Für ge­park­tes Geld müs­sen Ban­ken wei­ter­hin ei­nen Straf­zins zah­len. Ein Stra­te­gie­wech­sel bleibt vor­erst aus.

Nordwest-Zeitung - - WIRTSCHAFT - VON FRIE­DE­RI­KE MARX

FRANK­FURT – Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) hält ih­ren Kurs: Die Wäh­rungs­hü­ter be­lie­ßen den Leit­zins im Eu­ro­raum, zu dem sich Ge­schäfts­ban­ken fri­sches Zen­tral­bank­geld be­sor­gen kön­nen, auf dem Re­kord­tief von null Pro­zent. Das teil­te die EZB am Don­ners­tag in Frank­furt mit.

Par­ken Ban­ken über­schüs­si­ges Geld bei der No­ten­bank, müs­sen sie wei­ter 0,4 Pro­zent Straf­zin­sen zah­len. Die EZB be­kräf­tig­te, an ih­rem mil­li­ar­den­schwe­ren An­lei­hen­kauf­pro­gramm wie ge­plant bis min­des­tens En­de März 2017 fest­zu­hal­ten. Da­mit will sie die Kon­junk­tur an­kur­beln und die In­fla­ti­on im Eu­ro­raum an­schie­ben.

Zwar stieg die In­fla­ti­on im Wäh­rungs­raum im Sep­tem­ber auf den höchs­ten Stand seit Ok­to­ber 2014. Die Ra­te liegt mit 0,4 Pro­zent aber weit

Ist der Leit­zins nied­rig, dann kön­nen die Ban­ken sich güns­tig Geld bei der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) lei­hen. Ge­ben die Ban­ken dann Fir­men oder Fa­mi­li­en Kre­di­te, kön­nen sie das auch für nied­ri­ge Zin­sen tun. Durch den Leit­zins nimmt die EZB al­so Ein­fluss auf die Wirt­schaft.

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