In letz­ter Mi­nu­te

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON DET­LEF DRE­WES, BÜ­RO BRÜS­SEL @Den Au­tor er­rei­chen Sie un­ter fo­rum@in­fo­au­tor.de

Buch­stäb­lich in letz­ter Mi­nu­te hat sich Eu­ro­pa wie­der sei­ner Am­bi­tio­nen er­in­nert: der Vor­rei­ter­rol­le in Sa­chen Kli­ma­schutz. Nun ist fünf vor zwölf im­mer noch recht­zei­tig. Al­ler­dings bleibt die Fra­ge, was die­ser Kom­pro­miss der EU-Staa­ten wirk­lich wert ist.

Denn genau ge­nom­men ha­ben sie die 28 Ge­mein­schafts­mit­glie­der le­dig­lich auf die Pro­ze­dur zur Ra­ti­fi­zie­rung ver­stän­digt und das Ziel ak­zep­tiert. Der Weg da­hin bleibt völ­lig un­klar. Die Aus­ar­bei­tung der na­tio­na­len Vor­ga­ben hat Brüs­sel bis­her aus gu­tem Grund hin­aus­ge­scho­ben. Zu um­strit­ten dürf­te sein, was da noch kom­men muss. Das be­trifft auch Deutsch­land, des­sen CO2-Emis­sio­nen seit acht Jah­ren bei 900 Mil­lio­nen Ton­nen im Jahr sta­gniert, ob­wohl man ei­gent­lich schon 2020 bei 750 Mil­lio­nen Ton­nen sein woll­te. Das ist mit der Ener­gie­wen­de al­lein nicht zu schaf­fen.

Der EU ste­hen noch vie­le schmerz­haf­te Dis­kus­sio­nen be­vor.

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