Schnel­les WLAN so­fort: Gratis-Tipps für Reich­wei­te und Tem­po

PC-WELT - - Ratgeber / Internet -

Mehr Reich­wei­te und hö­he­res Tem­po für je­des Ge­rät: Was künf­ti­ge WLAN-Stan­dards mit neu­er Tech­nik lö­sen wol­len, kön­nen Sie schon jetzt ha­ben. Mit un­se­ren Tipps und ein biß­chen Aus­pro­bie­ren ver­hel­fen Sie Ih­rem Funk­netz oh­ne neue Ge­rä­te zu mehr Durch­satz. Mehr Reich­wei­te Wenn sich die Funk­si­gna­le un­ge­hin­dert aus­brei­ten kön­nen, las­sen sich gro­ße Ent­fer­nun­gen zwi­schen WLAN-Rou­ter und Ge­gen­stel­le über­brü­cken, oh­ne dass das WLAN-Tem­po in die Knie geht. 1. Rou­ter op­ti­mal plat­zie­ren: Die An­ten­nen im Rou­ter sind Rund­strah­ler. Sie sen­den die Funk­wel­len gleich­mä­ßig in al­le Rich­tun­gen und zwar in Form ei­nes Ke­gels im 90-Grad-Win­kel zur An­ten­ne. Des­halb soll­te der Rou­ter im Zen­trum des Be­rei­ches ste­hen, den Sie mit WLAN ver­sor­gen wol­len. Rich­ten Sie zu­dem die Rou­ter-An­ten­nen ent­spre­chend aus: Wol­len Sie ei­nen WLAN-Cli­ent im glei­chen Stock­werk er­rei­chen, rich­ten Sie die An­ten­nen am Rou­ter ver­ti­kal aus. Soll das WLAN ein Stock­werk über­win­den, soll­ten Sie die An­ten­nen ho­ri­zon­tal ein­stel­len. 2. Um­ge­hen Sie WLAN-Brem­sen: Be­ton, feuch­te Wän­de und Me­tall schlu­cken die Funk­wel­len und re­du­zie­ren die Reich­wei­te. 3. Steu­ern Sie die Funk­wel­len: Spie­gel und ei­ni­ge an­de­re Ober­flä­chen, die Licht re­flek­tie­ren, lei­ten auch Funk­wel­len um. Da­mit kön­nen Sie zum Bei­spiel das WLAN-Si­gnal um die Ecke len­ken, wenn sich Rou­ter und Ge­gen­stel­le nicht bes­ser plat­zie­ren las­sen. Mehr Tem­po Er­rei­chen die Da­ten­si­gna­le per WLAN un­ge­stört die Ge­gen­stel­le, hat der Emp­fän­ger kei­ne Ver­ständ­nis­pro­ble­me. An­dern­falls muss er den Sen­der um ei­ne er­neu­te Über­tra­gung bit­ten, was die Ge­schwin­dig­keit im ge­sam­ten WLAN senkt: Die Über­tra­gung der glei­chen Da­ten­men­ge dau­ert nun dop­pelt so lan­ge, und an­de­re WLAN-Sta­tio­nen kön­nen in die­ser Zeit nicht sen­den und emp­fan­gen. 1. Be­sei­ti­gen Sie Stö­run­gen: Ge­rä­te, die auf der glei­chen Fre­quenz wie das WLAN ar­bei­ten, stö­ren Ihr Funk­netz. Das sind bei­spiels­wei­se Mi­kro­wel­len, schnur­lo­se Te­le­fo­ne, Blue­tooth oder ka­bel­lo­se Mäu­se und Tas­ta­tu­ren. 2. Wäh­len Sie den rich­ti­gen Funk­ka­nal: Meist ist Ihr WLAN nicht al­lei­ne: Ihr Rou­ter und Ih­re WLANC­li­ents emp­fan­gen auch Si­gna­le von Funk­netz­wer­ken aus der Nach­bar­schaft. Al­le tei­len sich die glei­chen Über­tra­gungs­fre­quen­zen: Wenn WLANs auf den­sel­ben Ka­nä­len über­tra­gen, müs­sen sie auf­ein­an­der war­ten, was den Durch­satz pro WLAN re­du­ziert. Wenn Sie auf Ka­nä­len ar­bei­ten, die sich über­lap­pen, be­hin­dern sie sich ge­gen­sei­tig durch Stör­si­gna­le, was das Tem­po wei­ter senkt. Die meis­ten Rou­ter fin­den ei­gent­lich au­to­ma­tisch den bes­ten Ka­nal. Ist Ihr WLAN aber trotz­dem lang­sam, kön­nen Sie selbst den op­ti­ma­len Ka­nal fest­le­gen: Wäh­len Sie zwi­schen den Ka­nä­len 1, 6 und 11 den­je­ni­gen, auf des­sen um­lie­gen­den Ka­nä­len die we­nigs­ten WLANs sen­den. 3. Wei­chen Sie auf 5 GHz aus: Wenn Sie ei­nen Du­al-Band-Rou­ter und -Cli­ents be­sit­zen, soll­ten Sie die Ge­gen­stel­len, die schnel­les WLAN be­nö­ti­gen, über ein WLAN in der 5-GHz-Fre­quenz an­bin­den. Weil es noch we­ni­ge Du­al-Band-Ge­rä­te gibt, über­tra­gen auf die­ser Fre­quenz we­ni­ger WLANs. Au­ßer­dem kön­nen über 5 GHz mehr WLANs un­ge­stört ne­ben­ein­an­der fun­ken. Da­für soll­ten Ihr Rou­ter und die WLAN-Cli­ents aber die Funk­ti­on Dy­na­mic Fre­quen­cy Selec­tion (DFS) be­herr­schen. Nur dann dür­fen sie auch Ka­nä­le ober­halb von 5,25 GHz nut­zen. Ist das nicht der Fall, bremst schon ein ein­zi­ges 5-GHz-WLAN in der Nach­bar­schaft den Durch­satz. GBit/s, acht An­ten­nen und MU-Mi­mo. Ihr Preis ist noch nicht be­kannt. Das glei­che Tem­po ver­spricht Net­ge­ar mit dem Night­hawk X4S R7800 für rund 280 Eu­ro. Auf die teu­re­re Tri-Band-Tech­nik und Ni­troQAM set­zen un­ter an­de­rem Asus mit dem RTAC5300 für rund 450 Eu­ro, D-Link mit dem DIR-895L (Preis noch nicht be­kannt), Net­ge­ar mit dem Night­hawk X8 R8500 (Preis rund 440 Eu­ro) so­wie TP-Link mit dem Archer C5400 (Preis noch nicht be­kannt).

802.11ad: Ex­trem schnell auf der Kurz­stre­cke

Ei­ne Da­ten­ra­te von knapp 7 GBit/s lie­fert der Stan­dard 802.11d. Al­ler­dings be­schränkt sich die­ses ho­he Tem­po auf ei­ne sehr kur­ze Reich­wei­te von höchs­tens zehn Me­tern. 11d ist al­so WLAN in­ner­halb ei­nes Rau­mes: Sein Ein­satz­ge­biet ist da­her die ka­bel­lo­se Ver­bin­dung von Rech­ner und Pe­ri­phe­rie. Per 11d las­sen sich PC und Note­book per Funk mit Mo­ni­to­ren, Maus und Tas­ta­tur ver­bin­den. Die ho­he Da­ten- ra­te kann aber auch für 4K-Vi­deo­st­rea­m­ing, schnel­le Down­loads oder Ko­pie­ren um­fang­rei­cher Da­ten­be­stän­de ge­nutzt wer­den. Eben­so bie­tet sich 11d für ka­bel­lo­se Vir­tu­al-Rea­li­ty­B­ril­len an. Schließ­lich lie­ßen sich mit 11d auch öf­fent­li­che WLANs in Ho­tels oder an Flug­hä­fen mit gro­ßer Band­brei­te aus­stat­ten. So funk­tio­niert die Tech­nik: 11d funkt auf der Fre­quenz 60 GHz. Die­se Fre­quenz liegt deut­lich hö­her als die von 11ac-WLAN, das auf 5 GHz funkt. Da das Funk­si­gnal nur schwer Wän­de durch­drin­gen kann und durch den Sau­er­stoff der Luft stark ge­dämpft wird, ist die Reich­wei­te von 11ad viel ge­rin­ger, er­laubt aber klei­ne An­ten­nen, so­dass sich 11d-Ge­rä­te sehr kom­pakt bau­en las­sen. Die kur­ze Reich­wei­te hat wei­te­re Vor­tei­le: Die Über­tra­gung lässt sich schwe­rer ab­hö­ren, und Stör­si­gna­le sind sel­ten. Die ho­he Da­ten­ra­te er­reicht 11d durch sehr brei­te Funk­ka­nä­le von 2 GHz. 11d-Funk­chips kön­nen ver­schie­de­ne Über­tra­gungs­me­tho­den nut­zen: Beim Sing­le-Car­ri­er-Mo­dus be­trägt die Da­ten­ra­te ma­xi­mal 4,6 GBit/s, al­ler­dings sind die Si­gna­le un­emp­find­li­cher ge­gen Stö­run­gen. Für Ak­ku-be­trie­be­ne Ge­rä­te gibt es ei­nen spar­sa­men Low-Po­wer-Mo­dus. Nur Chips, die OFDM als Mo­du­la­ti­ons­ver­fah­ren ein­set­zen, er­rei­chen die ma­xi­mal mög­li­che Band­brei­te von knapp 7 GBit/s. 11ad ist kom­pa­ti­bel zu den an­de­ren WLAN-Stan­dards, so­fern die Ge­rä­te pas­sen­de An­ten­nen für die je­wei­li­ge Fre­quenz be­sit­zen. Die­se Pro­duk­te gibt es: TP-Link hat den WLAN-Rou­ter Ta­lon AD7200 an­ge­kün­digt, der im Herbst für ei­nen noch nicht be­kann­ten Preis auf den Markt kom­men soll. Er ver­eint die WLAN-Stan­dards 11ad, 11ac und 11n und kann so ei­ne ma­xi­ma­le Band­brei­te von 7,2 GBit/s: 4,6 GBit/s über 11ad, 1,73 GBit/s über 11ac und 800 MBit/s über 11n. Als ers­tes Note­book hat das Acer Tra­vel­ma­te P648 ei­nen WLAN-Chip mit 11ad ein­ge­baut. Der Bu­si­ness-Lap­top mit

Der ers­te Rou­ter für 11ad: Der Ta­lon AD7200 von TP-Link funkt über 2,4 wie auch über 5 und 60 GHz. Der neue WLAN-Stan­dard bie­tet das ho­he Tem­po aber nur über ei­ne kur­ze Reich­wei­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.