Kom­mis­si­on be­rät über 332 Här­te­fäl­le

Rück­läu­fi­ge Zah­len er­war­tet – Ge­setz­ge­ber stellt hö­he­re Hür­den auf

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSEN -

HAN­NO­VER/DPA – Die Här­te­fall­kom­mis­si­on in Nie­der­sach­sen rech­net in die­sem Jahr mit ei­ner rück­läu­fi­gen Zahl von An­trä­gen. In den ers­ten sechs Mo­na­ten des Jah­res 2016 sei die Kom­mis­si­on in 332 Fäl­len an­ge­ru­fen wor­den, teil­te die Vor­sit­zen­de An­ke Breu­sing mit. Im ge­sam­ten ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es 904 An­trä­ge. „Wir ge­hen da­von aus, dass wir für 2016 die Zahl der Ein­ga­ben von 2015 nicht er­rei­chen wer­den“, sag­te ein Kom­mis­si­ons­spre­cher. An die Här­te­fall­kom­mis­si­on kön­nen sich Aus­län­der wen­den, die aus­rei­sen oder ab­ge­scho­ben wer­den sol­len, aber in Deutsch­land blei­ben möch­ten.

Im ver­gan­ge­nen Jahr emp­fahl die Här­te­fall­kom­mis­si­on dem In­nen­mi­nis­te­ri­um in 188 Fäl­len, aus drin­gen­den hu­ma­ni­tä­ren oder per­sön­li­chen Grün­den ei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung zu er­tei­len. Ver­gleichs­zah­len für das lau­fen­de Jahr lie­gen noch nicht vor.

Seit En­de Ok­to­ber 2015 gilt ei­ne ver­schärf­te Asyl­ge­setz­ge­bung. Nach der neu­en Re­ge­lung wer­den Ab­schie­bun­gen den Be­trof­fe­nen nicht mehr an­ge­kün­digt, wie dies vor­her in Nie­der­sach­sen der Fall war. Sie ha­ben da­mit auch nicht mehr die Mög­lich­keit, die Här­te­fall­kom­mis­si­on an­zu­ru­fen. Im ver­gan­ge­nen De­zem­ber be­schloss die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung zu­dem, dass sich Flücht­lin­ge mit kur­zer Auf­ent­halts­dau­er in Deutsch­land nicht mehr an die Kom­mis­si­on wen­den kön­nen.

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