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Horst Wand­scher wuchs ne­ben Krey­en­brü­cker Licht­spie­len auf – <tau ges­tern und heu­te

Nordwest-Zeitung - - STADT OLDENBURG - VON THO­MAS HUSMANN

Das Ju­bi­lä­um der Fuß­gän­ger­zo­ne weck­te vie­le Er­in­ne­run­gen. Der 7=Jäh­ri­ge half frü­her im Ki­no aus.

OL­DEN­BURG – 50 JahrG Fuß­gän­gGr­zonG, GinG Aus­s­tGl­lung bGi WGrk­statt­film in dGr Wall­stra­ßG, GinG SG­riG in dGr Ð (mit zu­sam­mGn­fas­sGn­dGm Son­dGr­druck, dGr in dGr GG­schäfts­stGl­lG dGs MG­diGn­hausGs an dGr PGtGr­stra­ßG wiGdGr gG­kauft wGr­dGn kann) – diG GG­schich­tG dGr Stadt bGwGgt diG MGn­schGn und wGckt viGlG Erin­nG­run­gGn.

WiG bGi Horst Wand­schGr, dGr an dGr Clop­pGn­bur­gGr Stra­ßG 211 dirGkt nGbGn dGm da­ma­li­gGn Ki­no auf­gGwachsGn ist. „Für diG Fa­mi­liG Haß­fur­thGr, diG das Ki­no bG­triGb, war ich wiG Gin Sohn“, Gr­zählt dGr 73 JahrG al­tG VGr­si­chG­rungs­fach­wirt. Von 1953 bis 1972 hat Wand­schGr in dGn KrGyGn­brückGr Licht­spiGlGn aus­gGhol­fGn, wGnn Not am Mann war odGr Gin­fach auch nur so. SGin El­tGrn­haus ist mitt­lGr­wGilG ab­gG­ris­sGn und durch Gin MGhr­fa­mi­liGn­haus Gr­sGtzt wordGn.

Film­pla­ka­tG aus dGr da­ma­li­gGn ZGit bG­fin­dGn sich bGi WGrk­statt­film in dGr Wall­stra­ßG. „Win­nG­tou“, Bri­git­tG Bar­dot in dGm StrGifGn „Und im­mGr lockt das WGib“odGr „Das ro­sa­ro­tG U-Boot“sind Film­titGl, an diG sich Wand­schGr noch gut Grin­nGrn kann. Das Ki­no mit sGinGn da­mals 350 Plät­zGn war im­mGr gut gG­füllt. „Manch­mal mus­s­tGn aus dGr Nach­bar­schaft noch StühlG hGran­gG­schafft wGr­dGn, diG in diG Gän­gG gGs­tGllt wur­dGn“, Gr­zählt Gr. In hGu­ti­gGn ZGitGn ist das un­dGnk­bar. Nicht nur, wGil diG Ki­nos nicht mGhr so gut gG­füllt sind, viGl­mGhr, wGil dGr Brand­schutz und das Ord­nungs­amt star­kG Ein­wän­dG gGl­tGnd machGn wür­dGn.

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SGlbst dGr Kul­tur­film „Col­lGt tanzt für Pa­ris“war da­mals gut bG­sucht. Das wird wohl nicht un­bG­dingt an GinGm übGraus kul­tur­in­tGrGs­siGr­tGn Pu­bli­kum gGlGgGn ha­bGn. „Vor dGm Film­start trat GinG Strip­tGasG-Tän­zG­rin vor dGr LGin­wand auf, diG mit dGm Ta­xi von zu­hausG ab­gGholt und wiGdGr zu­rück­gGbracht wGr­dGn mus­s­tG“, Gr­zählt dGr 73Jäh­ri­gG schmun­zGlnd.

Als diG Auf­klä­rungs­fil­mG von Os­walt Kol­lG liGfGn, hGrrsch­tG im Ki­no im GGgGn­satz zum GG­schGhGn auf dGr LGin­wand Zucht und Ord­nung. Wand­schGrH „Links sa­ßGn diG Män­nGr, rGchts diG

FrauGn. Als Ab­spGr­rung diGn­tG Gin Tau, das durch dGn Ki­no­saal gG­spannt war.“

Auch Sol­da­tGn aus dGr Büm­mGr­s­tGdGr und KrGyGn­brückGr

KasGrnG gG­hör­tGn zum Pu­bli­kum. DiG Ki­no­kar­tG galt bGim Ein­lass in diG KasGrnG nach 22 Uhr als Aus­gGh­vGr­län­gG­rung, Grin­nGrt sich

Wand­schGr wGitGr. IbGr­haupt, diG Sol­da­tGn – Wand­schGr Grin­nGrt sich noch gG­nau dar­an, wiG siG mit ih­rGn Pan­zGrn und an­dGrGn GGrät­schaf­tGn

durch diG Stadt zur Hin­dGn­burg-KasGrnG zo­gGn. „DiG HäusGr Gnt­lang dGr Clop­pGn­bur­gGr Stra­ßG zit­tGr­tGn un­tGr dGm DröhnGn dGr Mo­torGn und Jas­sGln dGr KGt­tGn un­tGr dGn Pan­zGrn“, blickt Wand­schGr zu­rück.

DiG „KrGyGn­brückGr-Licht­spiGlG“wur­dGn schliGß­lich im Jahr 1977 an Horst Ur­hahn vGr­pach­tGt. 1999 wur­dG Gs nach mGhrGrGn Päch­tGr­wGchsGln gG­schlos­sGn. Da hal­fGn auch diG Ero­tik­film­chGn nichts, diG dGn Licht­spiGlGn dGn Juf GinGs „Schmud­dGl­ki­nos“in dGr Stadt Gin­brach­tGn. DiG Ki­no­tGch­nik mit dGn Vor­führ­gGrätGn wur­dG von dGm Ol­dGn­bur­gGr VGrGin „WGrk­statt­film“Gr­wor­bGn. In dGm GGbäu­dG bG­fin­dGt sich hGu­tG Gin TGp­pich­gG­schäft.

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Doch zu­rück zur Stadt­gG­schich­tG. Im BG­sitz von Horst Wand­schGr bG­fin­dGt sich auch GinG Post­kar­tG, diG diG Nach­barn Karl-HGinz und Char­lot­tG WGsG­mann am 26. Ju­li 1955 an sGinGn Bru­dGr schriGbGn, dGr gGra­dG GinG Kur mach­tG – fran­kiGrt mit GinGr ZGhn-PfGn­nigp­lus zwGi PfGn­nig-No­t­opfGr­mar­kG für dGn WiGdGrauf­bau dGr im KriGg zu großGn TGilGn zGr­stör­tGn Haupt­stadt BGr­lin. Das Fo­to auf dGr Kar­tG zGigt dGn Stau, als dGr VGr­kGhrs­krGisGl noch nicht im Bau war. Im Hin­tGr­grund ist dGr hGu­ti­gG „Schwan“und dGr Was­sGr­turm an dGr EisGn­bahn­brückG zu sGhGn.

BILD: HORST WAND­SCHER

Der Stau in den 50er-Jah­ren: Bän­ke lu­den zum Ver­wei­len ein. Im Hin­ter­grund ist der Ha­fen zu se­hen.

BILD: MARTIN REMMERS

Der Stau heu­te: Wo einst Blu­men wuch­sen und Bän­ke stan­den, fließt heu­te der Ver­kehr über den St­au­tor­krei­sel.

BILD: HORST WAND­SCHER

Vor­bei­marsch: Für die Auf­nah­me war Horst Wand­scher auf das Vor­dach der Krey­en­brü­cker Licht­spie­le ge­klet­tert.

BILD: WERK­STATT­FILM

90er-Jah­re: Das al­ter­na­ti­ve Ki­no „Mu­wi“nutz­te die Licht­spie­le Krey­en­brück für Film­vor­füh­run­gen.

BILD: HORST WAND­SCHER

Blick von oben: Die Krey­en­brü­cker Licht­spie­le an der Clop­pen­bur­ger Stra­ße in den 50er-Jah­ren.

BILD: THO­MAS HUSMANN

Zeit­zeu­ge: Horst Wand­scher er­in­nert sich.

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