Spio­niert Ihr PC Sie aus?

Ihr PC ver­sen­det ins­ge­heim Da­ten ins Netz? So fin­den Sie es her­aus

PC-WELT - - Inhalt - VON AR­NE AR­NOLD

SIE GLAU­BEN, Ihr PC ver­sen­det ins­ge­heim Da­ten ins Netz? Mit die­sen Tipps fin­den Sie es her­aus und be­hal­ten die vol­le Kon­trol­le über al­le Ih­re Tools. Das geht mit ei­ner lo­ka­len Fi­re­wall wie Zo­ne­alarm, Co­mo­do Fi­re­wall oder Sphinx Win­dows 10 Fi­re­wall Con­trol Free.

War­um Fi­re­walls für den Desk­top groß in Mo­de ka­men

Im Jahr 2003 mach­te der Wurm Blas­ter die Run­de, ge­folgt vom Schäd­ling Sas­ser im Mai 2004. Bei­de ver­brei­te­ten sich mas­sen­haft. Sie konn­ten sich auf Win­dows-XP-PCs ein­schleu­sen, so­bald der Rech­ner per Mo­dem mit dem In­ter­net ver­bun­den war. Ei­ne da­mals noch weit ver­brei­te­te Ein­wahl­me­tho­de. Bei­de Wür­mer nutz­ten Si­cher­heits­lü­cken in Win­dow­sKom­po­nen­ten. Ei­ne Desk­top-Fi­re­wall hät­te das ver­hin­dern kön­nen. Doch die in Win­dows XP in­te­grier­te Fi­re­wall war stan­dard­mä­ßig de­ak­ti­viert. Erst mit dem Ser­vice Pack 2 für Win­dows XP schal­te­te Mi­cro­soft die Fi­re­wall ein. Das Ser­vice Pack er­schien al­ler­dings erst im Au­gust 2004. Zu die­sem Zeit­punkt war das Ver­trau­en in die Si­cher­heits­tech­nik von Mi­cro­soft schon arg ge­schrumpft. Das lag zum ei­nen an den vie­len Si­cher­heits­lü­cken, zum an­de­ren an den Funk­tio­nen von XP, die au­to­ma­tisch und im Hin­ter­grund Kon­takt mit Mi­cro­soft-Ser­vern auf­nah­men. „Nach Hau­se te­le­fo­nie­ren“wur­de das da­mals ge­nannt. Die meis­ten An­wen­der woll­ten des­halb lie­ber ei­ne Fi­re­wall von ei­nem an­de­ren Her­stel­ler. Das war die gro­ße Zeit der kos­ten­lo­sen Fi­re­wall Zo­ne­alarm Free (auf Plus-DVD 2) und von an­de­ren ähn­li­chen Tools. Die meis­ten die­ser Pro­gram­me sind heu­te ver­schwun­den oder wer­den nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt. Das trifft et­wa auf die Sy­ga­te Fi­re­wall zu, die von Sy­man­tec auf­ge­kauft und ein­ge­stellt wur­de, oder die McA­fee Fi­re­wall, die es nicht mehr als ei­gen­stän­di­ges Desk­top-Pro­gramm gibt.

War­um Fi­re­walls nicht mehr wich­tig er­schie­nen

Desk­top Fi­re­wall sind al­ler­dings al­les an­de­re als ein­fach zu hand­ha­ben, und sie gin­gen mit ih­ren häu­fi­gen Mel­dun­gen den meis­ten An­wen­dern auch bald auf die Ner­ven. Au­ßer­dem ge­wöhn­ten sich die meis­ten Nut­zer an die vie­len Tools, die selbst­stän­dig Kon­takt mit dem In­ter­net her­stell­ten. In der Re­gel wa­ren es ja Up­date-Pro­gram­me, die nach neu­en Si­cher­heits-Pat­ches such­ten – was ja ei­ne durch­aus

„Ei­ne Fi­re­wall für den PC lie­fert Ih­nen sehr vie­le in­ter­es­san­te In­fos zu Ih­ren On­line-Pro­gram­men.“

er­wünsch­te Ak­ti­on ist. Vie­le wech­sel­ten auch zu DSL und setz­ten ei­nen DSL-Rou­ter ein. Die­ser kann al­lei­ne schon durch sei­ne NAT-Funk­ti­on ( www.pcwelt.de/853376) sehr ef­fek­tiv An­grif­fe aus dem In­ter­net ab­weh­ren. Au­ßer­dem zeig­ten sich gän­gi­ge Desk­topFi­re­walls ge­gen­über Tro­ja­nern und an­de­ren Schäd­lin­gen oft macht­los. Denn hat­te ein Tro­ja­ner das An­ti­vi­ren­pro­gramm be­reits aus­ge­trickst, dann konn­te er auch recht sim­pel die Fi­re­wall um­ge­hen. Ent­we­der er zer­stör­te die Fi­re­wall gleich weit­ge­hend oder er ver­pack­te sei­ne Da­ten in den Da­ten­strom ei­ner er­laub­ten On­line-An­wen­dung, meist in die des In­ter­net Ex­plo­rers. An die­ser Ver­wund­bar­keit von Desk­top-Fi­re­walls hat sich bis heu­te we­nig ge­än­dert. Zur Ab­wehr von Vi­ren, die be­reits auf dem PC sind, tra­gen sie eher we­nig bei. Die­se Auf­ga­be muss auf ei­nem Desk­top-PC die An­ti­vi­ren-Soft­ware leis­ten. Schließ­lich hat sich die Win­dows-Fi­re­wall als Ab­wehr­pro­gramm ge­gen un­auf­ge­for­der­te Ver­bin­dun­gen von au­ßen als sehr zu­ver­läs­sig und auch per­for­mant er­wie­sen. Ei­ni­ge In­ter­net-Si­cher­heits­pa­ke­te nut­zen heu­te et­wa kei­ne ei­ge­ne Fi­re­wall mehr, son­dern grei­fen auf die Funk­tio­nen der Win­dows Fi­re­wall zu­rück, et­wa F-Se­cu­re In­ter­net Se­cu­ri­ty oder Avi­ra An­ti­vi­rus Pro.

War­um es sich lohnt, ei­ne Fi­re­wall für den Desk­top zu in­stal­lie­ren

Vie­le An­wen­dun­gen für den PCs las­sen sich heu­te über­haupt erst sinn­voll nut­zen, wenn sie Kon­takt zum In­ter­net her­stel­len dür­fen. Doch längst nicht al­le. Wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­ches Pro­gramm ei­ne On­line-Ver­bin­dung auf­baut und wo­hin die­se geht, dann hilft ei­ne Desk­top-Fi­re­wall. Sich ei­ne sol­che zu in­stal­lie­ren und da­mit die ru­di­men­tä­re Win­dows-Fi­re­wall zu er­set­zen, ist durch­aus emp­feh­lens­wert. So be­kom­men Sie et­was Ein­blick in al­le Pro­gram­me mit In­ter­net­zu­griff und ent­de­cken viel­leicht auch Tools, de­nen Sie den On­line-Zu­gang lie­ber ver­wei­gern möch­ten. Zu­ge­ge­ben: Ei­nen raf­fi­nier­ten Spio­na­ge-Vi­rus mit Root­kit-Funk­ti­on (Un­sicht­bar­keits­mo­dus) wer­den Sie mit der Desk­top-Fi­re­wall nicht auf­de­cken. Da­für be­nö­ti­gen Sie auch wei­ter­hin Ihr An­ti­vi­ren­pro­gramm. Auf Plus-DVD 2 fin­den Sie da­für et­wa die Free­ware Avi­ra An­ti­vi­rus Free. Trotz­dem wird sich ei­ne Desk­top-Fi­re­wall als sehr in­for­ma­tiv er­wei­sen. Sie müs­sen das Tool ja nicht für im­mer in­stal­liert las­sen. Wenn Sie sich ei­nen Ein­druck von Ih­ren On­line-Ver­bin­dun­gen ge­macht ha­ben, kön­nen Sie zur ein­ge­bau­ten Win­dows-Fi­re­wall zu­rück­keh­ren. Die­se wehrt seit Jah­ren zu­ver­läs­sig un­auf­ge­for­der­te Ver­bin­dun­gen vom In­ter­net auf Ih­ren PC ab. Gleich­zei­tig lässt sie al­le aus­ge­hen­den Ver­bin­dun­gen zu. Das ist zwar nicht in­for­ma­tiv, stört aber eben auch nicht wei­ter. Aus der mitt­ler­wei­le recht über­schau­bar ge­wor­de­nen An­zahl an rei­nen Desk­top-Fi­re­walls ha­ben wir zwei Tools aus­ge­wählt. Wer es ein­fach mag, setzt Sphinx Win­dows 10 Fi­re­wall Con­trol Free ein, wer die vol­le Kon­trol­le möch­te, nutzt Co­mo­do Fi­re­wall Free. Hin­weis: Wenn Sie be­reits ein kom­plet­tes Si­cher­heits­pa­ket mit in­te­grier­ter Fi­re­wall ein­set­zen, soll­ten Sie kei­ne zu­sätz­li­che Desk­topFi­re­wall in­stal­lie­ren. Die Tools kom­men sich sonst nur in die Que­re.

Har­te Re­geln für die Fi­re­wall: Nichts für schwa­che Ner­ven

Die Co­mo­do Fi­re­wall (auf Plus-DVD 2) kön­nen Sie sehr strikt ein­stel­len, so­dass je­de Ak­ti­on ei­nes On­line-Pro­gramms ge­neh­migt wer­den muss. Da­zu zählt dann nicht nur die Er­laub­nis, ei­ne Ver­bin­dung ins In­ter­net auf­zu­bau­en. Sie müs­sen auch Än­de­run­gen an der Re­gis­try und an­de­re Kon­fi­gu­ra­ti­ons­än­de­run­gen be­stä­ti­gen. So lös­te et­wa der Start des In­ter­net Ex­plo­rers auf un­se­rem Test-PC gan­ze 14 Nach­fra­gen aus. So wird die Nut­zung des PCs schnell zu ei­nem Ge­dulds­spiel. Wenn Sie zu­dem ein­mal ei­nem er­wünsch­ten Pro­gramm ver­se­hent­lich ei­ne Er­laub­nis ver­wei­gern, blo­ckie­ren Sie Tei­le des Pro­gramms oder ma­chen es gar vor­über­ge­hend ganz funk­ti­ons­un­tüch­tig. Mit ei­ner Fehl­kon­fi­gu­ra­ti­on der Fi­re­wall kön­nen Sie sich auch kom­plett von In­ter­net ab­tren­nen. Der Ein­satz von Co­mo­do ist al­so nichts für schwa­che Ner­ven. Doch wer es mit der Fi­re­wall ver­sucht, er­hält zum Lohn tie­fe Ein­bli­cke in sei­ne On­line-Pro­gram­me. Au­ßer­dem lässt sich der Spuk je­der­zeit be­en­den, wenn Sie die Co­mo­do Fi­re­wall wie­der de­instal­lie­ren. An ih­rer Stel­le wird die Win­dow­sFi­re­wall wie­der ak­tiv. Um wirk­lich kei­ne Ge­fahr ein­zu­ge­hen, soll­ten Sie vor der In­stal­la­ti­on der Co­mo­do Fi­re­wall ei­nen Wie­der­her­stel­lungs­punkt in Win­dows an­le­gen. So kön­nen Sie je­der­zeit zu die­sem Kon­fi­gu­ra­ti­ons­zu­stand des Sys­tems zu­rück­keh­ren. Das geht über die Sys-

tem­steue­rung oder über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win­dows-R und die Ein­ga­be von con­trol sys­dm.cpl. Wäh­len Sie auf der Re­gis­ter­kar­te „Com­pu­ter­schutz“Ihr Sys­tem­lauf­werk aus und si­chern es über „Er­stel­len“.

Co­mo­do Fi­re­wall: Die In­stal­la­ti­on Schritt für Schritt er­klärt

Der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent bie­tet Ih­nen zu­nächst ei­ne Sprach­aus­wahl an. Im nächs­ten Schritt sind be­reits zwei Op­tio­nen ak­ti­viert. Zum ei­nen stim­men Sie zu, dass die Soft­ware ei­ne an­ony­mi­sier­te Nut­zer­sta­tis­tik an den Her­stel­ler sen­den darf. Zum an­de­ren er­lau­ben Sie ihr, dass sie In­fos zu un­be­kann­ten Pro­gram­men ein­holt. So kann die Fi­re­wall ein­fa­cher ent­schei­den, ob ein un­be­kann­tes Tool harm­los ist oder feind­se­lig. Wel­che Da­ten genau ver­sen­det wer­den, ver­rät Co­mo­do lei­der nicht. Das Tool, mit dem Sie Spio­ne auf Ih­rem PC fin­den möch­ten, will so­mit sel­ber Da­ten sen­den, die Sie kaum ein­se­hen kön­nen. Im­mer­hin lässt sich das ein­fach ver­hin­dern, in­dem Sie den Ha­ken vor die­ser Op­ti­on ent­fer­nen. Das hat na­tür­lich deut­lich mehr Nach­fra­gen der Fi­re­wall bei Ih­nen zur Fol­ge. In den nächs­ten Schrit­ten kön­nen Sie von Ih­rem Stan­dard-Brow­ser zum Co­mo­do-Brow­ser wech­seln und künf­tig den DNS-Ser­ver von Co­mo­do nut­zen so­wie die Such­ma­schi­ne von Yahoo ein­set­zen. Bis auf die Op­ti­on mit Yahoo brin­gen die ge­nann­ten Op­tio­nen ei­nen ge­wis­sen Si­cher­heits­vor­teil, zwin­gend sind sie aber nicht. Wenn Sie sich nicht si­cher sind, wäh­len Sie al­le Op­tio­nen ab. Der Co­mo­do-Brow­ser wird trotz­dem in­stal­liert, so­dass Sie ihn auch so tes­ten kön­nen. Nach der In­stal­la­ti­on macht sich Co­mo­do erst mal et­was auf Ih­rem Desk­top breit: Ne­ben der Be­die­ner­füh­rung star­tet ein Info­fens­ter (Wid­get) in der rech­ten obe­ren Ecke und ein wei­te­res rechts un­ten. Im un­te­ren Fens­ter ge­ben Sie an, in wel­cher Netz­werkum­ge­bung Sie sich gera­de be­fin­den (Zu­hau­se, Ar­beit oder öf­fent­li­ches Netz). Das obe­re Fens­ter las­sen Sie über ei­nen Rechtsklick dar­auf und „Wid­get -> An­zei­gen“ver­schwin­den. Au­ßer­dem ist noch ein Neu­start fäl­lig, was eben­falls per Info­fens­ter an­ge­zeigt wird. Nach dem Neu­start wird ei­ni­ges an Info­fens­tern ge­bo­ten, doch wir in­stal­lie­ren ja die Fi­re­wall, um In­fos zu er­hal­ten.

Co­mo­do Fi­re­wall für den ers­ten Ein­satz vor­be­rei­ten

Nach dem ers­ten Neu­start des PCs er­scheint ein Wer­be­fens­ter von Co­mo­do, das die Vor­tei­le der Fi­re­wall preist. Über „Die­ses Fens­ter nicht mehr an­zei­gen“ver­schwin­det es dau­er­haft. Bei un­se­rem Test-PC taucht auch gleich die ers­te Fra­ge auf. Ein Up­date-Tool für Trei­ber ver­sucht ei­ne Ver­bin­dung ins In­ter­net auf­zu­bau­en, und Co­mo­do bie­tet an, das zu er­lau­ben, zu ver­bie­ten oder ei­ne be­nut­zer­de­fi­nier­te Re­gel an­zu­wen­den. Wenn Sie jetzt oh­ne­hin in Ex­pe­ri­men­tier­lau­ne sind und bei Ih­nen eben­falls schon ei­ne sol­che Mel­dung kommt, kön­nen Sie ihr den On­line-Zu­griff auch ver­weh­ren. Sie wer­den gleich er­fah­ren, wo Sie die­se Re­geln nach­träg­lich än­dern kön­nen. Zu­vor soll­ten Sie aber noch ein paar Grund­ein­stel­lun­gen set­zen. Die Ein­stel­lun­gen, die wir hier vor­schla­gen, sind ma­xi­mal un­be­quem und er­zeu­gen des­halb das Ma­xi­mum an Mel­dun­gen. Für die täg­li­che Ar­beit ist das kaum ge­eig­net, für Test­zwe­cke aber sehr in­for­ma­tiv. Star­ten Sie die Be­die­ner­füh­rung der Fi­re­wall, et­wa über die Ver­knüp­fung auf dem Desk­top. Es prä­sen­tiert sich die „Ein­fa­che An­sicht“. Ein Klick auf das Ein­stel­lungs­sym­bol links oben wech­selt zur „Er­wei­ter­ten An­sicht“. Dort wäh­len Sie „Fi­re­wall“, um die „Er­wei­ter­ten Ein­stel­lun­gen“zu öff­nen. Die fol­gen­den Än­de­run­gen be­zie­hen sich auf die­sen Be­reich: Ge­hen Sie auf „Fi­re­wall-Ein­stel­lun­gen“und än­dern Sie hin­ter „Fil­tern des Da­ten­ver­kehrs ak­ti­vie­ren“die Aus­wahl auf „Ei­ge­ne Richt­li­nie“. Kon­trol­lie­ren Sie, dass kei­ne Ha­ken un­ter „Da­tei­be­wer­tung -> Ein­stel­lun­gen zur Da­tei­be­wer­tung -> On­line Su­che ak­ti­vie­ren“ge­setzt ist. Stößt Co­mo­do auf ein un­be­kann­tes On­li­nePro­gramm, wird es Sie fra­gen, ob das Pro­gramm in In­ter­net ge­hen darf oder nicht. Um noch mehr Mel­dun­gen zu be­kom­men, ent­fer-

nen Sie zu­dem die Ha­ken bei den bei­den vor­letz­ten Punk­ten: „Ver­traue An­wen­dun­gen, die si­gniert sind“und „Ver­traue Da­tei­en, die von ver­trau­ens­wür­di­gen In­stal­la­ti­ons­pro­gram­men stam­men“. Kon­trol­lie­ren Sie schließ­lich noch un­ter „All­ge­mei­ne Ein­stel­lun­gen -> Kon­fi­gu­ra­ti­on -> Co­mo­do – Fi­re­wall Se­cu­ri­ty“, ob hier das Wort „Ak­tiv“steht. Falls nicht, än­dern Sie das mit ei­nem Dop­pel­klick. Au­ßer­dem: Ei­ni­ge In­ter­net­pro­vi­der ver­bin­den Sie be­reits per IPv6-Pro­to­koll mit dem In­ter­net. Da­mit die Fi­re­wall auch die­se Ver­bin­dun­gen kon­trol­liert, set­zen Sie ei­nen Ha­ken bei „Er­wei­ter­te Ein­stel­lungs­sym­bol -> Fi­re­wall -> Fi­re­wall Ein­tel­lun­gen -> IPv6-Ver­kehr fil­tern“.

So nut­zen Sie die Co­mo­do Fi­re­wall für den PC

Die eben ge­trof­fe­nen Ein­stel­lun­gen soll­ten die Co­mo­do Fi­re­wall und auch Sie jetzt rich­tig ins Schwit­zen brin­gen. Vor al­lem da die Fi­re­wall nun auch kei­nen si­gnier­ten Pro­gram­men mehr ver­traut, mel­det sie ei­ne Men­ge Sys­tem­kom­po­nen­ten von Win­dows. Wenn Ih­nen die Mel­dun­gen zu­viel wer­den, soll­ten Sie die­se Ein­stel­lung als Ers­tes rück­gän­gig ma­chen. Die Mel­dun­gen von Co­mo­do er­schei­nen un­ten rechts. Sie be­nen­nen ein Pro­gramm und wol­len wis­sen, ob es ei­ne ge­nann­te Ak­ti­on durch­füh­ren darf oder nicht. Wenn Sie auf den Pro­gramm­na­men kli­cken, er­hal­ten Sie wei­te­re In­fos zu dem Tool. In­ter­es­san­te­re In­fos gibt’s meist über den Pfeil rechts vom Pro­gramm­na­men. Co­mo­do ver­rät so, was das Tool gera­de an­stel­len möch­te. Sind Sie sich nicht si­cher, was es mit dem Tool auf sich hat, müs­sen Sie da­nach et­wa bei Goog­le su­chen und dann ent­schei­den, ob es harm­los ist oder nicht. Im Zwei­fels­fall kön­nen Sie im­mer erst mal „Blo­ckie­ren“wäh­len. Nur bei Ih­rem In­ter­net­brow­ser soll­ten Sie na­tür­lich „Er­lau­ben“an­kli­cken, da­mit Sie ihn nut­zen kön­nen. Noch bes­ser, Sie wäh­len die Re­gel „Be­han­deln als -> Web-Brow­ser“. Ein Ha­ken un­ten bei „Ant­wort mer­ken“spei­chert die ent­spre­chen­de Re­gel in den Ein­stel­lun­gen. Wird ein le­gi­ti­mes Pro­gramm im­mer wie­der ge­mel­det, et­wa weil es lau­fend Än­de­run­gen an der Re­gis­try vor­neh­men möch­te, kön­nen Sie auch „Be­han­deln als -> Zu­ge­las­se­ne An­wen­dung“so­wie „In­stal­la­ti­ons- oder Up­date­rou­ti­ne“wäh­len, um wei­te­re Mel­dun­gen zu ver­mei­den. Ent­schei­dungs­hil­fe: Wenn Sie nach dem Na­men ei­nes On­line-Pro­gramms bei Goog­le su­chen, soll­ten Sie ein­deu­ti­ge Hin­wei­se dar­auf be­kom­men, ob das Tool harm­los ist oder nicht. Zu­sätz­li­che Hil­fe bie­tet die Sha­re­ware Se­cu­ri­ty Task Ma­na­ger (auf Plus-DVD 2), die Be­wer­tun­gen zu al­len ak­ti­ven Pro­zes­sen ab­gibt. On­line-Ver­bin­dun­gen, die Sie nicht ver­bie­ten soll­ten: Au­ßer dem Brow­ser soll­ten Sie auch die An­fra­gen zu Up­date-Tools mit „Zu­las­sen“be­ant­wor­ten. Denn wenn et­wa Ihr An­ti­vi­ren­pro­gramm kei­ne Up­dates mehr la­den darf, wird es Ih­ren PC nicht mehr schüt­zen. Und wenn die an­fäl­li­gen Ado­be-Tools Flash und Ado­be Re­a­der sich nicht ak­tua­li­sie­ren dür­fen, hat Ihr Sys­tem bald Si­cher­heits­lü­cken. Fi­re­wall-Re­geln nach­träg­lich än­dern: Möch­ten Sie ei­ne ge­spei­cher­te Re­gel nach­träg­lich än­dern, geht das un­ter „Er­wei­ter­te Ein­stel­lun­gen -> Da­tei­be­wer­tung -> Da­tei­lis­te“. Dort wer­den Sie be­reits et­li­che Pro­gram­me mit der Ein­stel­lung „Ver­trau­ens­wür­dig“vor­fin­den. Die­se hat Co­mo­do au­to­ma­tisch so ein­ge­stuft, als Sie die Ein­stel­lun­gen noch nicht auf „Ei­ge­ne Richt­li­nie“ge­än­dert hat­ten. Die Re­geln las­sen sich ein­zeln pro Pro­gramm än­dern oder auch kom­plett lö­schen. Pro­to­kol­le ein­se­hen: Ein Klick auf „Auf­ga­ben“in der Haupt­be­die­ner­füh­rung von Co­mo­do bringt Sie zum Me­nü­punkt „Pro­to­kol­le ein­se­hen“. Dort kon­trol­lie­ren Sie, wel­che Tools seit der In­stal­la­ti­on der Fi­re­wall ins In­ter­net ge­gan­gen sind. Co­mo­do we­ni­ger streng ein­stel­len: Die Fi­re­wall von Co­mo­do bie­tet sehr vie­le Funk­tio­nen und Ein­stell­mög­lich­kei­ten. Wenn Sie lie­ber we­ni­ger Mel­dun­gen, da­für mehr au­to­ma­ti­sche Ent­schei­dun­gen von Co­mo­do be­kom­men möch­ten, ma­chen Sie die oben ge­nann­ten Än­de­run­gen rück­gän­gig. Zu­dem wech­seln Sie un­ter „Ein­stel­lun­gen zur Si­cher­heit -> Fi­re­wall -> Fi­re­wall-Ein­stel­lun­gen -> Fil­tern des Da­ten­ver­kehrs ak­ti­vie­ren“die Aus- wahl von „Ei­ge­ne Richt­li­nie“hin zu „Si­che­rer Mo­dus“. Die­se Än­de­rung lässt sich auch di­rekt in der Haupt­be­die­ner­füh­rung von Co­mo­do vor­neh­men. Mit die­sen Än­de­run­gen soll­ten nur sel­ten Nach­fra­gen kom­men.

Sphinx: Die ein­fa­che Al­ter­na­ti­ve zur Fi­re­wall von Co­mo­do

Wer das Auf­spü­ren sei­ner On­line-Pro­gram­me nicht ganz so kom­pli­ziert gestal­ten möch­te wie mit der Co­mo­do Fi­re­wall, für den gibt es ei­ne prak­ti­sche Al­ter­na­ti­ve. Das kos­ten­lo­se Tool Sphinx Win­dows 10 Fi­re­wall Con­trol Free (auf Plus-DVD 2). Es setzt auf der Fi­re­wall von Win­dows auf, er­gänzt die­se aber um ei­nen As­sis­ten­ten, der auch aus­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen über­wacht und mel­det. Bei der In­stal­la­ti­on be­las­sen Sie die Stan­dard­ein­stel­lun­gen. Sys­tem­kom­po­nen­ten er­hal­ten so au­to­ma­tisch die Er­laub­nis für die On­line-Ver­bin­dung. Al­le an­de­ren Pro­gram­me mit Ver­bin­dungs­ver­su­chen ins In­ter­net mel­det die Fi­re­wall au­to­ma­tisch. Ein Klick auf „Enable all“er­laubt den Zu­griff, ei­ner auf „Disa­ble All“ver­bie­tet ihn. Mit die­sem Tool sind zwar zu­nächst auch et­li­che An­ga­ben fäl­lig, doch nach 20 bis 30 Klicks ha­ben Sie meist schon ei­nen kom­plet­ten Re­gel­satz und wer­den kaum noch von der Fi­re­wall be­läs­tigt. In der Be­die­ner­füh­rung von Sphinx Win­dows 10 Fi­re­wall Con­trol Free fin­den Sie auf der Re­gis­ter­kar­te „Er­eig­nis­se“al­le zu­letzt aus­ge­führ­ten On­line-Ver­bin­dun­gen, sor­tiert nach Pro­gramm, Uhr­zeit und Ziel­adres­se. Mit ei­nem Rechtsklick auf ei­nen Ein­trag der Lis­te lässt sich der Be­fehl „Who is“wäh­len, der Ih­nen In­fos zum kon­tak­tier­ten Ser­ver lie­fert.

Hat­te der Wurm Sas­ser ei­nen Win­dows-XP-Rech­ner in­fi­ziert, schal­te­te sich die­ser in un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den mit ei­ner sol­chen Nach­richt aus.

In das Ein­stel­lungs­me­nü von Co­mo­do muss man sich et­was ein­fuch­sen. Vie­le der Op­tio­nen sind nicht selbst­er­klä­rend. Zu­dem er­schwert das au­to­ma­tisch ein- und aus­klap­pen­de Me­nü links die Ori­en­tie­rung.

Nach der In­stal­la­ti­on von Co­mo­do Fi­re­wall macht sich das Tool erst mal auf dem Desk­top breit. Es er­schei­nen die Be­die­ner­füh­rung, ein Wid­get und ei­ne Mel­dung. Wei­te­re Mel­dun­gen fol­gen nach ei­nem fäl­li­gen PC-Neu­start.

Hier mel­det das Tool Sphinx Win­dows 10 Fi­re­wall Con­trol Free das Up­date-Pro­gramm von Avi­ra. Sol­chen Up­dateMo­du­len soll­ten Sie stets den In­ter­net-Zu­griff er­lau­ben, um kei­ne Si­cher­heits­lü­cke ins Sys­tem zu rei­ßen.

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