Ein Stick-al­les si­cher!

So ma­chen Sie lh­ren USB-Stick zum per­fek­ten Si­cher­heits­schloss

PC-WELT - - Vorderseite - VON AR­NE AR­NOLD

IN UN­TER­NEH­MEN MIT ho­her Si­cher­heits­stu­fe sind sie schon lan­ge üb­lich: so­ge­nann­te Hard­ware-To­ken, al­so Hard­ware-Sticks für den USB-An­schluss. Nur wer den Stick be­sitzt, kann sich am zu­ge­hö­ri­gen PC an­mel­den oder auf be­stimm­te Da­tei­en zu­grei­fen. Wir stel­len zu- nächst fünf Hard­ware-Sticks vor, die auch für Pri­vat­an­wen­der in Fra­ge kom­men, und zei­gen, wie Sie mit ein paar kos­ten­lo­sen Tools (auf Plus-DVD 1) Ih­ren USB-Stick zu ei­nem sol­chen Si­cher­heits-To­ken um­funk­tio­nie­ren kön­nen.

Fer­ti­ge Si­cher­heits-Sticks

Fer­ti­ge Si­cher­heits-Sticks ha­ben ge­gen­über selbst ge­mach­ten USB-Sticks ei­nen Vor­teil: Sie ar­bei­ten mit ei­nem Kryp­to­chip, in dem ein wich­ti­ger Teil der Ver­schlüs­se­lungs­tech­nik steckt. Das macht die Sticks ge­gen­über rei­ner Soft­ware­ver­schlüs­se­lung zum ei­nen deut­lich schnel­ler, zum an­de­ren sind die ge­schütz­ten Da­tei­en zu­min­dest in man­chen Fäl­len schwe- rer zu kna­cken. Für die­ses Plus an Tem­po und Si­cher­heit zahlt man bei fer­ti­gen Sticks al­ler­dings auch den hö­he­ren Preis.

Phra­se-Lock: Pass­wor­te per­fekt ge­schützt dank Stick und Han­dy

Dar­um geht’s: Der klei­ne USB-Stick Phra­se-Lock (www.ipo­xo.com) ist zwar mit 47 Euro nicht gera­de güns­tig, da­für be­kom­men Sie aber ein be­son­ders gut ge­schütz­tes Sys­tem für die Pass­wort­ver­wal­tung und für ein­fa­che Log-ins am PC. Die Log-in-Da­ten für Ih­re Web­diens­te, aber auch für vie­le an­de­re Log-ins am PC, et­wa die An­mel­dung in Ihr Win­dows-Be­nut­zer­kon­to, spei­chern Sie auf Ih­rem Smart­pho­ne in der Phra­se-Lock-

„Kos­ten­los: Ver­wan­deln Sie ei­nen ge­wöhn­li­chen USBS­tick in ei­nen ex­trem nütz­li­chen Si­cher­heits-Stick. “

App. Ver­schlüs­selt wer­den die Da­ten mit ei­nem Key, der auf dem USB-Stick ge­spei­chert ist. Das Smart­pho­ne ver­bin­det sich per Blue­tooth mit dem Stick, wenn die­ser am PC an­ge­steckt ist. Die Log-in-Da­ten aus der App las­sen sich per Fin­ger­tipp in den ge­öff­ne­ten In­ter­net­brow­ser am PC über­ge­ben. Im Test funk­tio­nier­te das rei­bungs­los. Nur das ein­ma­li­ge Ein­ge­ben der Log-ins fin­den wir et­was um­ständ­lich. Zur App ge­hört auch ein Pass­wort­ge­ne­ra­tor, der kom­ple­xe Pass­wor­te au­to­ma­tisch ge­ne­riert. So geht’s: Nach dem Start der App müs­sen Sie die­se mit Ih­rem USB-Key ver­bin­den. Da­zu scan­nen Sie mit der App den QR-Co­de, der in der Pro­dukt­ver­pa­ckung ent­hal­ten ist . Die Ver­bin­dung von Smart­pho­ne und USB-Stick läuft über Blue­tooth, das ent­spre­chend auf Ih­rem Han­dy ak­ti­viert sein muss. Der PC be­nö­tigt kein Blue­tooth, da die nö­ti­ge Hard­ware be­reits im Phra­se-Lock-Stick in­te­griert ist. Wenn Sie die Ver­bin­dung her­ge­stellt ha­ben, kön­nen Sie die App mit Ih­ren Log-in-Da­ten füt­tern. Ein­mal ein­ge­ben, fügt der USB-Stick auf Kom­man­do der App Be­nut­zer­na­me und Pass­wort in Ih­ren Brow­ser am PC ein. Sie kön­nen si­cher­heits­hal­ber ein ver­schlüs­sel­tes Back­up al­ler Log-in-Da­ten aus der App er­stel­len. Da­für ver­ge­ben Sie zu­erst über „Ein­stel­lun­gen -> USB-Key ver­schlüs­seln“ein Pass­wort für die Log-in-Datenbank. Da­nach las­sen sich die Da­ten in die Cloud si­chern. Das ge­fällt uns: Wir hal­ten Phra­se-Lock für ei­ne si­che­re und kom­for­ta­ble Log-in-Ver­wal­tung. Sie ist für Nut­zer emp­feh­lens­wert, die ei­nen Pass­wort­ma­na­ger vor al­lem für den PC su­chen. Der USB-Stick kann am PC ver­blei­ben, wäh­rend man das Smart­pho­ne mit sich trägt. So sind die Pass­wort­da­ten­bank und der Schlüs­sel fürs Ent­schlüs­seln un­ter­wegs von ein­an­der ge­trennt. Wer das Sys­tem auf zwei PCs nutzt, et­wa in der Ar­beit und zu Hau­se, kann auch zwei Sticks mit der App ver­bin­den. Die Pass­wort­ein­ga­be funk­tio­niert üb­ri­gens auch auf dem Smart­pho­ne, auf dem die Phra­se-Lock-App in­stal­liert ist, al­ler­dings nur, wenn sich der zu­ge­hö­ri­ge USB-Stick in der Nä­he be­fin­det und mit Strom ver­sorgt wird, et­wa über ein OTG-Ka­bel am Han­dy. Das Pass­wort lässt sich dann per Co­py & Pas­te aus der App in ei­nen Brow­ser brin­gen. Der Si­cher­heits­vor­teil, den die Tren­nung von Log-in-Datenbank und USB-Key mit sich bringt, ist dann na­tür­lich nicht mehr ge­ge­ben.

Fido U2F Se­cu­ri­ty Key: Log-in-Schutz für Goog­le & Co.

Der Fido U2F Se­cu­ri­ty Key ist ab fünf Euro er­hält­lich. Da­für be­kom­men Sie ei­nen gu­ten zu­sätz­li­chen Schutz für Ihr Goog­le-Kon­to. Bei die­sem Schlüs­sel han­delt es sich um ei­nen klei­nen Ste­cker für den USB-An­schluss. Nur wenn der Schlüs­sel im Rech­ner oder Note­book steckt, kön­nen Sie sich bei Goog­le an­mel­den. Auf die­se Wei­se las­sen sich al­le Di­ens­te von Goog­le schüt­zen, die mit ei­nem Log-in ver­se­hen sind, et­wa Gmail, Ka­len­der, Goog­le Docs oder die Fit­ness­da­ten der Goog­le-App Fit. So geht’s: Da­mit der be­son­de­re Schutz wir­ken kann, müs­sen zu­sätz­lich zum Stick zwei Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein: Sie ver­wen­den Goog­le Chro­me als Brow­ser, und Sie ha­ben die Zwei­We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung in Ih­rem Goog­le-Kon­to ak­ti­viert. Den Fido-Schlüs­sel be­kom­men Sie bei­spiels­wei­se bei Ama­zon ( www.pcwelt.de/in- 5hmJ). Die Zwei-We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung für Ihr Goog­le-Kon­to ak­ti­vie­ren Sie auf https:// ac­counts.goog­le.com im Punkt „An­mel­dung bei Goog­le -> Be­stä­ti­gung in zwei Schrit­ten“. Wenn Sie Goog­le-Di­ens­te auch auf ei­nem Smart­pho­ne im Ein­satz ha­ben, gilt die ak­ti­vier­te Zwei-We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung dort eben­falls. Der Si­cher­heits­schlüs­sel lässt sich aber nicht auf ei­nem Smart­pho­ne oder Ta­blet mit An­dro­id oder iOS nut­zen. Des­halb soll­ten Sie zu­nächst nur die Zwei-We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung per SMS-Co­de ak­ti­vie­ren. Mel­den Sie sich nach der Ak­ti­vie­rung der Zwei­We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung mit Ih­ren Mo­bil­ge­rä­ten bei Ih­rem Goog­le-Kon­to an. Set­zen Sie den Ha­ken im Feld „Auf die­sem Ge­rät nicht mehr nach Co­des fra­gen“. Wenn Sie da­nach den Si­cher­heits­schlüs­sel im Goog­le-Kon­to ak­ti­vie­ren, be­trifft das die Mo­bil­ge­rä­te nicht mehr. Al­ter­na­tiv kön­nen Sie sich auf Ge­rä­ten oh­ne USB-An­schluss künf­tig per SMS-Co­de an­mel­den. Log­gen Sie sich auf https://ac­counts.goog­le.com ein. Wäh­len Sie „An­mel­dung bei Goog­le -> Be­stä­ti­gung in zwei Schrit­ten -> Si­cher­heits­schlüs­sel -> Si­cher­heits­schlüs­sel hin­zu­fü­gen“. Die Web­sei­te prüft, ob in Ih­rem Kon­to be­reits die Zwei-We­ge-Au­then­ti­fi­zie­rung ein­ge­schal­tet ist. Trifft das zu, kön­nen Sie auf „Re­gis­trie­ren“kli­cken und dann den Si­cher­heits­schlüs­sel in

ei­nen USB-An­schluss des Rech­ners ste­cken. Nach kur­zer Zeit mel­det die Web­sei­te „Re­gis­triert“, und Sie kön­nen den Vor­gang nach­fol­gend über „Fer­tig“ab­schlie­ßen. Von da an wer­den Sie beim Log-in nach dem Klick auf „An­mel­den“nicht mehr nach ei­nem SMS-Co­de ge­fragt, son­dern nach dem Si­cher­heits­schlüs­sel. Für den Fall, dass die­ser schon im PC steckt, müs­sen Sie ihn ab- und wie­der an­ste­cken. Nach we­ni­gen Se­kun­den lädt die Web­sei­te Ihr Goog­le-Kon­to, und Sie kön­nen den Stick ab­zie­hen. Wenn Sie sich an ei­nem Ge­rät oh­ne USB-An­schluss an­mel­den oder ei­nen an­de­ren Brow­ser ver­wen­den, müs­sen Sie er­satz­wei­se ei­nen SMS-Co­de ein­ge­ben.

Iden­tos ID50 Pass­word-Sa­fe: Pass­wort-Ma­na­ger

Dar­um geht’s: Der USB-Stick Iden­tos ID50 Pass­word-Sa­fe spei­chert Ih­re Log-in-Da­ten und ver­schlüs­sel­te sie per Kryp­to­chip mit AES 128 Bit (Ad­van­ced En­cryp­ti­on Standard). Zu­sam­men mit dem Stick kom­men Plug-ins für die In­ter­net­brow­ser Goog­le Chro­me und Fi­re­fox. Die­se über­neh­men die Log-in-Da­ten vom Stick und fü­gen sie in die pas­sen­den Fel­der auf den ent­spre­chen­den Web­sites ein. Die Da­ten auf dem Stick schüt­zen Sie mit ei­ner vier- bis sechs­stel­li­gen PIN. Wird die­se PIN vier Mal falsch ein­ge­ge­ben, löscht der Stick au­to­ma­tisch al­le ge­spei­cher­ten Da­ten. So soll ein Bru­te-Force-An­griff ab­ge­wehrt wer­den.

Sa­fe To Go: USB-Sticks mit ein­ge­bau­ter Ver­schlüs­se­lung

Dar­um geht’s: Der USB-Stick Sa­fe To Go über­trägt Da­ten nach dem USB-3.0-Standard und lie­fert ent­spre­chend ho­he Trans­fer­ra­ten. Das Be­son­de­re an dem Stick: Die re­chen­auf­wen­dig Ver- und Ent­schlüs­se­lung mit 256 Bit star­ker AES-Co­die­rung über­nimmt die Hard­ware im Stick. So nut­zen Sie das vol­le Schreib- und Le­se­tem­po des Sticks oh­ne Zeit­ver­lust aus. Die nö­ti­ge Soft­ware fürs Auf­schlie­ßen der Da­tei­en be­fin­det sich auf dem Stick und läuft oh­ne In­stal­la­ti­on. Den Stick gibt es ab 8 GB, dann kos­te­te er 39 Euro. Al­ter­na­ti­ve: Der Spei­cher­her­stel­ler Kings­ton bie­tet meh­re­re USB-Sticks mit ein­ge­bau­ter Ver­schlüs­se­lungs­tech­nik an. Als be­son­ders si­cher preist der Her­stel­ler das Mo­dell Da­ta Tra­ve­ler 2000 En­cryp­ted an. Auf dem Stick fin­det sich ei­ne Tas­ta­tur, über die Sie Ih­re PIN oder Ihr Pass­wort ein­ge­ben kön­nen. So ha­ben Key­log­ger auf dem PC kei­ne Chan­ce, das Pass­wort ab­zu­fan­gen. Al­ler­dings ist die­ses Mo­dell nicht ganz bil­lig: Für das 16-GB-Mo­dell sind 120 Euro fäl­lig, 32 GB gibt’s für 150 Euro.

Ihr ei­ge­ner Si­cher­heits-Stick

Für die fol­gen­den Pro­gram­me kön­nen Sie je­den be­lie­bi­gen USB-Stick ver­wen­den. Für man­chen Ein­satz­zweck emp­fiehlt sich ein schnel­ler USB-3-Stick, et­wa, wenn Sie dar­auf Da­ten ver­schlüs­seln möch­ten. Ein Stick, den Sie zur An­mel­dung von Win­dows nut­zen, muss da­ge­gen nicht be­son­ders schnell sein. Hier kön­nen Sie auch pro­blem­los ein äl­te­res Mo­dell mit we­nig Spei­cher wäh­len.

USB-Stick als Da­ten­safe per Bit­lo­cker

Dar­um geht’s: Per Bit­lo­cker sor­gen Sie da­für, dass sich die Da­ten auf Ih­rem Stick nur von Ih­nen an Ih­rem PC ent­schlüs­seln las­sen. Die Hand­ha­bung ist recht be­quem. Wenn Sie den USB-Stick an ei­nen PC an­ste­cken, an dem Sie mit Ih­rem Win­dows-Kon­to an­ge­mel­det sind, wer­den die Da­ten au­to­ma­tisch ent­schlüs­selt. An an­de­ren PCs oder un­ter an­de­ren Be­nut­zer­kon­ten müs­sen Sie das Pass­wort zur Ent­schlüs­se­lung ein­ge­ben. Dar­auf müs­sen Sie ach­ten: Bit­lo­cker wird Ih­nen nur in den teu­ren Pro-Ver­sio­nen von Win­dows an­ge­bo­ten. Di­rekt un­ter­stützt wer­den zu­dem nur noch die Ver­sio­nen 7, 8 und 10. Wenn Sie un­ter Win­dows Vis­ta Ih­ren USBS­tick le­sen wol­len, müs­sen Sie die Da­tei Bit­lo­cker­to­go.exe aus­füh­ren. Sie be­fin­det sich auf dem ver­schlüs­sel­ten USB-Stick, ist aber un­sicht­bar, wenn Sie den Stick un­ter ei­nem ak­tu­el­len Win­dows ent­schlüs­selt ha­ben. So geht’s: Ste­cken Sie Ih­ren USB-Stick an ein ak­tu­el­les Win­dows der Pro-Li­nie an, et­wa Win­dows 10 Pro. Kli­cken Sie im Win­dows-Ex­plo­rer mit der rech­ten Maus­tas­te auf den USB-Stick, und wäh­len Sie „Bit­lo­cker ak­ti­vie­ren“. Es dür­fen sich da­bei be­reits Da­ten auf dem Stick be­fin­den. Ein As­sis­tent führt Sie durch die nö­ti­gen Schrit­te. Die Ver­schlüs­se­lung dau­ert beim ers­ten Mal ei­ni­ge Zeit, ab­hän­gig von der Grö­ße des Sticks und der Leis­tungs­fä­hig­keit der CPU. Wenn der Stick au­to­ma­tisch ent­schlüs­selt wer­den soll, so­bald Sie ihn an Ihr Win­dows-Be­nut­zer­kon­to an­ste­cken, müs­sen Sie das noch ak­ti­vie­ren. Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te auf den an­ge­schlos­se­nen und ent­schlüs­sel­ten Stick im Win­dows-Ex­plo­rer, und wäh­len Sie „Bit­lo­cker ver­wal­ten“. Im nächs­ten Fens­ter wäh­len Sie un­ter dem be­tref­fen­den Lauf­werks­buch­sta­ben „Au­to­ma­ti­sche Ent­sper­rung ak­ti­vie­ren“. Ach­tung: Wenn Sie den USB-Stick an Ih­ren PC an­ge­steckt und ent­schlüs­selt ha­ben, blei­ben die Da­ten auch dann ent­schlüs­selt, wenn Sie den Win­dows-Be­nut­zer wech­seln, et­wa über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg-Alt-Entf und den Klick auf „Be­nut­zer wech­seln“. So kön­nen al­so auch an­de­re, un­be­fug­te Nut­zer an die Da­ten auf dem Stick ge­lan­gen. Da­mit die Da­ten wie­der ver­schlüs­selt wer­den, müs­sen Sie den USB-Stick ord­nungs­ge­mäß aus­wer­fen, et­wa über sein Kon­text­me­nü im Win­dows-Ex­plo­rer. So stel­len Sie zu­dem si­cher, dass Win­dows al­le Da­ten kom­plett auf den Stick ge­spei­chert hat, be­vor Sie ihn ab­zie­hen. Bit­lo­cker de­ak­ti­vie­ren: Möch­ten Sie den USB-Stick wie­der dau­er­haft ent­schlüs­seln, dann kli­cken Sie im Win­dows Ex­plo­rer mit der rech­ten Maus­tas­te dar­auf, wäh­len „Bit­lo­cker ver­wal­ten“und an­schlie­ßend un­ter dem pas­sen­den Lauf­werks­buch­sta­ben „Bit­lo­cker de­ak­ti­vie­ren“.

USB-Stick per Ver­a­crypt ver­schlüs­seln

Dar­um geht’s: Wer für die Da­ten­ver­schlüs­se­lung auf dem USB-Stick nicht auf Bit­lo­cker set­zen möch­te, ver­wen­det das kos­ten­lo­se Open-Sour­ce-Tool Ver­a­crypt. Star­ten Sie da­für den In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten und wäh­len Sie statt „In­stall“die Op­ti­on „Extract“. So kön­nen Sie die Ver­a­cypt-Da­tei­en di­rekt auf Ih­ren USBS­tick ent­pa­cken. Das Tool star­ten Sie dann über die Da­tei Ver­a­crypt.exe vom USB-Stick. So geht’s: Für das Ver- und Ent­schlüs­seln der Da­ten be­nö­ti­gen Sie auch bei der por­ta­blen Ver­si­on von Ver­a­crypt Ad­mi­nis­tra­tor­rech­te auf dem Win­dows-PC. Dar­über hin­aus nut­zen Sie Ver­a­crypt wie ge­wohnt. Sie er­stel­len ei­nen ver­schlüs­sel­ten Con­tai­ner mit Ver­a­crypt und bin­den die­sen als vir­tu­el­les Lauf­werk un­ter Win­dows ein. Um die Da­ten vor dem Zu­griff Frem­der zu schüt­zen, tren­nen Sie das Lauf­werk über die Ver­a­crypt-Soft­ware. Sicht­bar ist dann nur noch die ei­ne Da­tei, die den ver­schlüs­sel­ten Con­tai­ner dar­stellt. Ei­ne Schritt-für-Schrit­tAn­lei­tung zu Ver­a­crypt fin­den Sie un­ter www. pcwelt.de/2071186. Üb­ri­gens: Falls Sie be­reits mit Tru­e­crypt ver­traut sind, kom­men Sie mit Ver­a­crypt pro­blem­los zu­recht.

USB Rap­tor: Win­dows-An­mel­dung per USB-Stick schüt­zen

Dar­um geht’s: Wer sei­nen Rech­ner per USBS­tick sper­ren möch­te, kann auf ei­ne gan­ze Rei­he von Free­ware-Pro­gram­men zu­rück­grei­fen. Per­fekt sind sie al­le nicht, da sich ent­we­der ihr Schutz leicht aus­he­beln lässt oder sie sich der­art tief in Win­dows ein­klin­ken, dass es schon mal zu Pro­ble­men kom­men kann. In un­se­rem Test hat sich das Tool USB Rap­tor (auf Plus-DVD 1) als recht zu­ver­läs­sig er­wie­sen. Zu­dem bie­tet es vie­le Op­tio­nen, et­wa ei­ne Alarm­funk­ti­on, wenn der zu­ge­hö­ri­ge USB-Stick zu­sam­men mit ei­nem fal­schen Pass­wort ver­wen­det wird. Al­ter­na­ti­ve: Als sehr zu­ver­läs­sig zeigt sich im Test auch die Soft­ware Ro­hos Lo­gon Key (auf Plus-DVD 1). Die­se gibt es zum Aus­pro­bie­ren in ei­ner leicht ein­ge­schränk­ten Free-Ver­si­on. Das Tool er­setzt die Win­dows-An­mel­dung und er­laubt ei­ne An­mel­dung an Win­dows eben­falls nur, wenn der zu­ge­hö­ri­ge USB-Stick am Rech­ner steckt. Die kos­ten­pflich­ti­ge Ver­si­on von Ro­hos Lo­gon Key (25 Euro) bie­tet mehr Schutz. So lässt sich et­wa der Stick sel­ber noch mit ei­ner PIN schüt­zen. Ein Log-in bei Win­dows ge­lingt dann nur mit dem Stick und der PIN.

Keepass Por­ta­ble: Ein­fa­cher Pass­wort­ma­na­ger für den Stick

Dar­um geht’s: Die por­ta­ble Ver­si­on des Pass­wort­ma­na­gers Keepass (auf Plus-DVD 1) star­tet auch von Ih­rem USB-Stick. Das Tool ist bei vie­len An­wen­dern sehr be­liebt, da es an­ders als das Pro­gramm Last­pass (auf Plus-DVD 1) die Log-in-Da­ten nur in ei­ner Da­tei, aber nicht in der Cloud spei­chert. Die­se Pass­wort­da­tei schüt­zen Sie mit ei­nem Mas­ter­pass­wort. Ei­nen Rat­ge­ber zu Keepass in­klu­si­ve Vi­deo­an­lei­tung fin­den Sie un­ter www.pcwelt.de/1803775.

Sar­du: Gründ­li­cher Vi­ren­scan mit boot­fä­hi­gem USB-Stick

Dar­um geht’s: Die Soft­ware Sar­du (auf PlusDVD 1) ver­wan­delt Ih­ren USB-Stick in ei­nen boot­fä­hi­gen Mul­tiscan­ner ge­gen PC-Vi­ren. Ent­pa­cken Sie die Soft­ware in ein be­lie­bi­ges Ver­zeich­nis und star­ten Sie sie über Sar­du_3. exe. Sie wer­den zu ei­ner kos­ten­lo­sen Re­gis­trie­rung auf­ge­for­dert. Wenn Sie die er­le­digt ha­ben, lässt sich das Tool auf ei­nen USB-Stick trans­fe­rie­ren. So geht’s: In der Ver­si­on auf der Plus-DVD 1 ha­ben wir be­reits ei­ni­ge An­ti­vi­ren-Li­ve­sys­te­me in­te­griert. Wei­te­re kön­nen Sie über den Down­load-Pfeil hin­ter ei­nem Sys­tem­na­men her­un­ter­la­den. Set­zen Sie dann noch ei­nen Ha­ken vor al­le Sys­te­men, die Sie nut­zen möch­ten. Ste­cken Sie dann ei­nen USB-Stick mit mög­lichst viel Spei­cher­platz an, und wäh­len Sie in Sar­du „USB -> Se­arch for USB“. Nun kön­nen Sie rechts oben den an­ge­steck­ten USB-Stick aus­wäh­len und dar­un­ter über das USB-Stick-Icon die boot­fä­hi­ge Soft­ware in­klu­si­ve der aus­ge­wähl­ten An­ti­vi­ren-Li­ve­sys­te­me auf den Stick brin­gen. Wenn Sie nun den PC von Ih­rem USB-Stick aus star­ten möch­ten, müs­sen Sie beim Ein­schal­ten des PCs ei­ne Boot­aus­wahl­tas­te drü­cken, meist ei­ne der Funk­ti­ons­tas­ten. Wel­che das ist, wird in der Re­gel beim PC-Start an­ge­zeigt.

Den Fido-Se­cu­ri­ty Key von Plug-up für das Goog­le-Kon­to gibt es für 5 Euro, et­wa bei Ama­zon. Hat man ihn ent­spre­chend der An­lei­tung zu­sam­men­ge­fal­tet, passt er in den USB-An­schluss des Rech­ners.

Ha­ben Sie den Si­cher­heits­schlüs­sel in Ih­rem Goo­gleKon­to ak­ti­viert, müs­sen Sie ihn für ei­ne An­mel­dung bei ei­nem Goog­le-Di­enst, et­wa Gmail oder Goog­le Ka­len­der, in den USB-An­schluss des Rech­ners ste­cken.

Die Da­ten auf die­sem USB-Stick sind be­son­ders si­cher ver­schlüs­selt. Ih­re PIN oder Ihr Pass­wort ge­ben Sie über ei­ne ein­ge­bau­te Tas­ta­tur ein.

Die Soft­ware Rap­tor ver­wan­delt ei­nen USB-Stick in ei­nen Si­cher­heits-Stick für die Win­dows-An­mel­dung. Nur wenn der Stick am PC an­ge­schlos­sen ist, kön­nen Sie sich an Ih­rem Kon­to an­mel­den.

Das Pro­gramm Sar­du ver­eint al­le wich­ti­gen An­ti­vi­ren-Li­ve­sys­te­me und macht da­mit ei­nen USBS­tick boot­fä­hig. Zu­nächst müs­sen Sie sich für Sar­du ei­nen kos­ten­lo­sen Li­zenz­schlüs­sel ho­len.

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