Die in­tel­li­gen­te Steck­do­se

Win­dows star­tet von ei­ner SSD deut­lich schnel­ler als von ei­ner Fest­plat­te, zu­dem wer­den Flash-Da­ten­trä­ger im­mer preis­güns­ti­ger. Mit den rich­ti­gen Tools (auf Heft-DVD) ge­lingt der Win­dows-Um­zug oh­ne Neu­in­stal­la­ti­on.

PC-WELT - - Inhalt - VON THORS­TEN EG­GE­LING

EI­NE SSD BIE­TET ge­gen­über ei­ner her­kömm­li­chen Fest­plat­te zahl­rei­che Vor­tei­le. Die Spei­cher­zel­len las­sen sich di­rekt adres­sie­ren, was zu sehr kur­zen Zu­griffs­zei­ten führt. Das wirkt sich vor al­lem po­si­tiv auf die Win­dow­sBoot­zei­ten aus. SSDs bie­ten au­ßer­dem hö­he­re Trans­fer­ra­ten als Fest­plat­ten, be­nö­ti­gen we­ni­ger Ener­gie, pro­du­zie­ren kaum Ab­wär­me und sind me­cha­nisch ro­bust. SSDs sind je­doch teu­rer als Fest­plat­ten. Sie zah­len et­wa 30 bis 40 Cent pro Gi­ga­byte, wäh­rend es bei Fest­plat­ten nur 3 bis 4 Cent pro Gi­ga­byte sind. Wer spa­ren möch­te, greift da­her eher zu ei­nem klei­ne­ren Mo­dell, et­wa mit 250 oder 500 GB (ab et­wa 60 be­zie­hungs­wei­se 160 Euro). Für ei­nen durch­schnitt­li­chen PC mit In­ter­net­brow­ser, Of­fice­pro­gramm und Bild­be­ar­bei­tung ist das aus­rei­chend. Wer mehr Platz be­nö­tigt, la­gert gro­ße Da­tei­en auf ei­ne zwei­te Fest­plat­te aus oder ver­wen­det ei­ne SSD mit ei­nem Te­ra­byte (1 TB), die ab et­wa 300 Euro er­hält­lich ist. Der Wech­sel von ei­ner Fest­plat­te zur SSD – oh­ne dass Sie Win­dows neu in­stal­lie­ren müs­sen – stellt mit den rich­ti­gen Tools (auf Hef­tDVD) in der Re­gel kei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung dar. Zu­nächst aber be­schrei­ben wir, wie Sie die Ge­schwin­dig­keit des bis­he­ri­gen Sys­tems er­mit­teln, um ei­nen Vor­her/Nach­herVer­gleich zu ha­ben, und wel­che Vor­be­rei­tun­gen wich­tig sind, ins­be­son­de­re wenn die neue SSD klei­ner als die bis­he­ri­ge Fest­plat­te ist.

1. Vor dem Um­bau: Win­dow­sStart­zei­ten und Bench­mark

Win­dows pro­to­kol­liert selbst, wie lan­ge die Vor­gän­ge Star­ten und Be­en­den dau­ern. Die­se In­for­ma­tio­nen las­sen sich über die Er­eig­nis­an­zei­ge ab­ru­fen. Drü­cken Sie die Tas­ten­kom- bi­na­ti­on Win-R, ge­ben Sie event­v­wr ein, und kli­cken Sie auf „OK“. Im lin­ken Be­reich des Fens­ters ge­hen Sie auf „An­wen­dungs- und Di­enst­pro­to­kol­le -> Mi­cro­soft -> Win­dows -> Dia­gnostics-Per­for­mance -> Be­triebs­be­reit“. Sor­tie­ren Sie die Lis­te per Klick auf den Spal­ten­kopf „Da­tum und Uhr­zeit“. Die Er­eig­nis-ID 100 be­zieht sich auf Start­vor­gän­ge, 200 auf das Her­un­ter­fah­ren. Kli­cken Sie ei­ne der Mel­dun­gen mit der ID 100 an, und ge­hen Sie im un­te­ren Be­reich auf die Re­gis­ter­kar­te „De­tails“. Hin­ter „MainPa­thBoo­tTi­me“se­hen Sie die Zeit, die Win­dows für den Start be­nö­tigt. Zu­sam­men mit „Boo­tPos­tBoo­tTi­me“, das ist die Zeit, die Di­ens­te und Au­to­start-An­wen­dun­gen be­nö­tigt ha­ben, er­gibt sich der Ge­samt­wert hin­ter „Boo­tTi­me“. Für die Er­eig­nis-ID 200 no­tie­ren Sie sich den Wert hin­ter „Shut­downTi­me“Aus­sa­ge­kräf­ti­ger ist ein Durch­schnitts­wert, et­wa der letz­ten 20 Start- und Her­un­ter­fahr­vor­gän­ge. Die­sen er­mit­teln Sie mit dem Tool PC-WELT-Per­for­mance (auf Heft-DVD). Ent­pa­cken Sie das ZIP-Achiv in ein be­lie­bi­ges Ver-

„Schon ei­ne SSD mit 128 GB für et­wa 40 Euro sorgt am Win­dows-Rech­ner für ei­nen enor­men Tem­po­ge­winn.“

zeich­nis, und star­ten Sie aus die­sem die Da­tei Run­AsAd­min.cmd. Das Script gibt in ei­nem Fens­ter hin­ter „Boot Ti­me“die letz­te Start­zeit aus, und es be­rech­net den Durch­schnitt ma­xi­mal der letz­ten 20 Start- und Her­un­ter­fahr­Vor­gän­ge. Die durch­schnitt­li­che Win­dow­sStart­zeit soll­te bei ei­nem ei­ni­ger­ma­ßen auf­ge­räum­ten und durch­schnitt­lich leis­tungs­star­ken Sys­tem zwi­schen 30 und 60 Se­kun­den lie­gen. Kommt ei­ne SSD zum Ein­satz, sind Startzeiten von 15 Se­kun­den zu er­rei­chen. Ge­schwin­dig­keit der Fest­plat­te und der SSD er­mit­teln: Mit AS SSD Bench­mark (auf Hef­tDVD) kön­nen Sie Trans­fer­ra­ten und Zu­griffs­zei­ten Ih­rer Lauf­wer­ke mes­sen. Nach dem Start wäh­len Sie oben links das ge­wünsch­te Lauf­werk aus und kli­cken dann auf „Start“. Ist der Test ab­ge­schlos­sen, se­hen Sie in der Zei­le „Seq“die Le­se- und Schreibleis­tung des Lauf­werks. Bei Fest­plat­ten lie­gen die­se um die 100 MB pro Se­kun­de. SSDs kom­men auf et­wa 500 MB pro Se­kun­de oder mehr. Fest­plat­ten er­rei­chen beim Le­sen von Da­ten ty­pi­sche Zu­griffs­zei­ten von 10 bis 16 Mil­li­se­kun­den, SSDs da­ge­gen be­nö­ti­gen meist nur 0,05 Mil­li­se­kun­den.

2. Vor­be­rei­tun­gen für den Um­zug auf die So­lid Sta­te Disk

Das Ri­si­ko, Da­ten zu ver­lie­ren, ist ge­ring, wenn Sie ei­ne Fest­plat­te klo­nen oder um­bau­en. Trotz­dem soll­ten Sie im­mer ein Back­up we­nigs­tens der per­sön­li­chen Da­ten er­stel­len. Da­für ver­wen­den Sie bei­spiels­wei­se Aom­ei Back­up­per (auf Heft-DVD). Mit dem Tool er­stel­len Sie ei­ne Si­che­rungs­ko­pie der Sys­tem­fest­plat­te, ein­zel­ner Par­ti­tio­nen oder Ord­ner et­wa auf ei­nem ex­ter­nen Da­ten­trä­ger. In Aom­ei Back­up­per fin­den Sie un­ter „Werk­zeu­ge -> Boot­fä­hi­ges Me­di­um er­stel­len“ei­ne Funk­ti­on, über die Sie ei­nen Ret­tungs­da­ten­trä­ger er­stel­len. Da­mit stel­len Sie Win­dows wie­der her, selbst wenn das Sys­tem nicht mehr star­ten soll­te. Fest­plat­te auf­räu­men: Meist wird Ih­re bis­he­ri­ge Fest­plat­te ei­ne grö­ße­re Ka­pa­zi­tät bie­ten als die neue SSD. La­gern Sie dann al­les, was Sie nicht stän­dig be­nö­ti­gen, auf ei­ne zwei­te Fest­plat­te aus. Lö­schen Sie au­ßer­dem tem­po­rä­re Da­tei­en und de­instal­lie­ren Sie un­ge­nutz- te An­wen­dun­gen. Ei­nen um­fang­rei­chen Rat­ge­ber zum The­ma „Win­dows 10 auf­räu­men“fin­den Sie in die­ser PC-WELT auf Sei­te 22. Die meis­ten Tipps und Tools las­sen sich auch un­ter Win­dows 7 und 8 ver­wen­den. Ver­la­ger­te Ord­ner: Wenn Sie die Be­nut­zer­pro­fi­le oder ein­zel­ne Ord­ner aus Ih­rem Pro­fil auf ei­ne an­de­re Par­ti­ti­on oder ein an­de­res Lauf­werk ver­scho­ben ha­ben, ma­chen Sie die­se Än­de­run­gen rück­gän­gig. Das glei­che gilt für Pro­gram­me, die Sie auf ei­nem an­de­ren Lauf­werk als „C:“in­stal­liert ha­ben. An­dern­falls müs­sen Sie auch die­se Par­ti­ti­on auf die SSD klo­nen. Hat die­se nur ei­ne ge­rin­ge Ka­pa­zi­tät, ist das je­doch we­nig sinn­voll. Bios/Firm­ware-Ein­stel­lun­gen prü­fen: SSDs lie­fern nur dann die ma­xi­ma­le Leis­tung, wenn der SA­TA-Con­trol­ler im AHCI-Mo­dus ar­bei­tet. Bei neue­ren PCs oder Note­books mit vor­in­stal­lier­tem Win­dows 8 oder 10 ist die­ser Mo­dus in der Re­gel stan­dard­mä­ßig ak­tiv, bei Ge­rä­ten mit Win­dows 7 je­doch nicht im­mer. Kon­trol­lie­ren Sie die Ein­stel­lung im Bios/Firm­wareSe­t­up. Ru­fen Sie es kurz nach dem Start des PCs über Tas­ten wie Esc, F2 oder Entf (bzw. Del) auf. Nut­zer von Win­dows 8 oder 10 kli­cken vor der An­mel­dung im Start­bild­schirm rechts un­ten auf das Sym­bol mit dem Aus­schalt­knopf. Hal­ten Sie die Shift-Tas­te ge­drückt, kli­cken Sie im Me­nü auf „Neu star­ten“, und ge­hen Sie im Me­nü auf „Pro­blem­be­hand­lung -> Er­wei­ter­te Op­tio­nen -> UEFI-Firm­ware­ein­stel­lung“. Die SA­TA-Ein­stel­lun­gen fin­den Sie meist un­ter Me­nüs wie „Ad­van­ced“oder „In­te­gra­ted Pe­ri­pherals“. Ist hier bei­spiels­wei­se „IDE“kon­fi­gu­riert, stel­len Sie statt­des­sen „AHCI“ein. Soll­te Win­dows da­nach nicht star­ten, ma­chen Sie die Än­de­rung rück­gän­gig und star­ten Win­dows neu. Nun drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-R, tip­pen re­ge­dit ein und kli­cken auf „OK“. Ge­hen Sie un­ter Win­dows 7 auf den Schlüs­sel „Hkey­_Lo­cal_Ma­chi­ne\Sys­tem\Cur­ren­tCon­trolSet\ser­vices\msah­ci“, bei Win­dows 8 oder 10 auf „Hkey­_Lo­cal_Ma­chi­ne\Sys­tem\Cur­ren­tCon­trolSet\Ser­vices\sto­r­ah­ci“. Än­dern Sie den Wert „Start“auf 0. Da­nach soll­te Win­dows auch im AHCI-Mo­dus star­ten. Ei­ne Ga­ran­tie gibt es da­für aber nicht, vor al­lem, wenn spe­zi­el­le Her­stel­l­er­trei­ber in­stal­liert sind. In die­sem Fall emp­feh­len wir die Win­dows-Neu­in­stal­la­ti­on auf der SSD (sie­he Kas­ten Sei­te 31).

3. Die SSD mit dem Desk­top-PC oder dem Note­book ver­bin­den

Am ein­fachs­ten und schnells­ten ist es, wenn der PC über ei­nen frei­en SA­TA-Port ver­fügt, an den Sie die SSD an­schlie­ßen kön­nen. Soll­te das nicht mög­lich sein, ver­wen­den Sie ei­nen USBSATA-Ad­ap­ter, am bes­ten für den USB-3.0-Port. Im Fach- und Ver­sand­han­del fin­den Sie pas­sen­de Ge­rä­te für et­wa 10 bis 30 Euro. Ein­fa­che Ad­ap­ter be­ste­hen nur aus ei­nem SA­TA- und Strom­ver­sor­gungs­ste­cker so­wie zwei USBSte­ckern. Et­was ro­bus­ter sind Do­cking­sta­ti­ons

für ein oder meh­re­re 2,5- oder 3,5-Zoll-Lauf­wer­ke. Die In­ves­ti­ti­on lohnt sich in je­dem Fall, wenn Sie die aus­ge­bau­te Fest­plat­te über den USB-SA­TA-Ad­ap­ter als ex­ter­nes Lauf­werk wei­ter­ver­wen­den. Wenn die Haupt­pla­ti­ne ei­ne Raid-Funk­ti­on bie­tet, könn­ten Sie auch zwei klei­ne­re SSDs ein­bau­en und als Raid 0 zu­sam­men­schal­ten. Der ver­füg­ba­re Spei­cher­platz er­gibt sich dann aus der Sum­me der Ka­pa­zi­tä­ten bei­der SSDs. Da ab­wech­selnd auf bei­de Lauf­wer­ke ge­schrie­ben wird, ver­dop­pelt sich die Trans­fer­ra­te in et­wa. In der Pra­xis ist der Ge­schwin­dig­keits­vor­teil je­doch bei den meis­ten An­wen­dun­gen kaum spür­bar, und auch Win­dows star­tet nicht schnel­ler, weil die Zu­griffs­zeit gleich bleibt. Bei ei­nem Raid 0 er­höht sich zu­dem das Aus­fall­ri­si­ko. Denn ist auch nur ei­ne SSD de­fekt, ge­hen al­le Da­ten ver­lo­ren. Äl­te­re Chip­sät­ze be­zie­hungs­wei­se Raid-Trei­ber un­ter­stüt­zen au­ßer­dem die Trim-Funk­ti­on nicht, die für die Op­ti­mie­rung der SSDs nö­tig ist. Aus die­sen Grün­den kön­nen wir ein SSD-RAID nicht emp­feh­len. Ver­wen­den Sie bes­ser ei­ne SSD mit der ge­wünsch­ten Ka­pa­zi­tät.

4. Par­ti­tio­nen von Fest­plat­te auf die schnel­le SSD über­tra­gen

Auf Heft-DVD fin­den Sie zwei Tools, mit de­nen Sie die Da­ten von der Fest­plat­te auf die SSD ko­pie­ren kön­nen. Aom­ei Par­ti­ti­on As­sis­tant Standard Edi­ti­on bie­tet ei­ne deutsch­spra­chi­ge Ober­flä­che, kann aber in der kos­ten­lo­sen Edi­ti­on kei­ne GPT-Par­ti­tio­nen klo­nen, auf de­nen Win­dows bei neue­ren Rech­nern mit Uefi-Firm­ware in der Re­gel in­stal­liert ist. Wel­cher Par­ti­ti­ons­stil vor­han­den ist, er­fah­ren Sie in der Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung. Drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-R, tip­pen Sie diskmgmt. msc ein, und kli­cken Sie auf „OK“. Kli­cken Sie im un­te­ren Be­reich des Fens­ters die Fest­plat­te mit der Sys­tem­par­ti­ti­on, bei­spiels­wei­se „Da­ten­trä­ger 0“, mit der rech­ten Maus­tas­te an, und ge­hen Sie im Me­nü auf „Ei­gen­schaf­ten“. Wech­seln Sie auf die Re­gis­ter­kar­te „Vo­lu­mes“. Wenn hin­ter „Par­ti­ti­ons­stil“der Ein­trag „Mas­ter Boot Re­cord (MBR)“steht, kön­nen Sie Aom­ei Par­ti­ti­on As­sis­tant Standard Edi­ti­on ver­wen­den. Taucht da­ge­gen „GUID-Par­ti­ti­ons­ta­bel­le (GPT)“auf, nut­zen Sie das eng­lisch­spra­chi­ge Pro­gramm Mini­tool Par­ti­ti­on Wi­zard Free (auf Heft-DVD), des­sen Ver­wen­dung wir im Fol­gen­den be­schrei­ben. Im ers­ten Schritt bau­en Sie die SSD in den PC ein oder ver­bin­den Sie das Lauf­werk per USBSATA-Ad­ap­ter (Punkt 3). Tren­nen Sie die Ver­bin­dung zu wei­te­ren in­ter­nen oder ex­ter­nen Fest­plat­ten, au­ßer zur Sys­tem­fest­plat­te. Da­mit er­hö­hen Sie die Über­sicht­lich­keit, und es be­steht nicht die Ge­fahr, dass Sie ver­se­hent­lich die fal­sche Fest­plat­te als Ziel aus­wäh­len. An­schlie­ßend in­stal­lie­ren und star­ten Sie Mini­tool Par­ti­ti­on Wi­zard Free; da­zu kli­cken Sie auf „Launch Ap­p­li­ca­ti­on“. Va­ri­an­te 1: Wenn Sie nur die Par­ti­tio­nen des Be­triebs­sys­tems ko­pie­ren möch­ten, kli­cken Sie un­ter „Wi­zards“auf „Mi­gra­te OS to SSD/HD Wi­zard“. Wäh­len Sie in der Lis­te die SSD als Zi­el­l­auf­werk aus, und kli­cken Sie auf „Next“. Stan­dard­mä­ßig ist die Op­ti­on „1. Fit par­ti­ti­ons to ent­i­re disk“vor­ein­ge­stellt. Par­ti­ti­on Wi­zard Free er­stellt dann auf der SSD Par­ti­tio­nen pro­por­tio­nal zur bis­he­ri­gen Grö­ße. Sie kön­nen den Vor­schlag ein­fach über­neh­men oder die Op­ti­on „Edit par­ti­ti­ons on this disk“wäh­len und die Par­ti­ti­ons­grö­ße an­pas­sen. Für die Wie­der­her­stel­lungs- und EFI-Par­ti­ti­on bei­spiels­wei­se kön­nen Sie sich an den bis­he­ri­gen Grö­ßen ori­en­tie­ren. Die­se müs­sen in der Re­gel nicht ver­än­dert wer­den. Ist die SSD groß ge­nug, kön­nen Sie auch Platz für ei­ne wei­te­re Par­ti­ti­on schaf­fen, et­wa für per­sön­li­che Da­ten. Das er­leich­tert das Back­up. Zum Ab­schluss kli­cken Sie auf „Next“und „Fi­nish“. Va­ri­an­te 2: Be­fin­det sich auf der Fest­plat­te ei­ne wei­te­re Da­ten­par­ti­ti­on, die auch auf die SSD soll, ge­hen Sie auf „Co­py Disk Wi­zard“. Kli­cken Sie auf „Next“, wäh­len Sie die Fest­plat­te aus, die Sie ko­pie­ren möch­ten, und kli­cken Sie auf „Next“. Wäh­len Sie die SSD als Zi­el­l­auf­werk aus, und kli­cken Sie auf „Next“. An­schlie­ßend ha­ben Sie die glei­chen Par­ti­tio­nie­rungs­Op­tio­nen, wie un­ter un­ter „Va­ri­an­te 1“be­schrie­ben. Zum Ab­schluss kli­cken Sie auf die Schalt­flä­chen „Next“und „Fi­nish“. Um die Än­de­run­gen an­zu­wen­den, kli­cken Sie auf „Ap­p­ly“und be­stä­ti­gen mit „Yes“. Par­ti­ti­on Wi­zard Free ko­piert zu­erst die nicht ge­sperr­ten Par­ti­tio­nen. Da auf der Win­dows-Par­ti­ti­on Da­tei­en ge­öff­net sind, kann die­se nur vor dem Win­dows-Start ko­piert wer­den. Das Pro­gramm

in­for­miert Sie dar­über, und Sie kli­cken auf „Re­start Now“. Nach dem Neu­start setzt Par­ti­ti­on Wi­zard Free sei­ne Ar­beit au­to­ma­tisch fort. Ist der Vor­gang ab­ge­schlos­sen, star­tet Win­dows neu. We­gen der op­ti­ma­len Aus­rich­tung der Par­ti­tio­nen („Ali­gn­ment“) müs­sen Sie sich kei­ne Ge­dan­ken ma­chen, denn dies er­le­digt das Tool au­to­ma­tisch. Kon­trol­lie­ren Sie, ob al­le Da­tei­en auf der SSD an­ge­kom­men sind. Fah­ren Sie dann Win­dows her­un­ter, und tren­nen Sie den PC vom Strom­netz. Bei ei­nem Note­book ent­fer­nen Sie auch den Ak­ku. Bau­en Sie die Fest­plat­te aus be­zie­hungs­wei­se er­set­zen Sie die Fest­plat­te durch die SSD. Wenn Sie die Fest­plat­te im glei­chen PC wei­ter­ver­wen­den wol­len, zie­hen Sie nur vor­über­ge­hend das SA­TA-Ka­bel ab. Spä­ter for­ma­tie­ren Sie die Fest­plat­te neu.

5. Den Win­dows-PC vom neu­en Flash-Da­ten­trä­ger boo­ten

Im op­ti­ma­len Fall star­tet Win­dows oh­ne wei­te­re Kon­fi­gu­ra­ti­on von der neu­en SSD. Bei ei­ni­gen Haupt­pla­ti­nen müs­sen Sie die Boo­trei­hen­fol­ge im Bios/Firm­ware-Se­t­up än­dern. Ru­fen Sie da­zu das Se­t­up kurz nach dem Start des PCs über Tas­ten wie Esc, F2 oder Entf (bzw. Del) auf. Wel­che Tas­te da­für zu­stän­dig ist, soll­te bei­spiels­wei­se im Hand­buch des PCs oder der Haupt­pla­ti­ne ste­hen. Die Boo­te­in­stel­lun­gen be­fin­den sich im Me­nü „Ad­van­ced BIOS Fea­tu­res“, „Boot Fea­tu­res“oder ähn­lich. Su­chen Sie dort nach ei­ner Op­ti­on wie „Hard Disk Boot Prio­ri­ty“, und set­zen Sie die SSD oder den EFI-Boot-Ein­trag an die ers­te Stel­le.

6. Das Be­triebs­sys­tem op­ti­mal für den neu­en Da­ten­trä­ger ein­rich­ten

Win­dows 7, 8 und 10 er­ken­nen au­to­ma­tisch, dass das Sys­tem sich auf ei­ner SSD be­fin­det. Der Un­ter­schied zur Fest­plat­te be­trifft vor al­lem die Ein­stel­lun­gen für die De­frag­men­tie- rung. Ei­ne SSD muss und soll­te nicht de­frag­men­tiert wer­den. Statt­des­sen sorgt der Trim-Be­fehl da­für, dass nicht mehr ge­nutz­te Spei­cher­blö­cke frei­ge­ge­ben wer­den. Si­cher­heits­hal­ber soll­ten Sie prü­fen, wie die De­frag­men­tie­rung ar­bei­tet. Drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-R, ge­ben Sie dfrgui ein, und be­stä­ti­gen Sie per Klick auf „OK“. Ist Win­dows 7 in­stal­liert, soll­te beim Sys­tem­lauf­werk in der Spal­te „Zu­letzt aus­ge­führt“der Ein­trag „Nie aus­füh­ren“auf­tau­chen. An­dern­falls schlie­ßen Sie nach Klicks auf „Zeit­plan kon­fi­gu­rie­ren“und „Da­ten­trä­ger aus­wäh­len“das Lauf­werk von der De­frag­men­tie­rung aus. Bei Win­dows 8 und 10 gibt es die Spal­te „Me­dien­typ“, in der „So­li­dS­ta­te-Lauf­werk“steht. Wei­te­re Maß­nah­men sind hier nicht er­for­der­lich. Um Platz auf der SSD zu spa­ren, kön­nen Sie bei Win­dows 8 und 10 den Schnell­start und den Ru­he­zu­stand de­ak­ti­vie­ren. Bei­de Funk­tio­nen ha­ben bei ei­ner SSD kei­ne gro­ße Wir­kung, sor­gen aber für un­nö­ti­ge Schreib­zu­grif­fe. Drü­cken Sie Win-X, und kli­cken Sie auf „Ener­gie­optio­nen“. Kli­cken Sie auf der lin­ken Sei­te „Aus­wäh­len, was beim Drü­cken des Netz­schal­ters ge­schieht“an. Ent­fer­nen Sie das Häk­chen vor „Schnell­start ak­ti­vie­ren (emp­foh­len)“und kli­cken Sie auf „Än­de­run­gen spei­chern“. Soll­te die Op­ti­on nicht zu se­hen sein, kli­cken Sie vor­her auf „Ei­ni­ge Ein­stel­lun­gen sind mo­men­tan nicht ver­füg­bar“. Öff­nen Sie über Win-X ei­ne Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit ad­mi­nis­tra­ti­ven Rech­ten und füh­ren Sie fol­gen­de Be­fehls­zei­le aus: powercfg -h off Be­fin­det sich im PC ei­ne wei­te­re Fest­plat­te, nut­zen Sie die­se für die Aus­la­ge­rungs­da­tei. Auch das spart Platz auf der SSD und ver­rin­gert die Schreib­zu­grif­fe. Drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-Pau­se und kli­cken Sie auf „Er­wei­ter­te Sys­tem­ein­stel­lun­gen“. Ge­hen Sie auf die Re­gis­ter­kar­te „Er­wei­tert“und kli­cken Sie un­ter „Leis­tung“auf „Ein­stel­lun­gen“. Ge­hen Sie auf „Er­wei­tert“und dann auf „Än­dern“. Für das Sys­tem­lauf­werk wäh­len Sie „Kei­ne Aus­la­ge­rungs­da­tei“, für die wei­te­re Fest­plat­te „Grö­ße wird vom Sys­tem ver­wal­tet“. Kli­cken Sie je­weils auf „Fest­le­gen“.

Leis­tungs­ver­gleich: Ei­ne SSD (rechts) lie­fert ei­ne hö­he­re Trans­fer­ra­te („Seq“) als ei­ne Fest­plat­te. Ent­schei­dend sind je­doch die deut­lich kür­ze­ren Zu­griffs­zei­ten.

Win­dows-Um­zug: Mini­tool Par­ti­ti­on Wi­zard Free ist ein Par­ti­tio­nie­rungs­tool, mit dem Sie die Sys­tem­par­ti­ti­on oder al­le Par­ti­tio­nen von der Fest­plat­te auf ei­ne SSD ko­pie­ren.

SA­TA kon­fi­gu­rie­ren: Da­mit ei­ne SSD die op­ti­ma­le Leis­tung er­brin­gen kann, muss im Bios/Firm­ware-Se­t­up beim SA­TA-Con­trol­ler der AHCI-Mo­dus ak­ti­viert sein.

SSD an­schlie­ßen: Soll­te kein frei­er SA­TA-An­schluss am PC vor­han­den sein, ver­wen­den Sie ei­nen USB-3.0-SA­TA-Ad­ap­ter.

Par­ti­ti­ons­grö­ße fest­le­gen: Die Grö­ße der Par­ti­tio­nen auf der SSD lässt sich an­pas­sen. Für die Wie­der­her­stel­lungs­par­ti­ti­on ge­nügt die ur­sprüng­li­che Grö­ße auf der Fest­plat­te.

De­frag­men­tie­rung: SSDs müs­sen nicht de­frag­men­tiert wer­den. Win­dows 8 und 10 er­ken­nen das au­to­ma­tisch und zei­gen den Me­dien­typ „So­lid-Sta­te-Lauf­werk“an.

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