Ab­ge­ord­ne­te for­dern Ver­bot von His­bol­lah und PFLP

=eu­t­sche und is­rae­li­sche Par­la­men­ta­ri­er wen­den sich ge­mein­sam an In­nen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON STE­FA­NIE JHRKEL

JE­RU­SA­LEM – Deut­sche und is­rae­li­sche Ab­ge­ord­ne­te for­dern von In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) ein Ver­bot der li­ba­ne­si­schen Schii­ten­mi­liz His­bol­lah und der Volks­front zur Be­frei­ung Pa­läs­ti­nas (PFLP). In ei­nem Brief ver­lang­ten die Par­la­men­ta­ri­er, Ak­tio­nen der His­bol­lah und der PFLP zu un­ter­bin­den, be­stä­tig­te ein Spre­cher des is­rae­li­schen Op­po­si­ti­ons­po­li­ti­kers Jair La­pid am Mon­tag. Die EU hat bei­de Or­ga­ni­sa­tio­nen als Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­ge­stuft. Bei der His­bol­lah wur­de al­ler­dings le­dig­lich der mi­li­tä­ri­sche Arm der Or­ga­ni­sa­ti­on auf die Ter­ror­lis­te ge­setzt. PFLP und His­bol­lah kämp­fen für die Ver­nich­tung Is­ra­els.

„Es kann nicht an­ge­hen, dass Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land Ver­an­stal­tun­gen an­kün­di­gen, sol­che Or­ga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land Un­ter­stüt­zer re­kru­tie­ren und die zu­stän­di­gen Be­hör­den nicht die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten ha­ben, die­se Ver­an­stal­tun­gen zu un­ter­bin­den“, heißt es in dem Schrei­ben. Hin­ter­grund ist un­ter an­de­rem die Teil­nah­me von Un­ter­stüt­zern der His­bol­lah beim an­ti-is­rae­li­schen Al-Quds-Marsch in Berlin.

Ak­tu­ell stuft Deutsch­land die His­bol­lah als is­la­mis­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on ein, wie der Ob­mann der Uni­on im Aus­wär­ti­gen Aus­schuss, Ro­de­rich Kie­se­wet­ter (CDU), der Nach­rich­ten­agen­tur dpa sag­te. Die ara­bisch-na­tio­na­lis­ti­sche PFLP wer­de durch den Ver­fas­sungs­schutz be­ob­ach­tet.

Den Brief ha­ben fünf is­rae­li­sche und sechs deut­sche Ab­ge­ord­ne­te un­ter­zeich­net. Dar­un­ter sind Kie­se­wet­ter, der Vor­sit­zen­de der deutsch-is­rae­li­schen Par­la­men­ta­ri­er­grup­pe, Vol­ker Beck (Grü­ne), so­wie Jair La­pid von der is­rae­li­schen Mit­te-Rechts-Par­tei Jesch Atid (Zu­kunfts­par­tei).

Die Ab­ge­ord­ne­ten for­dern de Mai­ziè­re da­zu auf, die Mög­lich­keit ei­nes Ver­eins­ver­bo­tes zu prü­fen, zu­min­dest aber die recht­li­chen Be­din­gun­gen für ein Be­tä­ti­gungs­ver­bot zu schaf­fen.

BILD: HAMZEH

His­bol­lah-An­hän­ger bei ei­nem Auf­marsch.

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