LI­TE­RA­TUR­NO­BEL­PREIS FÜR BOB DY­LAN – „STA­TUS EI­NER IKO­NE“

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - DPA-BILD: CASTELLO

Rie­sen­über­ra­schung in Stock­holm: Für sei­ne poe­ti­schen Neu­schöp­fun­gen in der ame­ri­ka­ni­schen Song­tra­di­ti­on be­kommt der USame­ri­ka­ni­sche Sän­ger und Song­wri­ter Bob Dy­lan (75) den Li­te­ra­tur­no­bel­preis. „Er ist ein groß­ar­ti­ger Dich­ter“, sag­te die Che­fin der Schwe­di­schen Aka­de­mie, Sa­ra Da­ni­us, am Don­ners­tag in Stock­holm. Der Mu­si­ker ha­be „den Sta­tus ei­ner Iko­ne“, be­grün­de­te die No­bel­preis­ju­ry ih­re Wahl.

Dass die Schwe­di­sche Aka­de­mie in Stock­holm, die über den No­bel­preis ent­schei­det, gern über­rascht, ist ja nicht neu. Die Ent­schei­dung für den am Don­ners­tag ver­stor­be­nen Au­tor und Re­gis­seur Da­rio Fo war 1997 ei­ne sol­che Über­ra­schung. Auch bei der Wahl 2015 zeig­te sich die Ju­ry un­be­re­chen­bar und kür­te wohl aus eher po­li­ti­schen Mo­ti­ven die Weiß­rus­sin Swet­la­na Ale­xi­je­witsch.

Und nun Bob Dy­lan – end­lich mal ei­ne Über­ra­schung, die nicht nur er­staunt, son­dern auch er­freut. Seit gut 20 Jah­ren wur­de der 75-Jäh­ri­ge als An­wär­ter ge­han­delt. War­um man sich in Stock­holm nun be­son­nen hat, bleibt das Ge­heim­nis der Ju­ry.

Dies­mal je­den­falls be­nö­tigt der Na­me des Preis­trä­gers kei­ne wei­te­re Er­läu­te­rung. Bob Dy­lan, den le­gen­dä­ren Song­poe­ten, ken­nen Mil­lio­nen von Men­schen in al­ler Welt. Sei­ne Songs sind Klas­si­ker, er in­spi­rier­te Ge­ne­ra­tio­nen von Mu­si­kern und hat mit sei­ner Ly­rik ei­ne gan­ze Kunst­spar­te ge­adelt. Er hat den Preis ver­dient.

@ Die Au­to­rin er­rei­chen Sie un­ter jerichow@in­fo­au­tor.de

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