Mehr WLAN für zu Hau­se

Mit die­sen Tools und Tipps ent­de­cken Sie Fun­k­lö­cher und ver­dop­peln die Reich­wei­te

PC-WELT - - Vorderseite - VON THO­MAS RAU

BEI EI­NEM GE­KNICK­TEN LAN-Ka­bel se­hen Sie so­fort, wo das Tem­po-Pro­blem des Heim­net­zes liegt. Beim WLAN ist es schwie­ri­ger, Schwach­stel­len auf­zu­de­cken – aber mit den rich­ti­gen Tools kein Pro­blem. Da­mit kön­nen Sie das Funk­netz so­gar se­hen: Um­so leich­ter ha­ben Sie es dann, durch ge­ziel­tes Tu­ning die WLAN-Reich­wei­te zu er­hö­hen. Wir stel­len Tools und Tipps vor, mit de­nen Sie das WLAN-Tem­po ver­bes­sern. Und falls die nicht rei­chen, kön­nen Sie mit güns­ti­ger oder so­gar aus­ran­gier­ter Hard­ware das Funk­netz be­quem er­wei­tern.

WLAN-Schwach­stel­len auf­de­cken mit He­at­map­per

Sie kön­nen WLAN-Ge­rä­te wie Smart­pho­ne und Ta­blet nur dort nut­zen, wo Ihr WLAN noch mit ho­hem Tem­po hin­reicht. Doch bes­ser ist es, wenn Sie die Fun­k­lö­cher im WLAN auf­de­cken und dort Reich­wei­te und Tem­po ver­bes­sern. Das Win­dows-Tool der Wahl da­zu ist Eka­hau He­at­map­per (auf DVD), auch wenn das Pro­gramm in­zwi­schen rund vier Jah­re alt ist. Mit der Soft­ware er­stel­len Sie ei­ne He­at­map Ih­res WLANs. Die­se Kar­ten zeigt Ih­nen an­hand von Far­ben, wo der WLAN-Emp­fang wie gut ist: Grün steht für ei­ne op­ti­ma­le Ver­bin­dung, Oran­ge für ei­ne mitt­le­re Reich­wei­te und Rot kenn­zeich­net die WLAN-Pro­blem­zo­nen. Wenn Sie He­at­map­per von der An­bie­ter-Web­sei­te her­un­ter­la­den, müs­sen Sie sich per E-Mail re­gis­trie­ren. Dort­hin be­kom­men Sie dann ei­nen Down­load-Link ge­schickt. In­stal­lie­ren Sie He­at­map­per auf ei­nem Note­book. Da­bei warnt Win­dows vor ei­nem Pro­to­koll-Trei­ber, den das Tool mit­bringt. Den brau­chen Sie aber für das Pro­gramm – be­stä­ti­gen Sie al­so die In­stal­la­ti­on. Beim ers­ten Start kön­nen Sie aus­wäh­len, ob Sie ei­nen Grund­riss der Woh­nung in He­at­map­per hin­ter­le­gen wol­len. In den meis­ten Fäl­len ha­ben Sie den aber nicht. Star­ten Sie al­so mit ei­nem lee­ren Blatt. An­schlie­ßend se­hen Sie links die WLAN-Rou­ter, die das Note­book er­rei­chen kann, in der Mit­te ei­ne lee­re, ka­rier­te Flä­che, auf der Ih­re Reich­wei­ten­kar­te ent­steht, und rechts ein Hil­fe­me­nü. Das kön­nen Sie aus­blen­den, in­dem Sie auf den Pfeil rechts kli­cken. Links sind die WLAN-Rou­ter nach Si­gnal­stär­ke sor­tiert. Ganz oben soll­te al­so idea­ler­wei­se Ihr ei­ge­ner Rou­ter ste­hen. Jetzt star­ten Sie mit dem Note­book ei­nen Rund­gang durch die Woh­nung. Mit je­dem Maus­klick zeich­net He­at­map­per die Si­gnal­stär­ke der Rou­ter an dem Punkt auf, an dem Sie ak­tu­ell ste­hen. Lau­fen Sie durch die Woh­nung, und kli­cken Sie in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den. Um die Mes­sung zu be­en­den, füh­ren Sie ei­nen Rechtsklick aus. Nun färbt He­at­map­per die Kar­te ein und Sie se­hen auf den ers­ten Blick, wie weit das WLAN reicht – je grü­ner, des­to bes­ser. Auf der Kar­te sind auch al­le WLAN-Rou­ter auf­ge­zeich­net. Wenn Sie den Maus­zei­ger auf ein Rou­ter­sym­bol be­we­gen, se­hen Sie die He­at­map aus des­sen Sicht. Die Darstel­lung der Aus­leuch­tungs­kar­te ent­spricht ei­nem Durch­schnitt al­ler Net­ze. Zum Spei­chern der He­at­map blen­den Sie die WLAN-Lis­te links wie­der ein und kli­cken auf „Ta­ke Screen­shot“. Die He­at­map-Mes­sung be­zieht sich da­bei im­mer auf das Ge­rät, mit dem Sie sie durch­füh­ren. Wenn das Note­book in ei­nem be­stimm­ten

„Mit ei­nem WLAN-Tool wie He­at­map­per se­hen Sie auf ei­nen Blick, wie weit Ihr Funk­netz reicht.“

Zim­mer nur ei­ne mä­ßi­ge Ver­bin­dung zum Rou­ter hat, muss das nicht für ei­nen an­de­ren Lap­top, das Ta­blet oder das Smart­pho­ne gel­ten. Al­ler­dings zei­gen un­se­re Pra­xis­tests, dass die Farb­ko­die­rung von He­at­map­per sich auch auf an­de­re Ge­rä­te über­tra­gen lässt. Im grü­nen Be­reich, der ei­ne Si­gnal­stär­ke von -64 dBm oder bes­ser si­gna­li­siert, er­rei­chen auch die meis­ten Ta­blets und Smart­pho­nes ei­ne WLANQua­li­tät, die noch mit vier bis fünf Bal­ken sym­bo­li­siert wird. Kri­tisch wird es bei ei­ner Si­gnal­stär­ke von -85dBm oder schwä­cher: Dann zei­gen die meis­ten Mo­bil­ge­rä­te nur ei­nen Bal­ken oder die Ver­bin­dung bricht so­gar ab.

WLAN-Reich­wei­te er­hö­hen: So geht es gra­tis

Nach­dem Sie mit He­at­map­per das WLAN ana­ly­siert ha­ben, soll­ten Sie die Fun­k­lö­cher be­sei­ti­gen. Der ers­te Schritt: Ak­tu­el­le Trei­ber und ak­tu­el­le Firm­ware für WLAN-Cli­ents und den WLAN-Rou­ter. Bei Kom­plett-PCs und Note­books hilft Win­dows Up­date bei der Trei­ber­su­che be­zie­hungs­wei­se die Ser­vice-Sei­te des Sys­tem­her­stel­lers. Ei­ne ak­tu­el­le Rou­ter-Firm­ware be­kom­men Sie vom Her­stel­ler. Als Nächs­tes soll­ten Sie den Stand­ort des Rou­ters än­dern: Die meis­ten Rou­ter ha­ben Rund­strahl-An­ten­nen. Sie sen­den das Funk­si­gnal re­la­tiv gleich­mä­ßig in ei­ner leicht ge­plät­te­ten Ku­gel­form, in ei­nem Win­kel von 90 Grad zur An­ten­ne­n­ach­se. Wol­len Sie al­so WLAN-Cli­ents im glei­chen Stock­werk er­rei­chen, soll­ten die An­ten­nen senk­recht aus­ge­rich­tet sein. Bei WLAN-Rou­tern mit in­ter­nen An­ten­nen wie der Fritz­box hilft Aus­pro­bie­ren: Je nach ge­wünsch­ter Ab­strahl­rich­tung soll­ten Sie den Rou­ter ho­ri­zon­tal oder ver­ti­kal auf­stel­len. Im­mer hilf­reich: Po­si­tio­nie­ren Sie den Rou­ter im Zen­trum des Be­reichs, den er aus­leuch­ten soll – und stel­len Sie ihn mög­lichst hoch, da­mit sich die Funk­wel­len un­ge­hin­dert aus­brei­ten kön­nen. Die Sen­de­leis­tung des Rou­ters soll­te auf ma­xi­mal ste­hen: Bei der Fritz­box se­hen Sie die Sen­de­stär­ke un­ter „WLAN -> Funk­ka­nal -> Ma­xi­ma­le Sen­de­leis­tung“. Auch bei den WLAN-Cli­ents kön­nen Sie tu­nen: Wenn Sie die WLAN-Ver­bin­dung am PC oder Note­book per USB-Stick her­stel­len, ver­wen­den Sie ein Ver­län­ge­rungs­ka­bel: So kön­nen Sie die Po­si­ti­on des WLAN-Sticks für ei­ne bes­se­re Si­gnal­über­tra­gung an­pas­sen. Und be­her­zi­gen Sie schließ­lich grund­le­gen­de WLAN-Tu­ning-Tipps: Wäh­len Sie ei­nen Funk­ka­nal, auf dem kei­ne oder we­ni­ge an­de­re WLANs ar­bei­ten. Oder wech­seln Sie am bes­ten gleich mit den pas­sen­den Cli­ents auf die we­ni­ger ge­stör­te 5-GHz-Fre­quenz, so­fern Ihr Rou­ter bei­de Fre­quen­zen un­ter­stützt. Den un­ge­stör­tes­ten Funk­ka­nal se­hen Sie mit ei­nem Tool wie Ins­si­der (auf DVD). Auch mit der Fritz­box kön­nen Sie die WLAN-Um­ge­bung ana­ly­sie­ren: Sie zeigt Stö­rer in ei­ner Gra­fik, die Sie un­ter „WLAN -> Funk­ka­nal -> WLAN-Um­ge­bung“fin­den.

Neue An­ten­nen: Mehr Reich­wei­te für den Rou­ter

Bei äl­te­ren Rou­tern kön­nen Sie sich mit ei­ner Ei­gen­bau-An­ten­ne be­hel­fen: Es gibt da­für zahl­rei­che An­lei­tun­gen im In­ter­net. Al­ler­dings hilft das nicht bei ak­tu­el­len Rou­tern, die meh­re­re An­ten­nen nut­zen. Sie ar­bei­ten nach dem Mi­mo-Ver­fah­ren und über­tra­gen da­bei über al­le An­ten­nen oder je nach Po­si­ti­on der Ge­gen­stel­le nur mit der­je­ni­gen mit dem bes­ten Si­gnal. Auf je­den Fall sorgt die Rou­ter-Firm­ware da­für, wie die An­ten­nen ver­wen­det wer­den: Ei­ne Ei­gen­bau-An­ten­ne stört dann. Statt­des­sen kön­nen Sie bei den WLAN-Cli­ents an­set­zen und ver­su­chen, an Note­book oder PC die Si­gnal­stär­ke zu er­hö­hen. Da­zu be­nö­ti­gen Sie ei­nen USB-WLAN-Stick mit Ver­län­ge­rungs­ka­bel und ei­ne selbst­ge­bau­te Re­flek­tor-An­ten­ne. Da­zu eig­nen sich Me­tall­ge­gen­stän­de, die wie ei­ne Pa­ra­bol­an­ten­ne ge­formt sind, bei­spiels­wei­se ein Sieb, ein Topf­de­ckel oder ein Lam­pen­schirm. Wenn Sie den USB-Stick im rich­ti­gen Ab­stand da­vor plat­zie­ren, wer­den da­durch die Funk­wel­len für ei­nen bes­se­ren Emp­fang ge­bün­delt. Den pas­sen­den Ab­stand fin­den Sie durch Pro­bie­ren her­aus oder über ei­ne For­mel, die Sie zu­sam­men mit ei­ner aus­führ­li­chen Ba­s­tel­an­lei­tung un­ter www.pcwelt. de/Jj6i0v fin­den. Auch die be­lieb­ten Fritz­box-Rou­ter von AVM las­sen sich mit ex­ter­nen An­ten­nen auf­rüs­ten. Bei www.frix­ten­der.de be­kom­men Sie Rund­strahl-Stab­an­ten­nen für be­stimm­te Fritz­bo­xMo­del­le. Sie kos­ten je nach Mo­dell und An­ten­nen­ge­winn zwi­schen 15 und rund 45 Euro.

Be­vor Sie An­ten­nen be­stel­len, müs­sen Sie sich un­be­dingt die Pla­ti­ne Ih­rer Fritz­box an­schau­en: Von der Fritz­box 7490 gibt es bei­spiels­wei­se drei ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten. Die Stab­an­ten­nen wer­den in Hal­te­run­gen fi­xiert, de­ren Hö­he vom Ge­häu­se der Fritz­box ab­hängt. Die An­ten­nen­ka­bel ste­cken Sie auf die pas­sen­den IPEXSteck­plät­ze der Pla­ti­ne und füh­ren sie nach au­ßen – ent­we­der mit pas­sen­den Ab­stand­shal­tern über ei­ne Lü­cke zwi­schen De­ckel und Ge­häu­se des Rou­ters oder durch die Lüf­tungs­schlit­ze auf der Un­ter­sei­te.

Ei­nen al­ten Rou­ter als Ac­cess Po­int oder Repeater ein­set­zen

Wenn Sie ei­nen al­ten Rou­ter üb­rig­ha­ben, kön­nen Sie auch da­mit die WLAN-Reich­wei­te ver­bes­sern. Er lässt sich als Ac­cess Po­int oder als Repeater ein­set­zen. Wenn der Alt-Rou­ter als Ac­cess Po­int ar­bei­tet, steht er per LAN-Ka­bel oder Po­wer­li­ne-Ver­bin­dung mit dem HauptRou­ter in Kon­takt und spannt an sei­nem Stand­ort ein zu­sätz­li­ches WLAN auf, um Ge­rä­te ins Funk­netz­werk zu brin­gen, die sich nicht mehr oder nur mit ge­rin­ger Da­ten­ra­te mit dem Hauptrou­ter ver­bin­den kön­nen. Ei­ni­ge Rou­ter kön­nen Sie per Me­nüein­stel­lung in den Ac­cess-Po­int-Mo­dus schal­ten – Sie fin­den die­se Op­ti­on meist in den er­wei­ter­ten Ein­stel­lun­gen. Hat der al­te Rou­ter kei­ne pas­sen­de Ein­stel­lung, müs­sen Sie bei ihm DHCP ab­stel­len, da­mit er ei­ne IP-Adres­se vom Hauptrou­ter be­kommt. Schlie­ßen Sie da­für den al­ten Rou­ter per LAN-Ka­bel an ei­nen Rech­ner an, der nicht mit dem Heim­netz ver­bun­den ist, und mel­den Sie sich im Brow­ser-Me­nü an. Bei ei­ner Fritz­box mit ak­tu­el­lem Fritz-OS ge­hen Sie für den Ac­cess-Po­int-Mo­dus zu „In­ter­net -> Zu­gangs­da­ten“und wäh­len bei In­ter­net­an­bie­ter „An­de­rer In­ter­net­an­bie­ter“aus. Nun mar­kie­ren Sie bei „An­schluss“die Op­ti­on „Ex­ter­nes Mo­dem oder Rou­ter“und bei „Be­triebs­art“den Ein­trag „Vor­han­de­ne In­ter­net­ver­bin- dung mit­be­nut­zen (IP-Cli­ent-Mo­dus). Au­ßer­dem kön­nen Sie in den Ver­bin­dungs­ein­stel­lun­gen die In­ter­net­ge­schwin­dig­keit ein­tra­gen. Ein äl­te­rer Rou­ter kann auch als WLAN-Repeater gu­te Di­ens­te leis­ten. Al­ler­dings un­ter­stüt­zen die meis­ten Rou­ter, die ei­ni­ge Jah­re auf dem Bu­ckel ha­ben, nur das un­si­che­re Ver­fah­ren WDS (Wi­re­less Distribution Sys­tem). Bei WDS kön­nen zwar Rou­ter un­ter­schied­li­cher Her­stel­ler als Ba­sis­sta­ti­on und Repeater zu­sam­men­ar­bei­ten. Aber nur mit der in­zwi­schen un­si­che­ren Ver­schlüs­se­lung WEP, wes­halb Sie auf die­se Va­ri­an­te ver­zich­ten soll­ten. Des­halb ha­ben ei­ni­ge Her­stel­ler ei­ge­ne We­ge ent­wi­ckelt: Fritz­bo­xen von AVM, die min­des­tens mit Fritz-OS 5.50 lau­fen, kön­nen Sie als Ba­sis­sta­ti­on und Repeater ver­bin­den und da­bei die Ver­bin­dung mit WPA2 schüt­zen. Da­zu le­gen Sie im Me­nü un­ter „WLAN -> Repeater“den Hauptrou­ter als Ba­sis­sta­ti­on fest. Im glei­chen Me­nü auf dem Rou­ter, der als Repeater die­nen soll, mar­kie­ren Sie „Repeater“.

Mehr Reich­wei­te für klei­nes Geld: WLAN-Repeater und Ac­cess Po­int

Brin­gen die kos­ten­lo­sen Tu­ning-Maß­nah­men kei­nen Er­folg, müs­sen Sie in bes­se­re WLANHard­ware in­ves­tie­ren. Zu­nächst emp­fiehlt sich ein WLAN-Repeater: Plat­zie­ren Sie ihn in ei­ne Steck­do­se auf hal­ber Stre­cke zwi­schen dem WLAN-Rou­ter und den Ge­gen­stel­len, die Sie per WLAN er­rei­chen wol­len. Der Repeater ver­län­gert die Reich­wei­te des Funk­si­gnals vom Rou­ter. Die meis­ten Repeater hel­fen über LEDs am Ge­häu­se, den bes­ten Stand­ort zu fin­den. Der WLAN-Repeater soll­te un­be­dingt auf den bei­den Fre­quenz­bän­dern 2,4 und 5 GHz fun­ken: So kann er sich auf ei­ner Fre­quenz mit dem Rou­ter und auf der an­de­ren mit der Ge­gen­stel­le ver­bin­den und da­bei auf je­dem Band je­weils das ma­xi­mal mög­li­che Tem­po nut­zen (Cross­band-Tech­nik). Bei Re­pea­tern, die nur 2,4 GHz be­herr­schen, hal­biert sich die Da­ten­ra­te da­ge­gen, weil ein Da­ten­pa­ket zwei­mal die Funk­stre­cke be­legt. Je nach WLAN-Ge­schwin­dig­keit kos­ten emp­feh­lens­wer­te Du­al-Band-Repeater zwi­schen 35 Euro für den TP-Link RE200 (ma­xi­mal 433 MBit/s über 5 und 300 MBit/s über 2,4 GHz) und rund 80 Euro für den AVM Fritz-WLAN Repeater 1750E (bis zu 1300 MBit/s über 5 und 450 MBit/s über 2,4 GHz). Um den WLAN-Repeater in ein be­ste­hen­des Funk­netz ein­zu­bin­den, muss er SSID und WLAN-Pass­wort vom Rou­ter über­neh­men. Das er­le­di­gen Sie per WPS, in­dem Sie die ent­spre­chen­de Tas­te am Repeater und kurz da­nach am Rou­ter drü­cken – für ei­ne zu­ver­läs­si­ge Ver­bin­dung soll­te bei­de Ge­rä­te da­bei mög­lichst ne­ben­ein­an­der ste­hen. Sie kön­nen die WLAN-In­for­ma­tio­nen auch ma­nu­ell im Repeater ein­tra­gen: Da­zu ver­bin­den Sie sich per PC oder Note­book mit dem WLAN-Netz des Re­pea­ters und ru­fen sei­ne Be­di­en­ober­flä­che im Brow­ser auf. Der Repeater zeigt die WLANs an, die er er­kannt hat, und Sie mar­kie­ren die­je­ni­gen, die er er­wei­tern soll. Steht die Ver­bin­dung zum

Haupt-WLAN, plat­zie­ren Sie den Repeater an sei­nem end­gül­ti­gen Stand­ort. Der WLAN-Repeater ver­län­gert nur die Reich­wei­te des Haupt-WLANs – nicht au­to­ma­tisch das Tem­po: Denn die Funk­ver­bin­dung ist nach wie vor Stör-WLANs aus­ge­setzt. Sta­bi­ler wird der Kon­takt zum Rou­ter, wenn Sie ei­ne mög­lichst lan­ge Stre­cke zwi­schen Rou­ter und Ge­gen­stel­le per LAN oder Po­wer­li­ne über­win­den und erst dort, wo Sie die WLAN-Ge­rä­te nut­zen, ein Funk­netz auf­span­nen. Da­zu kön­nen Sie ei­nen Repeater als LAN-Bridge oder ei­nen Po­wer­li­ne-Ad­ap­ter mit Ac­cess-Po­int-Funk­ti­on ein­set­zen. Wol­len Sie ei­nen Fritz-Repeater als LAN-Brü­cke ein­rich­ten, la­den Sie die Wer­k­ein­stel­lun­gen, in­dem Sie die WPS-Tas­te für min­des­tens 15 Se­kun­den ge­drückt hal­ten, bis al­le LEDs auf­blin­ken. An­schlie­ßend ver­bin­den Sie ei­nen PC per WLAN mit dem Repeater, ru­fen das Me­nü auf und ge­hen zu „Heim­netz-Zu­gang -> Zu­gangs­art“än­dern. Ha­ben Sie ein Po­wer­li­ne-Netz­werk, kön­nen Sie Ihr WLAN über ei­nen Po­wer­li­ne-Ac­cess-Po­int wie den De­vo­lo dLAN 1200+ WiFi ac er­wei­tern (Ad­ap­ter für rund 130 Euro, Ad­ap­ter­kit für rund 190 Euro). Be­vor Sie den Ad­ap­ter in ei­ner Steck­do­se plat­zie­ren, no­tie­ren Sie sich das am Ge­häu­se auf­ge­druck­te WLAN-Pass­wort. Be­fin­det sich der Ad­ap­ter in der Steck­do­se, war­ten Sie rund ei­ne Mi­nu­te, bis er ein­satz­be­reit ist. Nun drü­cken Sie auf ei­nem an­de­ren Po­wer­li­neAd­ap­ter im Heim­netz den Ver­schlüs­se­lungs­knopf und in­ner­halb von zwei Mi­nu­ten das Haus­sym­bol auf dem neu­en Ad­ap­ter. Er über­nimmt nun das Pass­wort des Po­wer­li­ne-Netz- wer­kes. An­schlie­ßend ver­bin­den Sie sich über das vor­her no­tier­te Pass­wort mit dem WLAN des Po­wer­li­ne-Ad­ap­ters. Im Werks­zu­stand spannt der De­vo­lo-Ad­ap­ter ein WLAN mit ei­ge­ner SSID und ei­ge­nem Pass­wort auf. Sinn­vol­ler ist es, wenn das Ad­ap­terWLAN das be­ste­hen­de Heim-WLAN er­wei­tert und Sie sich un­ter der ge­wohn­ten SSID mit dem be­kann­ten Kenn­wort an­mel­den kön­nen. Da­zu nut­zen Sie die Funk­ti­on „WiFi Clo­ne“, mit der das Po­wer­li­ne-WLAN die ent­spre­chen­den In­for­ma­tio­nen vom Haupt-Rou­ter be­kommt. Drü­cken Sie da­zu den Ver­schlüs­se­lungs­knopf mit dem Haus­sym­bol auf der Vor­der­sei­te des Po­wer­li­ne-Ad­ap­ters und an­schlie­ßend die WPS-Tas­te des WLAN-Rou­ters, des­sen Zu­gangs­da­ten über­nom­men wer­den sol­len. Funk­tio­niert die­ser Weg nicht, nut­zen Sie das Tool dLAN Cock­pit, das Sie un­ter www.pcwelt. de/Wup7V7 her­un­ter­la­den kön­nen. In der Soft­ware ru­fen Sie das Sym­bol für den Po­wer­li­neAd­ap­ter auf und ge­hen zu „WLAN-Kon­fi­gu­ra­ti­on -> WiFi Mo­ve“. Dort ak­ti­vie­ren Sie „WiFi Clo­ne“. An­schlie­ßend müs­sen Sie am Rou­ter die WPS-Tas­te drü­cken, da­mit er die Netz­wer­kIn­fos an den Po­wer­li­ne-Ad­ap­ter wei­ter­gibt.

Das Tool He­at­map­per zeigt Ih­nen auf ei­nen Blick, wo WLAN-Schwach­stel­len lie­gen. Wenn es auf dem Test­bild rot wird, soll­ten Sie den Rou­ter an­ders plat­zie­ren oder ei­nen Repeater in­stal­lie­ren.

Ei­ne äl­te­re Fritz­box kön­nen Sie zu­sam­men mit ei­nem ak­tu­el­len Mo­dell als Repeater ein­set­zen. Die pas­sen­de Ein­stel­lung fin­den Sie ab Fritz-OS 5.50 im Rou­ter­me­nü.

Auch für die Fritz­bo­xen gibt es ex­ter­ne An­ten­nen: Sie las­sen sich über die An­ten­nen­steck­plät­ze auf der Rou­ter­pla­ti­ne an­schlie­ßen.

So brin­gen Sie das WLAN zu den mo­bi­len Ge­rä­ten: Ar­bei­tet der Repeater als LAN-Brü­cke, lässt sich die Reich­wei­te des Heim­net­zes per Netz­werk­ka­bel er­hö­hen.

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