Rou­ter­frei­heit für Be­stands­kun­den: Ge­richt ver­ord­net Da­ten­her­aus­ga­be

PC-WELT - - News / Bunt Gemischt -

Ei­gent­lich war die Sa­che klar: Seit dem 1. Au­gust des ver­gan­ge­nen Jah­res dür­fen In­ter­net­pro­vi­der ih­ren Kun­den nicht mehr wie zu­vor ei­nen Rou­ter vor­schrei­ben; die Zu­gangs­ge­rä­te für DSL, Ka­bel, Glas­fa­ser und LTE sind al­so frei wähl­bar. Vor­aus­set­zung da­für ist na­tür­lich, dass der Netz­be­trei­ber die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­ten her­aus­gibt. Aber ge­nau dies ver­wei­ger­ten ei­ni­ge An­bie­ter ih­ren Be­stands­kun­den bis­lang mit dem Hin­weis, das Ge­setz von 2016 gel­te nur für neu ab­ge­schlos­se­ne Ver­trä­ge: „Not­wen­di­ge Zu­gangs­da­ten … ha­ben sie [die Pro­vi­der] dem Teil­neh­mer … kos­ten­frei bei Ver­trags­schluss zur Ver­fü­gung zu stel­len“, heißt es da­rin. Das aber ist rechts­wid­rig, wie das Land­ge­richt Es­sen in ei­nem Rechts­streit zwi­schen dem Stadt­netz­be­trei­ber Gel­sen-Net und der Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rheinWest­fa­len nun ur­teil­te (Az.: 45 O 56/16). Die Rou­ter­frei­heit gel­te glei­cher­ma­ßen für Neu­wie für Be­stands­kun­den, so die Rich­ter.

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