Ju­gend­amt rich­tet Bü­ro für Un­ter­halts­vor­schuss ein

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - UNTERHALTUNG -

NEUSS (abu) Zum 1. Ju­li tritt das neue Un­ter­halts­vor­schuss­ge­setz in Kraft. Ei­nen so­ge­nann­ten Un­ter­halts­vor­schuss er­hal­ten Kin­der, die bei ei­nem El­tern­teil le­ben, de­ren an­de­rer El­tern­teil sei­ner Un­ter­halts­ver­pflich­tung je­doch nicht nach­kommt. Mit der Ge­set­zes­än­de­rung soll die Un­ter­stüt­zung für Al- lein­er­zie­hen­de ver­bes­sert wer­den. Bis­her wird er nur für Kin­der bis zwölf Jah­re und ins­ge­samt nur sechs Jah­re lang be­zahlt.

Künf­tig ha­ben Kin­der bis zum 18. Le­bens­jahr An­spruch auf die staat­li­chen Er­satz­zah­lun­gen. Die Be­fris­tung auf sechs Jah­re ent­fällt. Die Ge­set­zes­än­de­rung führt da­zu, dass auf das Ju­gend­amt ei­ne Men­ge Ar­beit zu­kommt. Die Ver­wal­tung rech­net mit bis zu 1000 neu­en An­trä­gen im Ju­li. Da­her wur­de als neu­er Bür­ger­ser­vice jetzt ein ei­ge­nes Ser­vice­bü­ro im Neus­ser Rat­haus, Micha­el­stra­ße 50, Zim­mer E.604 (Ein­gang 5), ein­ge­rich­tet. Das Per­so­nal der Un­ter­halts­vor­schuss­stel­le wur­de zu­dem auf­ge­stockt und ei­ne Hot­li­ne un­ter 02131 905377 so­wie die E-Mail-Adres­se un­ter­halts­vor­schuss@stadt.neuss.de frei­ge­schal­tet. Dort kön­nen ab so­fort Ter­mi­ne mit den Mit­ar­bei­tern ver­ein­bart wer­den, um den An­trag zu stel­len. Die Stadt weist dar­auf hin, dass dies um­ge­hend pas­sie­ren soll­te. An- spruch auf Un­ter­halts­vor­schuss hat, wer das zwölf­te Le­bens­jahr noch nicht voll­endet hat oder das 18. Le­bens­jahr noch nicht voll­endet hat – in die­sem Fall, so­fern das Kind nicht auf SGB II-Leis­tun­gen an­ge­wie­sen ist oder der al­lein­er­zie­hen­de El­tern­teil im SGB II-Be­zug min­des­tens 600 Eu­ro brut­to ver­dient.

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