Rhein­me­tall Au­to­mo­ti­ve mit Elek­tro­an­trieb auf der IAA

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT IM RHEIN-KREIS -

RHEIN-KREIS (NGZ) Der zum Tech­no­lo­gie­kon­zern Rhein­me­tall AG ge­hö­ren­de Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer Rhein­me­tall Au­to­mo­ti­ve, zu dem das Pier­burg-Werk in Neuss ge­hört, trägt mit sei­nem Pro­dukt­pro­gramm der zu­neh­men­den Elek­tri­fi­zie­rung des An­triebs­strangs von Pkw und Nutz­fahr­zeu­gen Rech­nung. Da­zu wird das Un­ter­neh­men auf der In­ter­na­tio­na­len Au­to­mo­bil-Aus­stel­lung, die vom 16. bis 24. Sep­tem­ber in Frankfurt statt­fin­det, un­ter an­de­rem ei­nen neu­ent­wi­ckel­ten 90 kWstar­ken Elek­tro­an­trieb und ein neu­ar­ti­ges mo­du­la­res Bat­te­rie­pack vor­stel­len. Das teil­te das Un­ter­neh­men jetzt mit. Die Sys­te­me wer­den zur­zeit in ei­nen Kom­pe­tenz­trä­ger auf Ba­sis ei­nes Klein­wa­gens in­te­griert.

Der 90 kW-Hoch­volt-Mo­tor ist laut Un­ter­neh­mens­an­ga­ben in sei­ner Leis­tung und Dreh­mo­ment­cha­rak­te­ris­tik auf den je­wei­li­gen Ein­satz­zweck ab­stimm­bar. In sei­ner ak­tu­el­len Aus­le­gung zielt er auf klei­ne­re Fahr­zeug­klas­sen. Die Ska­lier­bar­keit des Sys­tems er­lau­be aber auch die Ver­wen­dung in grö­ße­ren Fahr­zeu­gen. Bei die­ser Ent­wick­lung hat sich Rhein­me­tall Au­to­mo­ti­ve kon­zep­tio­nell für ei­nen Syn­chron­mo­tor mit Per­ma­nent­ma­gne­ten ent­schie­den. Auf­grund des ge­rin­ge­ren Bau­raums wur­de zu­dem ei­ne kon­zen­trier­te Wick­lung ge­wählt.

Der An­trieb kommt in ei­nem Mus­ter­fahr­zeug zum Ein­satz, des­sen Bat­te­rie­pack mit ei­ner Spei­cher­ka­pa­zi­tät von no­mi­nell 29 kWh aus­ge­stat­tet ist. In Ver­bin­dung mit dem neu­en Elek­tro­an­trieb er­reicht das Fahr­zeug da­mit ei­ne Spit­zen­ge­schwin­dig­keit von 135 km/h und er­zielt ei­ne Reich­wei­te von bis zu 275 Ki­lo­me­tern. Die­se Kenn­wer­te wer­den er­reicht, oh­ne die vom Se­ri­en­fahr­zeug be­kann­te Nutz­flä­che bei Kof­fer­raum oder Fahr­gast­zel­le ein­zu­schrän­ken.

Bei der Kon­zep­ti­on sei­nes neu­en Bat­te­rie­packs ist Rhein­me­tall Au­to­mo­ti­ve da­von aus­ge­gan­gen, dass zu­künf­ti­ge Elek­tro­fahr­zeu­ge und auch Hy­bri­de zu ei­nem er­heb­li­chen An­teil über Un­ter­flur­bat­te­ri­en ver­fü­gen wer­den. Sie be­ein­träch­ti­gen das La­de­vo­lu­men des Fahr­zeugs laut Un­ter­neh­men nicht we­sent­lich und bie­ten dar­über hin­aus auch Vor­tei­le be­züg­lich der Ge­wichts­ver­tei­lung so­wie ei­ner mög­li­chen Ein­bin­dung in die Fahr­zeug­struk­tur. Die mo­du­lar auf­ge­bau­ten Bat­te­rie­packs be­ste­hen in ih­rer Grund­struk­tur aus Alu­mi­ni­um.

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