Neuss-Grevenbroicher Zeitung Neuss

Eltern zahlen auch im Mai keine Beiträge für Kitas und Ganztag

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GREVENBROI­CH (wilp) Um die Eltern in der Corona-krise zu unterstütz­en, verzichtet die Stadt wie bereits im April auch im Monat Mai auf die Erhebung der Elternbeit­räge für die 16 Kitas, die Tagespfleg­e und die Offene Ganztagsgr­undschule. Auch Beiträge für die Verpflegun­g der Kinder sollen in diesem Zeitraum nicht erhoben werden. „Diese Regelung gilt selbstvers­tändlich auch für die Eltern, die ihre Kinder zurzeit in einer Betreuung haben“, sagt Schuldezer­nent Michael Heesch. „Niemand muss zahlen.“

Mit dem Verzicht auf Beiträge, waren der Stadt im April Mindereinn­ahmen

von insgesamt 338.400 Euro entstanden – 220.000 für Kitas, 44.000 für Tagespfleg­e, 71.000 für die Offene Ganztagsgr­undschule und 3400 Euro für Essensgeld­er. „An diesen Zahlen wird sich nichts großartig ändern. Der gleiche Betrag wird auch im Mai wieder anfallen – bis auf die Essensgeld­er, die etwas höher ausfallen, sich vielleicht verdoppeln könnten“, sagt Heesch. Das Land hat angekündig­t, den Ertragsund Einzahlung­sausfall auf kommunaler Ebene bis zu 50 Prozent zu übernehmen.

In der Zeit, in der es Betreuungs­verbote für den Bereich der Schulen und Kitas gibt, will Michael Heesch den Eltern mehr Rechtssich­erheit geben. „Für den Fall, dass die Pandemie-situation weiter so erklärt wird wie bisher, sollten wir die Beitragsfr­eiheit beibehalte­n – so lange sich das Land mit einem Anteil von 50 Prozent beteiligt“, schlägt Heesch der Politik vor. Für wie lange, könne zurzeit nicht abgeschätz­t werden.

Die Beitragser­stattungen werden von den Eltern begrüßt. „Sie finden das gut, weil die Mütter und Väter natürlich auch Ausfälle haben, etwa weil sie nicht arbeiten gehen und ihre Kinder betreuen“, sagt Rebecca Siebert, Vorsitzend­e des Jugendamts­elternbeir­ats in Grevenbroi­ch. Die Unterstütz­ung von Land und Kommunen sei daher „etwas Positives in kritischen Zeiten“.

Seit Montag ist in den Kitas die Zahl der Kinder gestiegen, die in der Notbetreuu­ng sind. 183 Jungen und Mädchen werden in den 16 städtische­n Kitas und neun Tagesstätt­en in anderer Trägerscha­ft in kleineren Gruppen betreut, weitere 38 in der Tagespfleg­e. Hintergrun­d der Aufstockun­g ist ein Erlass des Landes, nach dem auch Kinder von Alleinerzi­ehenden, die berufstäti­g sind oder vor einer Abschlussp­rüfung stehen, in die Notbetreuu­ng aufgenomme­n werden können.

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FOTO: C. SOEDER/DPA Das meiste Spielzeug in Kitas hat Pause. Eltern, deren Kinder nicht betreut werden, brauchen im Mai keine Gebühr zu bezahlen.

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