Pro­mi­nen­te Staf­fel pul­ve­ri­siert Re­kord

Spit­zen­läu­fer schrau­ben Best­zeit auf 2:19:04 St­un­den

Nordwest-Zeitung - - SPORT IN OLDENBURG - VON MA­THI­AS FREE­SE

OL­DEN­BURG – Das war ver­dammt schnell: Den ers­ten Zeit­mess-Chip, der die gan­ze Ma­ra­thon­stre­cke hin­ter sich hat­te, hat am Sonn­tag Jens Ner­kamp über die Zi­el­li­nie ge­tra­gen. Die 42,195 Ki­lo­me­ter hat­ten sich aber vier Läu­fer ge­teilt: Micha­el Ma­je­w­ski brach­te den Chip am Pul­ver­turm auf den Weg und über­gab ihn nach acht Ki­lo­me­tern am Pfer­de­markt an Jan Knut­zen. Bei Ki­lo­me­ter 21,1 über­nahm Oli­ver Se­brant­ke, der ihn acht Ki­lo­me­ter wei­ter Ner­kamp aus­hän­dig­te.

Den­noch: 2:19:04 St­un­den sind auch in ge­teil­ter Ar­beit ein Spit­zen­er­geb­nis. „Die Zeit ist in Deutsch­land so noch nicht ge­lau­fen wor­den“, wuss­te Se­brant­ke (LC Han­sa Stuhr), der vor drei Wo­chen als Ein­zel­kämp­fer den Bre­men-Ma­ra­thon in 2:32:14 St­un­den ge­won­nen hat­te. 2011 und 2012 war er auch Sie­ger in Ol­den­burg.

Auch die an­de­ren Mit­glie­der der „Lauf­team Ka­min­ski Clop­pen­burg“-Staf­fel sind in der Lauf-Sze­ne bes­tens be­kannt. Ma­je­w­ski (BV Gar­rel) hat­te die Grup­pe vor zwei Jah­ren mit sei­nem Ver­eins­ka­me­ra­den An­dré Gra­fe in­iti­iert und seit­dem im­mer wie­der Läu­fer an­ge­spro­chen. „Ich ken­ne die Jungs erst seit An­fang des Jah­res. Aber mitt­ler­wei­le sind wir Freun­de“, sag­te Knut­zen (sonst SG Lem­wer­der). Für die Ma­ra­thon-Staf­fel hat­ten sie zu­dem den Gar­re­ler Ner­kamp ak­qui­riert, der in die­sem Jahr für den Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­band bei der Halb­ma­ra­thon-EM ge­lau­fen war. Knut­zen und Se­brant­ke star­ten am nächs­ten Sonn­tag noch in Frankfurt bei der Deut­schen Meis­ter­schaft über die 42,195 Ki­lo­me­ter.

Trotz der Team­ar­beit wa­ren al­le vier auf der Stre­cke ziem­lich ein­sam. Ma­je­w­ski ließ sich als Start­läu­fer noch „von der Meu­te trei­ben“, Knut­zen aber war froh, dass „zu­min­dest der Füh­rungs-Rad­fah­rer da war“. Se­brant­ke fand die Stre­cke „ein biss­chen ein­sam, aber gut“, und Ner­kamp freu­te sich, dass die Stim­mung „bei Über­run­dun­gen wie­der et­was bes­ser war“.

Al­le vier lie­fen üb­ri­gens je­den Ki­lo­me­ter durch­schnitt­lich in we­ni­ger als 3:20 Mi­nu­ten – al­so wirk­lich ver­dammt schnell.

BILD: CHRIS­TI­AN J. AHLERS

Sie­ger­staf­fel: (von links) Jens Ner­kamp, Oli­ver Se­brant­ke, Jan Knut­zen, Micha­el Ma­je­w­ski

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