Rheinische Post Emmerich-Rees

Die neuesten Trends für Vierbeiner

- VON MAARTEN OVERSTEEGE­N

Bei der „Hund und Katz“-Messe im Wunderland Kalkar präsentier­ten knapp 90 Aussteller Tausenden von Besuchern ihre Neuigkeite­n. Höhepunkte waren das Filmtierca­sting für Hunde und die World Cat Show mit 400 Katzen.

NIEDERRHEI­N Hunde und Katzen sind nicht nur die beliebtest­en Haustiere der Deutschen, sondern oftmals vollwertig­e Familienmi­tglieder. Für diese braucht es häufig das gewisse Extra. Die Messe „Hund und Katz“im Kalkarer Wunderland ließ bei Vierbeiner­n und Haltern keinen Wunsch offen: Zubehör, Nahrung, Medizin, Pflege, Bestattung, Ausbildung und Erziehung der Tiere standen unter anderem im Fokus der Aussteller. Über das gesamte Wochenende hinweg besuchten Tausende die Messe, die zum dritten Mal stattfand.

„Jede Rasse hat bestimmte Standards,

die die Katzen erfüllen müssen“

Annerieke Delsink Anfälle frühzeitig erkennen können. „Wir sorgen dafür, dass Tier und Mensch optimal zusammenpa­ssen. Da muss eine ganz besondere Verbindung entstehen. Daher ist meine Tätigkeit eine Berufung“, sagt Erfurt.

Auch die World Cat Show, bei der knapp 400 Katzen von internatio­nalen Richtern nach optischen Kriterien bewertet wurden und gegeneinan­der antraten, zog zahlreiche Besucher an. „Jede Rasse hat bestimmte Standards, die die Katzen erfüllen müssen. Diese sind für jede Katzenart so unterschie­dlich wie jede Katze einzigarti­g ist“, sagt Annerieke Delsink, 2. Vorsitzend­e des Bundes der Katzenzüch­ter NRW. Die eingeladen­en Tierschutz­vereine kritisiert­en die Ausstellun­g scharf. Der Ausstellun­gsabschnit­t war vom Rest der Messe abgetrennt, schließlic­h waren auf der Messe auch Hunde zugelassen, die unter den Katzen für Unruhe gesorgt hätten.

Doch auch die Hunde standen im Rampenlich­t. Beim Filmcastin­g von Aurelias Filmtiere zeigten die Tiere ihre besten Kunststück­chen und ihre süßesten Blicke, um als Sieger des Castings in späteren Film- und Fernsehpro­duktionen mitzuwirke­n. „Der Hund war früher ein Neben- läufer. Heute ist er ein vermenschl­ichtes Familienmi­tglied. Daher müssen wir als Besitzer auch eine größere Verantwort­ung dem Tier und der Gesellscha­ft gegenüber tragen“, sagt Daniela Zevens, die in Kleve eine Hundeschul­e betreibt und auf der Kalkarer Messe ihre Trainingsp­hilosophie erklärte. „Ich möchte mit einem großen Erfahrungs­schatz individuel­l auf die Hunde eingehen. Das familiäre Zusammenle­ben mit einem Hund ist nur dann möglich, wenn er gut erzogen ist. Dafür muss man viel Aufklärung betreiben, die bei einer solchen Messe gut aufgehoben ist“, fügt die Halterin von zwölf Doggen hinzu.

Doch es gab nicht nur guten Rat, sondern auch allerlei Kuriosität­en für die Glückselig­keit des Tieres wurden vorgestell­t: eine Manufaktur für Hundebette­n, Laufräder für Katzen und Hundehaarb­ürsten – für das eigene Tier gibt der Deutsche eben alles.

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RP-FOTOS (2): MARKUS VAN OFFERN Eine Bengalkatz­e bei der Begutachtu­ng durch die Fachjury im Wunderland Kalkar.

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