Tä­ter sind schnell wie­der ab­ge­taucht

Wa­ren wer­den mit ge­fälsch­ten Da­ten er­gau­nert

Nordwest-Zeitung - - STADT OLDENBURG -

PE­TERS­FEHN/OL­DEN­BURG CK – Be­trü­ger be­stel­len Wa­ren, die Rech­nung soll je­mand an­ders be­zah­len. Ei­ni­ge Fra­gen und Ant­wor­ten zu der Ma­sche.

Wie ge­hen die Tä­ter vor

Die Tä­ter su­chen sich die Adres­se ei­nes un­be­schol­te­nen Bür­gers – zum Bei­spiel aus dem Te­le­fon­buch. Dann be­stel­len sie mit ei­ner fal­schen E-Mail-Adres­se und wei­te­ren ge­fälsch­ten Da­ten Wa­ren. Als Rech­nungs­adres­se ge­ben sie die rich­ti­ge Adres­se an. Lie­fern las­sen sie die Wa­ren aber zum Bei­spiel an ei­nen Pa­ket­shop oder ei­ne an­de­re Ab­hol­sta­ti­on. Dort neh­men sie die Wa­re mit ge­fälsch­ten Voll­mach­ten oder Aus­wei­sen ent­ge­gen.

Wie er­mit­telt die Po­li­zei

Die Tä­ter zu er­mit­teln ist schwie­rig, sagt Hei­ner Vor­werk von der Po­li­zei Bad Zwi­schen­ahn. In ei­ni­gen Fäl­len steck­ten hin­ter ge­fälsch­ten Be­stel­lun­gen or­ga­ni­sier­te Ban­den, die ih­re Ma­sche für kur­ze Zeit in ei­nem Ort an­wen­den. Nur ganz sel­ten kön­ne ein Tä­ter auf fri­scher Tat er­tappt wer­den. Bis zur An­zei­ge sind die Gau­ner längst weg. Wer­den die Be­stel­lun­gen über das In­ter­net auf­ge­ge­ben, könn­te die Po­li­zei über die so­ge­nann­te IP-Adres­se er­mit­teln, wer sie ab­ge­schickt hat. Die­se Da­ten wer­den aber in der Re­gel ge­löscht, be­vor es zur An­zei­ge kommt.

Was kön­nen Op­fer tun

Der ers­te Weg soll­te zur Po­li­zei füh­ren, um Straf­an­zei­ge zu er­stat­ten. Auch wenn die Tä­ter nicht er­mit­telt wer­den kön­nen, bleibt der Be­trof­fe­ne so we­nigs­tens nicht auf den fal­schen Rech­nun­gen sit­zen. Zum Op­fer wer­den da­mit na­tür­lich die Ver­sand­händ­ler, die für die ge­lie­fer­ten wa­ren kei­ne Be­zah­lung er­hal­ten.

Lan­det das Op­fer mög­li­cher­wei­se bei der Schu­fa

Ein ne­ga­ti­ver Ein­trag bei der Schu­fa oder ei­nen an­de­ren Aus­kunf­tei dür­fe aus ei­nem sol­chen Be­trug nicht re­sul­tie­ren. Den­noch sei es rat­sam, re­gel­mä­ßig ei­ne kos­ten­lo­se Selbst­aus­kunft ein­zu­ho­len.

Gibt es we­gen ei­nes Be­tru­ges ei­nen ne­ga­ti­ven Ein­trag, kön­ne das Op­fer un­ter Ver­weis auf die Vor­gangs­num­mer der Po­li­zei oder das Ak­ten­zei­chen der Staats­an­walt­schaft die Lö­schung die­ses Ein­trags durch­set­zen, so Hei­ner Vor­werk. Mus­ter­brie­fe für die kos­ten­lo­se Selbst­aus­kunft gibt es zum Bei­spiel bei den Ver­brau­cher­zen­tra­len.

@ www.ver­brau­cher­zen­tra­le-nie­der­sach­sen.de

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