Die Bür­ger­meis­te­rin auf Som­mer­tour

Vier Au­ßen­sprech­stun­den hat Ul­ri­ke Ni­en­haus auf Märk­ten ge­plant. Auf­takt war in Bütt­gen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KAARST - VON ELI­SA­BETH KELDENICH

BÜTT­GEN Zwi­schen Obst-, Ge­mü­se­und Blu­men­stän­den steht Bür­ger­meis­te­rin Ul­ri­ke Ni­en­haus, um­ge­ben von mit Was­ser, Äp­feln und Pro­spek­ten be­stück­ten Steh­ti­schen. „Ist denn schon Wahl­kampf?“, wun­dert sich Brun­hil­de Gro­be (88). Nein, er­klärt Ni­en­haus, sie bie­te ab so­fort ei­ne Som­mer­sprech­stun­de an. „Die ‚nor­ma­len‘, gut an­ge­nom­me­nen Sprech­stun­den­ter­mi­ne im Rat­haus gibt es ja wäh­rend der Fe­ri­en nicht. Jetzt möch­te ich drau­ßen für die Men­schen di­rekt an­sprech­bar sein. So fällt auch die Hemm­schwel­le weg, ins Rat­haus kom­men zu müs­sen“, sagt sie.

Ein No­vum in Kaarst. Brun­hil­de Gro­be ge­fällt das. Sie hat auch gleich zwei An­lie­gen: Den ih­rer Mei- nung nach zu un­ebe­nen As­phalt des Rat­haus­plat­zes und die schlecht ge­stal­te­ten Durch­gän­ge zu Rewe zu ver­bes­sern. Nach­dem sich Ni­en­haus al­les no­tiert hat, ent­lässt sie Brun­hil­de Gro­be mit zahl­rei­chen Pro­spek­ten über An­ge­bo­te für Se­nio­ren in Kaarst. Län­ger fällt das Ge­spräch mit In­grid Deing aus. Die aus Pe­ru stam­men­de Frau lebt seit sechs Jah­ren mit ih­rer Fa­mi­lie in Kaarst. Sie spricht lie­ber Eng­lisch als Deutsch – kein Pro­blem für Bür­ger­meis­te­rin Ni­en­haus. In­grid Deing hat­te aus der Zei­tung von der Som­mer­sprech­stun­de er­fah­ren, ist be­geis­tert von die­ser Mög­lich­keit und nutzt sie nun, um ih­re Sor­gen über Ra­ser in Bütt­gen los­zu­wer­den. Sonst fühlt sie sich in Kaarst sehr wohl und si­cher. Auch ih­re Adres­se wird no­tiert – dann zieht In­grid Deing mit Dal­ma­ti­ner­hün­din Ma­ja wei­ter. Ob­wohl der Markt schwach be­sucht ist, kommt die Bür­ger­meis­te­rin doch im­mer wie­der mit Bür­gern ins Ge­spräch. Ein An­woh­ner be­schwert sich über Ver­kehrs­ge­fähr­dung durch Kü­bel und wild wu­chern­de He­cken, fo­to­gra­fisch auf dem Han­dy do­ku­men­tiert. Auch hier ver­spricht Ul­ri­ke Ni­en­haus, sich zu küm­mern.

Ei­ne ganz an­de­re Idee bringt Hans-Gün­ther Joh­nen von der Schüt­zen­bru­der­schaft Bütt­gen vor: Die Hu­ber­tus­schüt­zen möch­ten für die Rö­mer­stra­ße ein Stra­ßen­fest or­ga­ni­sie­ren. „Wir wol­len den Hei­mat­ge­dan­ken hoch­hal­ten und al­le An­woh­ner ein­la­den“, er­klärt er. Ni­en­haus ge­fällt die Idee – sie will sich über­le­gen, wie sich die Stadt ein­brin­gen kann. Mit der An­nah­me der ers­ten „Au­ßen­sprech­stun­de“zeigt sie sich sehr zu­frie­den. Der nächs­ter Ter­min ist am Mitt­woch, 26. Ju­li, von 9 bis 10.30 Uhr auf dem Wo­chen­markt in Kaarst.

NGZ-FO­TO: WOI

Bür­ger­meis­te­rin Ul­ri­ke Ni­en­haus war in Bütt­gen viel ge­fragt.

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