie 1903 erst­mals aus­ge­tra­gen wur­de, die Men­schen fas­zi­niert und da­bei ei­ge­ne Be­grif­fe ge­prägt, die auch in den all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch ein­ge­gan­gen sind. Wir er­klä­ren die wich­tigs­ten.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - DORMAGEN -

TEMPOVERSCHÄRFUNG Fah­rer, die so sehr ih­re Ge­schwin­dig­keit er­hö­hen, dass sie sich aus dem Haupt­feld lö­sen kön­nen und al­lein oder in ei­ner Grup­pe vor­aus fah­ren, wer­den Aus­rei­ßer ge­nannt. Bei die­sen Atta­cken han­delt es sich­meist um tak­ti­sche Maß­nah­men der Teams, die nur in sel­te­nen Fäl­len zu ei­nem Sieg füh­ren. Grund: Der Kräf­te­ver­schleiß ist zu hoch. In der Ebe­ne spart der, der eng am Hin­ter­rad des Vor­der­manns fährt, bis zu 30 Pro­zent der er­for­der­li­chen Leis­tung.

Das Au­to, das als Be­sen­wa­gen fun­giert, rollt bei Stra­ßen­r­ad­ren­nen hin­ter dem Feld. Fah­rer, die aus Er­schöp­fung oder an­ge­sichts ei­ner Ver­let­zung auf­ge­ben, stei­gen in das Fahr­zeug. Die Be­zeich­nung Be­sen­wa­gen soll aus dem Jahr 1910 stam­men und sie ge­hört zu den Ge­schich­ten, von de­nen de Tour so vie­le pro­du­ziert hat. Ein Stück TourFolk­lo­re halt. Da­mals war der Wa­gen am En­de des Fel­des, der ver­letz­te Ath­le­ten auf­nahm, mit ei­nem Be­sen kennt­lich ge­macht. REN­NEN IM REN­NEN

Für al­le Etap­pen­ver­läu­fe wird ei­ne „Marsch­ta­bel­le“mit Durch­fahr­zei­ten er­stellt, da­mit sich Ord­nungs­kräf­te und Be­su­cher ori­en­tie­ren kön­nen. So wird er­sicht­lich, wann die Fah­rer wel­chen Ort pas­sie­ren. Da­bei gibt es drei Va­ri­an­ten mit Durch­schnitts­ge­schwin­dig­kei­ten von 41, 43 und 45 St­un­den­ki­lo­me­ter. Da­nach wer­den die Fah­rer am Sonn­tag Neus­ser Stadt­ge­biet zwi­schen 13.46 und 13.54 Uhr er­rei­chen; der Wer­be­tross wird um 11.54 Uhr er­war­tet. JE­DEN TAG EIN REN­NEN Die Tour de Fran­ce ist im Kern die Sum­me meh­re­rer Ren­nen. Nach der drei­wö­chi­gen Rund­fahrt wird zwar am En­de in Paris ein Ge­samt­sie­ger ge­kürt. Doch auch die 21 Teil­stü­cke, Etap­pen ge­nannt, die an den Ta­gen zu­vor be­wäl­tigt wer­den müs­sen, sind für sich al­lein ge­nom­men Ren­nen. Ein Etap­pen­sieg bei der Tour wiegt meist schwe­rer als der Ge­winn ei­nes Ta­ges­ren­nens; Klas­si­ker wie Paris – Rou­baix oder die Flan­dern-Rund­fahrt ein­mal aus­ge­nom­men.

FO­TO:_ DPA

Je­de Tour-Mann­schaft hat ei­nen Ka­pi­tän, der um den Sieg fährt. Je­der Ka­pi­tän hat Hel­fer, oh­ne die er oh­ne Sie­gChan­ce wä­re. Die­se Hier­ar­chie ak­zep­tie­ren al­le. Hel­fer las­sen sich zu­rück­fal­len, ho­len Trink­fla­schen und Nah­rung aus dem Be­gleit­fahr­zeug, um sie an die Ka­pi­tä­ne wei­ter zu­rei­chen. Sie sind eben die „Was­ser­trä­ger“.

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