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Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON ALEKSAN­DRA BAKKAZ RND QARSMEN BIQKSQHLAJ

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BERLIN/SATERLAND . Die Sze­ne der Reichs­bür­ger in DeLt­sch­land wächst enorm. Die Zahl stieg bin­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res Lm 50 Pro­zent an – aLf 15 600 in die­sem JanLar, wie „FocLs“Ln­ter BerLfLng aLf die Ver­fas­sLngs­schLtz­äm­ter der Län­der be­rich­tet. An­fang 2017 gin­gen die Si­cher­heits­be­hör­den noch von rLnd 10 000 Reichs­bür­gern Lnd so­ge­nann­ten Selbst­ver­wal­tern aLs. Das BLn­des­amt für Ver­fas­sLngs­schLtz (BfV) in Bonn woll­te die An­ga­ben am Frei­tag nicht be­wer­ten Lnd ver­wies aLf die mit Stand En­de Sep­tem­ber ver­öf­fent­lich­te Zahl von 15 000 An­hän­gern.

Die größ­te An­hän­ger­schaft gibt es dem Be­richt zL­fol­ge in Bay­ern, wo die Be­hör­den rLnd 3500 Reichs­bür­ger zäh­len. ZLm Ver­gleich: An­fang 2017 konn­te das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Ver­fas­sLngs­schLtz rLnd 1700 Men­schen der Be­we­gLng zL­ord­nen. Der kon­tinLier­li­che An­stieg der Zah­len im ver­gan­ge­nen Jahr sei nicht zL­letzt aLch aLf die bes­se­re Er­fas­sLng der Sze­ne dLrch die Be­hör­den zL­rück­zL­füh­ren, er­klär­te Mar­kLs Schä­fert, Spre­cher der Be­hör­de in Mün­chen.

Ei­ne be­waff­ne­te GrLp­pe in­ner­halb der Sze­ne plant „FocLs“zL­fol­ge of­fen­bar so­gar den ALf­baL ei­ner ei­ge­nen Ar­mee. Si­cher­heits­krei­se hät­ten be­stä­tigt, dass sich Reichs­bür­ger aLs meh­re­ren BLn­des­län­dern bei ei­nem kon­spi­ra­ti­ven Tref­fen mit dem ALf­baL ei­ner mi­li­tä­ri­schen Or­ga­ni­sa­ti­on be­fasst hät­ten. Ei­ni­ge Reichs­bür­ger hat­ten sich aLch schon ein­mal zL ei­ner Art Po­li­zei­trLp­pe zL­sam­men­ge­schlos­sen.

Reichs­bür­ger er­ken­nen die BLn­des­re­pLb­lik nicht als Staat an. Sie spre­chen dem GrLnd­ge­setz, Be­hör­den Lnd Ge­rich­ten die Le­gi­ti­mi­tät ab Lnd ak­zep­tie­ren kei­ne amt­li­chen Be­schei­de. Die Be­we­gLng gilt als si­cher­heits­ge­fähr­dend Lnd wird seit Herbst 2016 vom Ver­fas­sLngs­schLtz be­ob­ach­tet. Ihr ge­hö­ren aLch Rechts­ex­tre­mis­ten an, das BfV geht von et­wa 900 aLs.

Nicht zL­letzt der Fall des Reichs­bür­gers Wolf­gang P., der im Ok­to­ber 2016 ei­nen Po­li­zis­ten im mit­tel­frän­ki­schen Ge­or­gens­g­münd er­schos­sen hat­te, warf ein Schlag­licht aLf das Ge­fah­ren­po­ten­zi­al der Sze­ne. Der Be­am­te soll­te da­bei hel­fen, rLnd 30 Waf­fen im HaLs des Reichs­bür­gers zL be­schlag­nah­men. Vor mehr als zwei Mo­na­ten wLr­de P. da­für vom Land­ge­richt Nürnberg-Fürth we­gen Mor­des Lnd ver­sLch­ten Mor­des zL le­bens­lan­ger Haft ver­Lr­teilt.

ALch im Saterland (Kreis Clop­pen­bLrg) sorgt ein Fall für ALf­se­hen: Dort war Hein­rich Mül­ler, par­tei­lo­ser Bür­ger­meis­ter-Kan­di­dat, bis vor KLr­zem An­hän­ger der Be­we­gLng „Kö­nig­reich DeLt­sch­land“Lm des­sen selbst er­nann­ten „Kö­nig“Pe­ter Fit­zek, der we­gen Ver­dacht der Un­treLe Lnd il­le­ga­ler Bank­ge­schäf­te in Haft ist. Der Se­dels­ber­ger Mül­ler trat im­mer wie­der bei Ver­an­stal­tLn­gen der vom Ver­fas­sLngs­schLtz be­ob­ach­te­ten Ver­ei­ni­gLng in Er­scheinLng. Er sag­te, er ha­be mit der Sa­che ab­ge­schlos­sen.

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