Ha­mil­ton ver­kürzt mit Sieg Rück­stand auf Ros­berg

Bri­te ge­winnt Gro­ßen Preis der USA in Austin vor deut­schem Mer­ce­des-Team­kol­le­gen

Nordwest-Zeitung - - SPORT -

AUSTIN/SID – Le­wis Ha­mil­ton hat die Jagd auf Ni­co Ros­berg im Wil­den Wes­ten er­öff­net und für neue Span­nung im WM-Du­ell der Mer­ce­des-Pi­lo­ten ge­sorgt. Der For­mel-1Welt­meis­ter ge­wann zum drit­ten Mal in Fol­ge den Gro­ßen Preis der USA, für sei­nen deut­schen Te­am­ri­va­len blieb nur der zwei­te Rang. Drei Ren­nen vor Sai­son­en­de liegt Ros­berg noch 26 Zäh­ler vor dem Bri­ten.

Für Ha­mil­ton war es der er­lö­sen­de ers­te Sieg nach fast drei Mo­na­ten, für ihn müs­sen aber wei­te­re fol­gen – für Ros­berg än­der­te sich auf dem Weg zu sei­nem ers­ten WMT­ri­umph der­weil we­nig: Noch im­mer rei­chen zwei zwei­te Plät­ze und ein drit­ter Platz si­cher, ei­nen gro­ben Aus­rut­scher soll­te sich der 31-Jäh­ri­ge aber nicht mehr er­lau­ben.

„Die USA sind im­mer ein gu­tes Jagd­re­vier für mich“, sag­te Ha­mil­ton. Ros­berg war nicht kom­plett zu­frie­den: „Ich ha­be beim Start ein biss­chen was ver­lo­ren. Un­ter dem Strich ist der zwei­te Platz in Ord­nung – Scha­dens­be­gren­zung eben. Ich bin auf je­den Fall voll ge­fah­ren.“

Rang drei ging an den Aus­tra­li­er Da­ni­el Ric­ci­ar­do im Red Bull. Vier­ter wur­de Se­bas­ti­an Vet­tel im Fer­ra­ri, der durch ei­nen Aus­fall sei­nes Team­kol­le­gen Ki­mi Räik­kö­nen um ei­ne Po­si­ti­on vor­ge­rückt war: Am Bo­li­den des Fin­nen war beim Stopp ein Rad nicht rich­tig ver­schraubt wor­den. Es war der nächs­te pein­li­che Aus­set­zer bei Fer­ra­ri.

Für Ni­co Hül­ken­berg im Force In­dia en­de­te das Ren­nen schon in der ers­ten Run­de nach ei­ner Kol­li­si­on mit Vet­tel. „Se­bas­ti­an hat mir nicht sehr viel Platz ge­las­sen“, sag­te Hül­ken­berg: „Ich weiß nicht, ob er ihn mir nicht las­sen woll­te.“

Ins­ge­samt er­reich­te die For­mel 1 in Te­xas die Auf­merk­sam­keit, die sie sich er­hofft hat­te, da­bei half viel Pro­mi­nenz mit: Un­ter an­de­rem mach­ten sich die Hol­ly­woo­dS­tars Ger­ard But­ler und Chris­toph Waltz aus der Nä­he ein Bild von der For­mel 1.

Sie dürf­ten in­des recht we­nig Kennt­nis von der Sta­tis­tik ge­habt ha­ben, die Po­le-Set­ter Ha­mil­ton vor dem Start be­las­te­te: In die­sem Jahr war er zu­vor sie­ben Mal von Rang eins ins Ren­nen ge­gan­gen, nur zwei Mal hielt er da­bei sei­ne Füh­rung.

„Stun­den­lang“, so Ha­mil­ton, ha­be er da­her zu­letzt an den Starts ge­ar­bei­tet, und in Austin lief es bes­ser: Der En­g­län­der und Ros­berg von Rang zwei ka­men bei­de gut weg, nach der ers­ten Kur­ve muss­te der Deut­sche dann Ric­ci­ar­do vor­bei­zie­hen las­sen.

Erst wäh­rend des zwei­ten Be­suchs an der Box ging Ros­berg wie­der an Ric­ci­ar­do vor­bei. In der Fol­ge ent­wi­ckel­te sich ein eher lang­wei­li­ges Ren­nen, dass nur durch Feh­ler hät­te ei­nen an­de­ren Ver­lauf neh­men kön­nen – doch den mach­te we­der Ha­mil­ton noch Ros­berg.

DPA-BILD: SUKI

Glei­che Rei­hen­fol­ge wie nach dem Qua­li­fy­ing: Le­wis Ha­mil­ton (rechts) ge­wann in Austin vor Ni­co Ros­berg.

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