14-Jäh­ri­ger sticht Gru­sel-Clown nie­der

16-jäh­ri­ger Tä­ter le­bens­ge­fähr­lich ver­letzt – Po­li­zei warnt vor Es­ka­la­ti­on der Si­tua­ti­on

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA - VON ANDRE­AS RABENSTEIN

Seit Ta­gen kur­sie­ren Be­rich­te und Bil­der von ag­gres­si­ven Men­schen in Clown­s­mas­ken. In Nie­der­sach­sen wur­den seit Mo­nats­be­ginn 56 Zwi­schen­fäl­le mit Gru­selC­lowns ge­mel­det.

BER­LIN/HAN­NO­VER – Ein Gru­sel­Clown hat in Ber­lin ei­ne Grup­pe Ju­gend­li­cher be­droht und ist dar­auf­hin mit ei­nem Mes­ser nie­der­ge­sto­chen wor­den. Der 16-jäh­ri­ge mit der Clown­s­mas­ke wur­de durch den Mes­ser­stich am Mon­tag­abend im Stadt­teil Lich­ter­fel­de le­bens­ge­fähr­lich ver­letzt und muss­te im Kran­ken­haus not­ope­riert wer­den.

Nach der Tat stell­te sich her­aus, dass sich der 14-jäh­ri­ge Mes­ser­ste­cher und der „Clown“aus der Nach­bar­schaft kann­ten. Der 14-Jäh­ri­ge leis­te­te noch Ers­te Hil­fe, be­vor der Kran­ken­wa­gen kam. Er wur­de von der Po­li­zei vor­läu­fig fest­ge­nom­men, dann aber sei­nen El­tern über­ge­ben. Seit Wo­chen gibt es Vor­fäl­le, bei de­nen mas­kier­te Hor­ror-Clowns Pas­san­ten er­schre­cken.

Der Ber­li­ner Po­li­zei­spre­cher Tho­mas Neu­en­dorf sag­te am Di­ens­tag­mor­gen im rb­bSen­der Ra­dio Eins: „Ges­tern Abend ist das pas­siert, was wir im­mer be­fürch­tet ha­ben, dass das Gan­ze es­ka­liert.“Neu­en­dorf be­ton­te, es kön­ne ei­ne Straf­tat sein, wenn man Men­schen zu To­de er­schre­cke. „Das kann ei­ne Kör­per­ver­let­zung sein.“Die Po­li­zei ra­te da­von ab, Wi­der­stand zu leis­ten. „Na­tür­lich kann man sich ge­gen ei­nen An­griff weh­ren. Aber man muss eben auch das Au­gen­maß be­hal­ten. Aus un­se­rer Sicht ist es tat­säch­lich bes­ser weg­zu­lau­fen, weil so ei­ne Sa­che es­ka­lie­ren kann.“An­schlie­ßend kön­ne man die Po­li­zei ru­fen.

Nach den gan­zen Vor­fäl­len mit Clowns soll­ten die Men­schen zu Hal­lo­ween auf Clown­s­kos­tü­me ver­zich­ten, mein­te Neu­en­dorf. „Man soll­te das die­ses Jahr aus­las­sen. Das ist et­was hoch­ge­kocht.“

Seit ei­ni­gen Ta­gen re­gis­trie­ren die deut­schen Be­hör­den ver­mehrt Über­grif­fe und An­grif­fe be­waff­ne­ter Clowns. Die Tä­ter in un­heim­li­chen Ko­s­tü­men er­schre­cken und be­dro­hen Pas­san­ten. Die ge­film­ten Ak­tio­nen wer­den häu­fig im In­ter­net ver­öf­fent­licht.

Seit Mo­nats­be­ginn sind in Nie­der­sach­sen 56 Zwi­schen­fäl­le mit Gru­sel-Clowns der Po­li­zei ge­mel­det wor­den. Wie das Lan­des­kri­mi­nal­amt am Di­ens­tag mit­teil­te, wur­de in ei­nem Fall ei­ne Per­son ver­letzt. Es wer­de we­gen Kör­per­ver­let­zung er­mit­telt. Wo sich die­ser Über­griff er­eig­ne­te, wur­de nicht be­kannt­ge­ge­ben.

KOMMENTAR, SEI­TE 4

PARNOLD SCHWAR­ZE­NEGGER (69) hat die Fä­hig­kei­ten für ei­nen po­li­ti­schen Wahl­kampf schon in sei­ner Zeit als Bo­dy­buil­der ge­lernt. „Du musst dich, dei­ne Ide­en und dei­ne Hal­tung der Öf­fent­lich­keit ver­kau­fen“, sag­te er der Zeit­schrift „Ad­week“. „Du musst dich ab­gren­zen, ob in po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen oder Fil­men.“Der Film­star war von 2003 bis 2011 Gou­ver­neur des US-Bun­des­staats Ka­li­for­ni­en.

Koch-Shows ha­ben nach An­sicht von Fern­seh­koch TIM MÄL­ZER nicht nur we­gen ih­res Un­ter­hal­tungs­werts Er­folg. „Es ist auch der Er­satz für ei­ne Zeit, die man viel­leicht frü­her ge­mein­sam am Ess­tisch ver­bracht hat“, sag­te der 45Jäh­ri­ge den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. „Kaum je­mand kommt um 17 Uhr nach Hau­se und hat dann Zeit für ein ge­mein­sa­mes Abend­es­sen.“

US-Prä­si­dent BA­RACK OBA­MA (55) hat sich kurz vor En­de sei­ner Amts­zeit noch ein­mal der­ber Kri­tik ge­stellt – in Form fie­ser Tweets. Er las am Mon­tag in der Sen­dung des La­teNight-Tal­kers JIM­MY KIM­MEL ge­mei­ne Twit­ter-Nach­rich­ten über sich vor. Die hef­tigs­te Kri­tik: „Prä­si­dent Oba­ma wird als viel­leicht schlech­tes­ter Prä­si­dent in die Ge­schich­te der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ein­ge­hen!“Ge­schrie­ben hat­te das der re­pu­bli­ka­ni­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat DO­NALD TRUMP. Oba­ma hat­te ei­ne nicht min­der ver­nich­ten­de Ant­wort pa­rat: „We­nigs­tens wer­de ich als Prä­si­dent in die Ge­schich­te ein­ge­hen.“

Nor­ma­ler­wei­se brin­gen sie ih­re Zu­schau­er zum La­chen. Clowns tre­ten in Zir­kus­sen auf. Da­bei sind sie oft toll­pat­schig und ma­chen lus­ti­ge Din­ge. In letz­ter Zeit hört man je­doch eher an­de­re Ge­schich­ten: Man­che Leu­te zie­hen sich gru­se­li­ge ClownKo­s­tü­me an, um Men­schen auf der Stra­ße zu er­schre­cken. Teil­wei­se wur­den bei den Ak­tio­nen so­gar Men­schen ver­letzt. Wenn die Gru­sel-Clowns er­wischt wer­den, dro­hen ih­nen Stra­fen.

DPA-BILD: BAJZAT

Ar­nold 1985 Schwar­ze­negger

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