Ros­berg steu­ert auf ers­ten WM-Ti­tel zu

Mer­ce­des-Pi­lot ge­winnt in Suzuka – 33 Punk­te vor Ha­mil­ton

Nordwest-Zeitung - - SPORT -

SUZUKA/DPA – Im Ge­fühl des na­hen WM-Tri­umphs klet­ter­te For­mel-1-Pi­lot Ni­co Ros­berg in Suzuka (Ja­pan) noch ein­mal auf die Bo­xen­mau­er und riss den rie­si­gen Sie­ger­po­kal in die Hö­he. Der nach sei­nem di­cken Start­pat­zer er­neut ge­schla­ge­ne Le­wis Ha­mil­ton hat­te die wil­de Ga­ra­gen­par­ty von Mer­ce­des längst ver­las­sen, als Ros­berg am Sonn­tag in den Ju­bel der aus­har­ren­den Fans ein­tauch­te. Mit sei­ner Sie­gp­re­mie­re in Suzuka si­cher­te der For­mel-1Spit­zen­rei­ter den Sil­ber­pfei­len nicht nur vor­zei­tig den drit­ten Team-Ti­tel in Se­rie, son­dern mach­te selbst ei­nen viel­leicht vor­ent­schei­den­den Schritt zur ers­ten Fah­rer-Welt­meis­ter­schaft.

„Ein Rie­sen-Wo­che­n­en­de für mich, es ist su­per ge­lau­fen von A bis Z,“freu­te sich der 31-Jäh­ri­ge. 33 Punk­te Vor­sprung auf Ti­tel­ver­tei­di­ger Ha­mil­ton nimmt der ge­bür­ti­ge Wies­ba­de­ner mit in die ver­blei­ben­den vier Sai­son­läu­fe. Ha­mil­ton muss­te sich mit Platz drei be­gnü­gen, weil ihm zu­nächst der Start völ­lig miss­lang und er nach sei­ner Auf­hol­jagd zwar noch an Fer­ra­riFah­rer Se­bas­ti­an Vet­tel, aber nicht mehr an Red-Bull-Pi­lot Max Ver­stap­pen vor­bei­kam.

Ei­nen Pro­test ge­gen Ver­stap­pens har­te Ver­tei­di­gung zog Mer­ce­des schnell wie­der zu­rück, wohl auch auf Ha­mil­tons Drän­gen. „Ich ha­be ih­nen ge­sagt, so et­was tun wir nicht. Wir sind Cham­pi­ons, wir ma­chen wei­ter“, teil­te der Bri­te auf dem Kurz­mit­tei­lungs­dienst Twit­ter mit.

Ha­mil­ton wuss­te wohl, dass die Chan­cen auf ei­nen Er­folg des Pro­tests ge­gen das Ren­n­er­geb­nis ähn­lich ge­ring wa­ren wie sei­ne ver­blie­be­nen Hoff­nun­gen auf den vier­ten Ti­tel. Ros­berg blie­be selbst bei vier Ha­mil­ton-Sie­gen in den USA, Me­xi­ko, Bra­si­li­en und Abu Dha­bi vorn, wenn er je­weils Zwei­ter wür­de. „Es ist im­mer noch ein wei­ter Weg“, gab sich Ros­berg zu­rück­hal­tend. Und doch weiß auch er: Der Tri­umph ist so nah wie nie zu­vor. Vet­tel in­des ver­zock­te sich mit Fer­ra­ri im Rei­fen­po­ker und kam als Vier­ter ins Ziel. Ni­co Hül­ken­berg wur­de im Force In­dia Ach­ter, Pas­cal Wehr­lein im Ma­nor 22. und da­mit Letz­ter.

BILD: DIE­GO AZU­BEL

Gibt die Rich­tung vor: Ni­co Ros­berg

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