Tank ex­plo­diert bei Brand

Mehr­zweck­hal­le in Vech­ta in Flam­men – Schwe­fel­säu­re aus­ge­tre­ten

Nordwest-Zeitung - - IM NORDWESTEN - VON CHRIS­TOPH FLOREN

Ein ex­plo­dier­ter Schwe­fel­säu­re­tank ver­ur­sacht le­dig­lich Ge­ruchs­be­läs­ti­gun­gen. Men­schen oder Tie­re kom­men nicht zu Scha­den.

SPREDA – 600000 Eu­ro Scha­den hat der Brand ei­ner Mehr­zweck­hal­le auf ei­nem land­wirt­schaft­li­chen Be­trieb im Vech­ta­er Orts­teil Spreda am Don­ners­tag­mor­gen wohl ver­ur­sacht. Das zu­min­dest er­ge­ben ers­te Schät­zun­gen der Po­li­zei. Men­schen oder Tie­re ka­men nicht zu Scha­den. Zeit­wei­se wur­de die Be­völ­ke­rung im Raum Spreda durch Ra­dio­durch­sa­gen auf­ge­for­dert, Fes­ter und Tü­ren ge­schlos­sen zu hal­ten.

Nach An­ga­ben von Ma­ren Fok­ken, Spre­che­rin der Po­li­zei­in­spek­ti­on (PI) Clop­pen­burg/Vech­ta, hat­te der Be­trei­ber des Ho­fes, zu dem auch ei­ne un­mit­tel­bar an die Brand­stel­le an­gren­zen­de Bio­gas­an­la­ge ge­hört, das Feu­er ge­gen 8.40 Uhr ent­deckt und um­ge­hend ge­mel­det.

Alar­miert durch die Ein­satz­leit­stel­le Vech­ta rück­ten in­ner­halb kür­zes­ter Zeit mehr als 100 Feu­er­wehr­leu­te mit zahl­rei­chen Fahr­zeu­gen aus dem Kreis zum Ein­satz­ort aus. Bei ih­rem Ein­tref­fen stand ei­ne weit­hin sicht­ba­re, tief­schwar­ze und bei­ßen­de Rauch­wol­ke über der ge­sam­ten An­la­ge.

In der von dem Brand be­trof­fe­nen Hal­le be­fan­den sich zum Zeit­punkt des Un­glücks un­ter an­de­rem ei­ne An­la­ge zur Trock­nung von Gär­res­ten so­wie ein 8000 Li­ter fas­sen­der Schwe­fel­säu­re­tank. Un­ter schwe­rem Atem­schutz gin­gen die Ein­satz­kräf­te von meh­re­ren Sei­ten ge­gen das Feu­er vor. Schließ­lich ex­plo­dier­te der Tank, oh­ne gro­ßen Scha­den an­zu­rich­ten.

We­gen der Mög­lich­keit ei­ner Um­welt­be­las­tung durch Schwe­fel­säu­re wur­de der Ge­fahr­gut­zug des Land­krei­ses hin­zu­ge­ru­fen. Mes­sun­gen vor Ort er­ga­ben aber le­dig­lich Ge­ruchs­be­läs­ti­gun­gen. Ge­fähr­dun­gen für die An­woh­ner wa­ren aus­zu­schlie­ßen Ge­gen 10.15 mel­de­te die Ein­satz­lei­tung „Feu­er ge­löscht!“Die Feu­er­wehr­ein­hei­ten rück­ten nach und nach wie­der ab.

Ex­per­ten der Po­li­zei ha­ben zwi­schen­zeit­lich ih­re Er­mitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che auf­ge­nom­men. Ers­te Ver­mu­tun­gen deu­te­ten auf die Mög­lich­keit ei­nes tech­ni­schen De­fek­tes in der zer­stör­ten Gär­res­te­trock­nung hin. De­tails ste­hen bis­lang aus.

ÐTV zeigt ei­nen Bei­trag un­ter www.youtube.com/nwz­play

PKon­zern­um­bau EWE – Ent­set­zen in But­ja­din­gen – Stau in Ol­den­burg –

BILD: CHRIS­TOPH FLOREN

„Was­ser marsch!“So wie die­se bei­den Ein­satz­kräf­te rück­te die Feu­er­wehr von meh­re­ren Sei­ten ge­gen den Brand in der Mehr­zweck­hal­le vor.

Ge­brannt hat am Don­ners­tag ein Hal­len­ge­bäu­de ne­ben ei­ner Bio­gas­an­la­ge in Vech­ta. Die Feu­er­wehr ging mit schwe­rem Atem­schutz ans Werk.

Die EWE will das füh­ren­de Ener­gie­un­ter­neh­men für den Nor­den wer­den. Ein Schwer­punkt­the­ma wird Elek­tro­mo­bi­li­tät, die kon­ven­tio­nel­le Er­zeu­gung steht vor dem Aus.

Der Un­fall, in des­sen Fol­ge zwei jun­ge Men­schen ge­stor­ben sind, löst Fas­sungs­lo­sig­keit und gro­ße Be­trof­fen­heit aus.

Vor dem Win­ter bringt das Land die Au­to­bah­nen im Stadt­ge­biet in Ord­nung. Die Fol­ge: Zu Spit­zen­zei­ten staut es sich mas­siv.

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