Fei­ner Zwirn statt gel­ber Leib­chen

Aus­wärtstrikots des VfB ein­ge­trof­fen – Heim­spiel ge­gen Rehden

Nordwest-Zeitung - - SPORT -

„Wenn Sie uns zu ihm füh­ren könn­ten, hät­ten wir die Mög­lich­keit, mit Ih­nen bei­den zu re­den und Ih­nen zu er­klä­ren, was auf dem Spiel steht, oh­ne dass uns da­bei ei­ne Hor­de Sta­te Tro­o­pers stört.“

Yas­min spür­te, wel­che Ge­nug­tu­ung ihm sei­ne Macht be­rei­te­te – nicht die Macht über sie bei­de, son­dern die über Gray­ling.

„Aber wenn Matt mich noch mal an­ge­ru­fen hät­te“, sag­te sie zu Gray­ling, „hät­te ich ge­wusst, dass Sie ge­lo­gen ha­ben.“

„Nicht Da­vey“, sag­te Dee­ring. „Die Sta­te Tro­o­pers. Die Po­li­zei. Sie hät­ten nicht mehr ge­wusst, wem sie trau­en kön­nen. Ich ha­be dar­in ei­nen Vor­teil für uns ge­se­hen. Und es wä­re gar nicht so weit her­ge­holt ge­we­sen. Das Fracking hat Be­für­wor­ter in den höchs­ten Krei­sen.“Matt wand­te sich an Gray­ling. „War­um in al­ler Welt ha­ben Sie sich dar­auf ein­ge­las­sen?“Auch er hat­te den Sta­te Tro­oper ei­gent­lich für ei­nen an­stän­di­gen Mann ge­hal­ten. Nun fiel es ihm schwer, sei­nen

Der VfB Ol­den­burg will am Sonn­tag zu Hau­se ge­gen Rehden den mis­sSai­son­start lun­ge­nen ver­ges­sen ma­chen. Jed­de­loh gas­tiert am Sams­tag beim VfL Wolfs­burg II.

OL­DEN­BURG/JED­DE­LOH – „Wen dSi szh dSh mfzüW-zhr­küSh dSk öt, äw­dSh­dMf- WMt Mhd Wd­kS­rük dSk mwWüg sl­w­wr- irkkc wMh-ShSh Ir-WcbMtüWaü rh Ipc dSea nzt­tü oMHdWww­cTS-rz­hWw­wrc -rkü öt, äw­dSh­dMf- Wh drSkSi .zh­hüW- WMt Sr­hSh “Sri­kYrSwc .üW­fü hWen GWH– „SMh yW-S hWen dSf ANDcmwS­rüS irü ISrdc en­Sh­cmz­kkS rh .en­wSk­vr-c“zwc küSrh üfrt­tü dWk ySWi szh yfWrc hSf PrSüiWf “rf­ken Wh drSkSi .zh­hüW- VUF Bn­fK GWf­ken­vS-c küWdrzh? WMt dSh ,.ö TSn­dSh–

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„Ich woll­te die Ge­le­gen­heit ha­ben, es Ih­nen zu er­klä­ren. Da­mit Sie das gro­ße Gan­ze er­ken­nen. Dass all das ei­nem gu­ten Zweck dient.“

„Ein Sturm ist auf­ge­kom­men“, sag­te Yas­min. „Und wir sind mit­ten hin­ein­ge­ra­ten, und zwar des­halb, weil er uns nicht um­keh­ren ließ.“

„Ich ha­be ihm ge­sagt, ich wür­de mich auf der Stre­cke um Sie küm­mern“, sag­te Dee­ring. „Da­für sor­gen, dass Ih­nen nichts pas­siert.“

Es klang nicht, als wol­le er Gray­ling ent­schul­di­gen, eher wie ei­ne wei­te­re Macht­de­mons­tra­ti­on.

„Und das ha­ben Sie ihm ge­glaubt?“, frag­te Yas­min Gray­ling. Der schwieg. „Weil es Ih­nen ent­ge­gen­kam. Weil Sie sonst bloß­ge­stellt ge­we­sen wä­ren.“

„Ich ha­be nach Ih­nen ge­sucht“, sag­te Gray­ling. „Bis es nicht mehr ging. So­bald der Sturm es wie­der er­laub­te, ha­be ich wei­ter­ge­sucht. Ich schwö­re ,WfÜken Mhd iSr­hüS dWi­rüK dWkk sSf­kRMiü vzfdSh vWfK dWk ySWi fSe­nü­gS­rür- irü bMk­vR­fü­küfra­zük gM sSfkzfc -Sh– PSf bM­tüf­rüü rh -Sw­dSh ISr­denSh rh Ip­dSea nWüüS dSi yfWdrürzh­ke­wMd .Yzüü Mhd “RiS Srh-Sd­fWe­nü– Ejrf nWdSh -SYSh­hü J Sk YWk­krS­fü iziShüWh rh Mh­kSfSi öSfSrh kz srSwK dW ipkkSh vrf SsShüMSww WMen iWw Sr­hSh GWh- fWMkc hS­niShZK Sfa­wR­füS dSf özfc küWh­dkszfkrü­gSh­dS Snf­wren–

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„Ist Ihr Hub­schrau­ber nun ka­putt oder nicht?“, frag­te Matt.

Gray­ling zö­ger­te. „Wie ge­sagt, ich woll­te et­was Zeit mit Ih­nen ha­ben, um Ih­nen al­les zu er­klä­ren . . .“

Matt un­ter­brach ihn. „Ha­ben Sie ei­nen Funk­spruch ab­ge­setzt? Ist ir­gend­je­mand auf dem Weg hier­her?“

Gray­ling ant­wor­te­te nicht. Asche wir­bel­te zwi­schen den tan­zen­den Schnee­flo­cken em­por.

„Ich ge­he zu un­se­rer Toch­ter“, sag­te Matt und mar­schier­te da­von in Rich­tung Apu­ti­ak. Dee­ring und Gray­ling lie­ßen ihn nur des­halb ge­hen, dach­te Yas­min, weil Matt und sie nir­gend­wo­hin flie­hen oder Hil­fe ho­len konn­ten.

„Was glaubt die Po­li­zei, wo im neu­en Ous­wärtstrikot des wir sind?“, frag­te Yas­min Gray­ling. Er ant­wor­te­te nicht. „Süd­lich des Ati­gun-Pas­ses, wie Dee­ring be­haup­tet hat?“

Wie­der Schwei­gen. Er ekel­te Yas­min an.

„Ich woll­te Sie nicht ja­gen“, sag­te Dee­ring mit sanf­ter Stim­me in der Dun­kel­heit. „Ich brauch­te Sie nur, da­mit Sie mich zu Ih­rem Mann füh­ren.“

Aber sie hat­te schon be­grif­fen, war­um er sie nicht hat­te um­keh­ren las­sen. So­bald sie auf die Fluss­stra­ße ab­ge­bo­gen war, muss­te ihm klar ge­we­sen sein, dass sie hier, an die­sem gif­ti­gen Ort, lan­den wür­de. Erst dann hat­te er auf sie und Ru­by ge­schos­sen. Sie wand­te sich ab und ging Matt nach.

Wäh­rend sie durch die schwar­ze, ei­si­ge Land­schaft auf das Apu­ti­ak zu­ging, dach­te sie nicht an Dee­ring oder Gray­ling oder was jetzt ge­sche­hen wür­de, son­dern an yfWh­kYWfShg J vrf wSdSh krS WMenZK kW-üS Sf– Eßen drh kSnf dSSrhdfMeaü pdSf drSkS ätc tShnS­rü Mhd aWhh Srh kzwenSk “Wh­dSwh hMf dS-fpHShZK kW-c üS KWfw Tzü­niMhd– PSf mfRkrc dShü dSk „rSdSf­kRen­krkenSh oMHdWww­sSf­dWh­dSk YwRdrS­füS rh kSr­hSf GW­küfSdS MhüSf Whc dSfSi tpf Sr­hS TStz­fi dSf bMt­kürS-kfS-SwMh- WMk dSh tpht TS-rz­hWw­wr-Sh rh drS 3– Ir-W– .üWüü drknSf dfSr bMtc küSr-Sfh rh dfSr TSwS-Würzhkc dMSw­wSh kzwwüSh rh gvSr PfSrSf-fMYYSh srSf bMt­küSr-Sf SfirüüSwü vSf­dSh– ZMi bdken­wMkk dSk .Yzhc kzfShüfSt­tShk dS­küRür-üS dSf öt,cözfküWh­dK dWkk dWk hSMS bMk­vR­fü­küfra­zü EoSr­hSf Zvrf­hZ Srh-Süfzt­tSh rkü– bi .zh­hüWWdSf kzwwSh Sf­kü Sr­hiWw drS dMhaSwd­wWMSh “Srikn­rfük -Mü gMf GSwüMh- aziiSh– bMt kSr­hS Sf­küS bMkc vR­fük­fSr­kS rh dSf TS-rzc hWw­wr-W dS-rdü kren nrhc -S-Sh bMt­küSr-Sf ..ö JSdc dSwzn– PrS biiSf­wRh­dSfK drS irü Sr­hSi DND -S-Sh Pf­ze­nüSf­kSh -SküW­füSü krhdK üfSüSh Wi .Wi­küWBnf? VU3 dS­ri ötI jzwt­kc dMf- ßß Wh– PrS ,Mh­dSk­wr-WcTSc kSf­sS dS­küf­rüü Wi Grüüc vzen rnf Sf­küSk Ir-Wc kYrSw Mhd Shüt­pn­füS dWc dSr dfSr mMha­üS WMk “rwc dSknS­ri VDNA?– „re­nü hMf vS-Sh dSk .rS-Sk krS­nü ..öcy­fWr­hSf KSÜ TrSdWM dSh GS-hSf rh dSf oWsz­früSh­fzwwSN Ejzwt­kdMf- küS­nü kSnf -Mü -SküWt­tSwüK kenWwüSü ken­hSww Mi Mhd sSfc tp-ü pdSf Shz­fiS .üR­faSh ri Lrhkc -S-Sh­cLrhk J tpf Mhk vrfd dWk Sr­hS ken­vrSc fr-S bMt-WdS–Z das Ster­nen­fo­to, das Matt ihr ge­schickt hat­te, und dar­an, wie er halb er­fro­ren los­ge­lau­fen war, mit dem Han­dy am Kör­per, nur um ih­re Stim­me hö­ren zu kön­nen.

Matt­ka­maus­de­mA­pu­ti­ak. An der Art, wie er ste­hen blieb, und an sei­ner Mie­ne er­kann­te sie, dass et­was ganz und gar nicht in Ord­nung war.

Ich hab mein Note­book auf­ge­klappt, da­mit es mir den Weg leuch­tet. Die Ta­schen­lam­pe ha­be ich Mum und Dad da­ge­las­sen. Im Schein des Bild­schirms se­hen der Schnee und das Eis grün­lich aus, und ich schaue nur auf den grü­nen Schnee, nicht in die Dun­kel­heit. Ich ha­be Dads Ruck­sack mit dem Ter­mi­nal auf­ge­setzt, da­mit es ge­schützt ist. Über mein Note­book ha­be ich Dads Spe­zi­al­hül­le ge­zo­gen. Der Teil für den Bild­schirm be­steht aus durch­sich­ti­gem Plas­tik. Es schneit, aber nur ein biss­chen. Ei­ne fet­te Flo­cke ist mit­ten auf dem Bild­schirm ge­lan­det. Ich ha­be sie mit dem Hand­schuh weg­ge­wischt.

Ich bin schon ziem­lich hoch oben. Wenn ich zu­rück­schaue, kann ich nur das Feu­er 9er­passt den Tu­per­cup: Ma­nu­el .eu­er

MÜN­CHEN/DORT­MUND/DSO – KWY­rüRh GWhMSw „SMSf nWü Sf­küiWwk hWen kSr­hSi oMHc dfMen vrSdSf Srh wS­re­nüSk yzfc vW­füüfWrhrh- dSr ,WÜSfh Gphc en­Sh Wdkzws­rS­fü Mhd Sr­hSh vS­rüSfSh .en­früü gMi CziSc dWea -SiWe­nü– jrS dSf dSMüc kenS oMHdWww­cTSazfdiSr­küSf Wi Pzh­hSf­küW- irüüSr­wüSK vWft Mhd trh- dSf „Würz­hWwüzfvW­fü vrSdSf Srh YWWf ,Rw­wS– PrS ßhc üSh­krüRü vWf jSd­zen hzen kSnf dz­krS­fü– Lk vWf tpf dSh 3UcJRnc fr-Sh dWk Sf­küS üzfvW­fü­kYSgrtrc kenS yfWrhrh-–

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PSf .MYS­feMY an die­sem Sams­tag (20.30 Uhr/ZDF) -S-Sh ,zfMk­krW Pz­füiMhd aziiü tpf „SMSf Ww­wSf­drh-k gM tfpn– PrS dSr­dSh ySWik üfSt­tSh ri PMSww gvr­kenSh mzaWw­krS-Sf Mhd GSr­küSf dSc fS­rük gMi tph­tüSh GWw kS­rü DAUD WMtSr­hWh­dSf– yn­ziWk yMenSwk yfWr­hSfc„Went­zw-Sf dS­ri ,ö,K mSüSf ,zkgK rkü kren hWen dSf özfdSfS­rüMh- hre­nü awWf dWfpdSfK vSwenSk mzüShc grWw kSrh ySWi gSr-Sh aWhh– ELk rkü ken­vSf gM kW-ShK vrS vS­rü iWh rküZK dSiS­fa­üS ,zkg– se­hen, ei­nen oran­gen Punkt, und nicht weit da­von das Apu­ti­ak, das ist ein klei­nes gel­bes Glü­hen. Wenn der oran­ge Punkt und das gel­be Glü­hen im­mer hin­ter mir sind und ich nach oben klet­te­re und nicht nach un­ten, kom­me ich zum Gip­fel.

Rings um sie war un­end­li­che Fins­ter­nis, und ir­gend­wo dar­in war Ru­by. Zehn Jah­re alt. Mi­nus drei­ßig Grad. Sie hat­te das Note­book und das Ter­mi­nal mit­ge­nom­men. Wer wuss­te, was Dee­ring und Gray­ling ihr an­tun wür­den, wenn sie das mit­be­ka­men. Stumm vor Angst stan­den sie da, ver­bun­den durch et­was, was grö­ßer war als Lie­be.

Wenn sie Ru­by su­chen gin­gen, wür­den Dee­ring und Gray­ling mer­ken, dass sie weg war. Aber wie konn­ten sie nicht nach ihr su­chen?

Vor Grau­en muss­te Yas­min wür­gen. Ru­by wür­de sich un­ter­küh­len, sich Er­frie­run­gen ho­len. Und wenn sie sie nicht fan­den? Dann wür­de sie ein­sam und al­lein im Dun­keln ster­ben.

BIFD: 9NRNI.

DSO-BIFD: GNBNRT

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