Zwei Ver­lie­rer

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON RAS­MUS BUCH­STEI­NER, BÜ­RO BER­LIN

Noch im­mer gibt es Hin­ter­tür­chen und je­de Men­ge Wenn und Aber. An­ge­la Mer­kel war­tet ab, will sich zu­min­dest öf­fent­lich noch nicht fest­le­gen. An­ge­sichts der Aus­gangs­la­ge wä­re es je­doch die po­li­ti­sche Sen­sa­ti­on des Jah­res, wenn sie im De­zem­ber beim Par­tei­tag in Es­sen nicht er­neut für den CDU-Vor­sitz kan­di­die­ren und da­mit wohl auf ei­ne vier­te Amts­zeit im Bun­des­kanz­ler­amt ver­zich­ten wür­de.

Auch wenn Dif­fe­ren­zen blei­ben und zen­tra­le Punk­te in der Flücht­lings- und Mi­gra­ti­ons­po­li­tik ein­schließ­lich des Streits um die Ober­gren­ze noch nicht ge­klärt wer­den konn­ten, be­fin­den sich CDU und CSU er­kenn­bar auf An­nä­he­rungs­kurs. Selbst wenn die Kanz­le­rin nicht zum Par­tei­tag der Christ­so­zia­len An­fang No­vem­ber ein­ge­la­den wird: Nach den Zer­würf­nis­sen der ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­te bleibt den Uni­ons­schwes­tern gar nichts an­de­res üb­rig, als sich wie­der mit­ein­an­der zu ar­ran­gie­ren. Ge­mein­sam hat man in den Ab­grund ge­schaut. Da­bei ist klar ge­wor­den, dass am En­de bei­de Sei­ten Ver­lie­rer wä­ren.

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